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BLACKMAGIC MICRO CINEMA CAMERA TEIL 4

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In den vorherigen Artikeln haben wir euch die Blackmagic Micro Cinema Camera (Teil1, Teil2, Teil3) sehr ausführlich vorgestellt.
Wir haben die Kamera ein paar Monate im Einsatz gehabt und uns entschieden, die Kamera wieder zu verkaufen. In diesem Artikel wollen wir euch die Gründe nennen.

Das Bild

Das Bild der Blackmagic Micro kann man ziemlich genau mit der Blackmagic Pocket vergleichen. Blackmagic gibt zwar an, dass es weniger Aliasing und RollingShutter gibt, aber wir konnten dies nicht bestätigen (siehe Blackmagic Teil2). Vom Bild lohnt sich also ein Upgrade nicht unbedingt.

Slowmotion

Die Blackmagic Micro kann gegenüber der Pocket 50fps und hat somit die Möglichkeit für eine leichte Slowmotion. Uns waren aber die 50fps deutlich zu wenig. Gerade wenn mit SlowMotion im Film arbeiten will, um es als Stilmittel einzusetzen, sollte man eher mit 100fps oder mehr arbeiten. Daher sind die 50fps der Micro nicht unbedingt ein Vorteil für uns.

RAW

Die Micro hat die Möglichkeit die Bilder in CinemaDNG aufzunehmen und bietet somit sehr viel Spielraum in der Post. Wir drehen aber in der Regel mit ProRes und dies reicht für unsere Projekte derzeit vollkommen aus. Bei Imagefilmen, die zwei bis drei Minuten Laufzeit haben, sammelt man sehr viele Daten. Bei uns sind es je nach Kunde ca. 200 Gigabyte. Bei RAW vervielfacht sich die Datenmenge. Es ist einfach nicht wirtschaftlich. Bei einem kurzen Werbespot ist es sinnvoll, das Bild in RAW aufzunehmen, aber hierfür leihen wir uns dann einfach eine Kamera, die dies beherrscht. Für den Alltagsgebrauch ist es einfach nicht praktikabel.

Ergonomie

Die Ergonomie einer Kamera ist für uns sehr entscheidend. Anfang 2012 haben wir uns daher auch für die Canon C300 entschieden und nicht für die Sony FS700. Die Sony hatte die Möglichkeit Bilder mit 240fps aufzunehmen, war und ist aber von der Bedienung schrecklich. Die C300 nimmt man in die Hand und kann eigentlich auch direkt loslegen, das System ist durchdacht und schnell zu verstehen. Die Menüführung ist einfach und verständlich, kein Vergleich zur Sony.

Die Menüs von Blackmagic sind auch sehr einfach zu verstehen, wenn aber die Kamera nur vier Knöpfe zur Bedienung hat und diese sich auch noch sehr ungünstig auf der Vorderseite befinden, dann bringen auch einfache Menüs nichts mehr. Man kann nicht mal schnell den Weißabgleich oder die ISO anpassen, man muss die Kamera oft von der Schulter nehmen um die Knöpfe zu sehen. Eine Blindbedienung ist einfach nicht möglich, weil die Knöpfe zu klein und zu eng beieinander sind

Ein weiterer Nachteil ist der fehlende Bildschirm. Zunächst hat uns das nicht weiter gestört, da wir in der Regel immer einen externen Monitor verwenden. Aber man kann mit der Blackmagic Micro nicht einfach schnell losfilmen, man braucht immer den externen Monitor. Die geringe Größe der Kamera ist somit auch kein Vorteil mehr.

Gimbal

Die Kamera wurde für den Einsatz an der Drohne konzipiert und ist somit auch für den Gimbalbetrieb gut geeignet. Bei einem Zweihand-Gimbal verwendet man auch immer einen externen Monitor.
Uns fehlt aber leider ein Autofocus an der Kamera. Ohne externe Fokussteuerung oder Autofokus ist man bei der Arbeit mit dem Gimbal sehr eingeschränkt. Man kann keine großen Änderungen der Einstellungsgrößen (zum Beispiel von Total zu Close) machen und muss immer den gleichen Abstand einhalten.
Natürlich kann man auch auf einen Wireless FollowFocus zurückgreifen, aber viele Systeme kosten ungefähr das doppelte wie die Blackmagic Micro. Für uns war dies nicht wirklich wirtschaftlich.

Zusammenfassung

Für uns überwiegen die Nachteile der Kamera deutlich und sie passt einfach nicht zu unserer Arbeitsweise. Daher haben wir die Kamera wieder verkauft und uns für eine Sony A6300 entschieden. Wir berichten demnächst über unsere Erfahrungen mit der Sony.

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