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Bildgestaltung bei Interviews

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In diesem Artikel geht es um die Bildgestaltung bei Interviews. Überall sehen wir Interviews, z. B. in den Nachrichten, in Imagefilmen, in Dokumentationen usw. Dabei spielt die Positionierung der Person im Bild eine entscheidende Rolle. Spricht man direkt in die Kamera oder aber leicht an der Kamera versetzt vorbei zu einer zweiten Person, die außerhalb des Bildes ist? Hier kommt es auf den Inhalt an. Wenn man eine direkte Ansprache oder einen Aufruf hat, dann kann man den Interviewten direkt in die Kamera schauen lassen, so fühlt sich der Zuschauer direkt angesprochen. Diese Technik wird oft bei politischen Ansprachen  oder Aufrufen verwendet.

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Bei Gesprächen zwischen zwei Personen oder wenn der Eindruck von einem Gespräch erweckt werden soll, dann kann man den Interviewten leicht an der Kamera vorbeischauen lassen. Mit Hilfe der Drittel-Regel kann man nun den Bildausschnitt so festlegen, dass die Person entweder links oder rechts am Bild sitzt, es ergibt sich eine offene Seite und eine geschlossene Seite des Bildes. Jetzt kommt es darauf an, in welche Richtung die Person schaut, in die offene Bildseite oder in die geschlossene. Bei den meisten Interviews sollte die Person in die offene Bildseite schauen, das Bild wirkt dadurch harmonischer und der Charakter offener, seine Worte verlassen das Bild auf der offenen Seite. Die Worte bekommen mehr Raum und können somit besser wirken. Der Zuschauer sieht ein harmonisch Bild und kann es dann direkt mit den gesprochenen Worten verbinden. Vieles spielt sich bei uns im Unterbewusstsein ab. Oft können wir nicht erklären, warum uns ein bestimmtes Interview besser gefällt, die Bildgestaltung und der Bildaufbau des Interviews tragen einen festen Teil dazu bei.

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Wenn die Person in die geschlossene Seite schaut, wirkt das komplette Interview komisch, die Worte haben keinen Raum. Die Person wirkt deplatziert. Gerade bei Anfängern sieht man dies sehr oft, die Interviews leiden darunter. Wenn man natürlich ein gewisses Unbehagen beim Zuschauer erwecken will und der Charakter auf dem Bild verloren oder „an die Wand gedrängt“ wirken soll, dann kann man die Person auch gegen die geschlossene Bildseite sprechen lassen.

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Unsere Interviewten Personen sprechen ausschließlich zur offenen Bildseite. Gerade bei einem Imagefilm soll die Person eine gewisse Ruhe ausstrahlen und Vertrauen beim Zuschauer erwecken.

Ihr wollte noch mehr Tipps zu Interviews? In unserem Artikel „Interviews drehen“ gehen wir auf die Erstellung von Interviews ein.

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