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Das Erbe der HDDslrs

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Mittlerweile ist das Filmen mit einer Spiegelreflexkamera (HDDSLR) fast schon ein alter Hut. Wir werden zwar noch oft verwundert gefragt, ob wir wirklich mit Fotoapparaten filmen und warum …, aber bis ein Trend alle Ebenen erreicht, dauert es seine Zeit.
Lange waren Canon und Nikon die einzigen Herstellermarken mit videofähigen Fotoapparaten und großen Sensoren. Die übrigen Kamerahersteller konnten das nicht auf sich sitzen lassen. Panasonic hat mit der AF101 einen der ersten Camcorder mit Wechselobjektiven und zugleich großem Sensor (Micro 4/3) herausgebracht. Weitere Hersteller ziehten nach (Sony mit der F3, FS100 und der neuen FS100, Canon mit der C300, 1D-C, u.a.). Lest hier unseren Artikel zu den neuen DSLRs.

Aber nicht nur die großen Hersteller haben getüftelt. In diesem Artikel stellen wir euch nicht so bekannte Kameras und Kamerakonzepte vor. Die meisten sind noch nicht erhältlich oder kurz vor der Markteinführung. Unsere folgenden Informationen und Bilder sind von den Webseiten der jeweiligen Hersteller und ohne Gewähr. Dieser Artikel dient nur zur Information und nicht als Werbung für die Hersteller. Wir können nicht alle Details zu den Kameras nennen, das würde den Artikel sprengen. Weitere Informationen über die Kameras gibt es auf den Herstellerseiten.

Blackmagic Cinema Camera
Blackmagic ist eher für Ihre ColorCorrection Produkte wie DaVinciResolve oder Hardwarelösungen für die Filmbearbeitung bekannt.

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Blackmagic hat mit der Cinema Camera ein sehr interessantes Kamerakonzept vorgestellt. Für unter 2500 € bekommt man eine Kamera mit ca. 13 Blenden Kontrastumfang, RAW-Aufnahme und zwei Auflösungen:
– 2.5K RAW mit 2432 x 1366
– ProRes and DNxHD mit 1920 x 1080

Objektive werden entweder mit EF- und ZE-Bajonett angeschlossen.
Die Kamera bietet folgende Aufnahmeraten: 23.98p, 24p, 25p, 29.97p und 30p.
Die Daten werden auf eine eingebaute SSD geschrieben.

Bei der Kamera ist außerdem die Software DaVinci Resolve dabei.
Die Kamera wird nur über einen Touchscreen auf der Rückseite gesteuert.
Hier gibt es ein Testvideo mit einem Preproduction-Modell.
Weitere Informationen gibt es bei BlackMagicDesign

Update 1: Philipp Bloom hat nun den sehr ausführlichen Test der Kamera hochgeladen. Wie gewohnt sehr unterhaltsam und informativ.

Update 2: In diesem Film tritt die BlackMagicDesign Camera gegen die 5D Mark III an.

Update 4 (17.09.14):
BlackMagic, BlackMagic, BlackMagic

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Seit Mitte 2012 hat sich viel getan bei BlackMagic. Mittlerweile sind fünf Kamerasysteme auf dem Markt, die URSA, die Studio, die Production, die CinemaCamera und die PocketCamera. Weitere Infos zu den einzelnen Kameras gibt es direkt bei BlackMagic. BlackMagic räumt hier im Kameramarkt ziemlich auf, da alle Kameras relativ günstig im Vergleich zu den Konkurrenzprodukten mit ähnlicher Ausstattung sind.

Digital Bolex D16
Die Digital Bolex D16 wurde als Kickstarter-Projekt gestartet und hat innerhalb weniger Tage das Finanzierungsziel geknackt.

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Die Kamera filmt RAW (DNG, TIFF oder JPEG Sequenzen) in unterschiedlichen Auflösungen:
– 2336 x 1752 (4×3 Modus)
– 2048 x 1152 (Super 16mm Modus)
– 1920 x 1080 (16mm Modus)
– 1280 x 720 (720p Modus)
– 720×480 (480p Modus)

Die ISO-Werte betragen 100, 200, 400 bei einem Kontrastumfang von 12 Blenden.

Objektive werden mit C-Mount befestigt. Weitere Mounts (PL, EF, …) sind in der Entwicklung.
Die Aufnahmeraten sind bis zu 32 fps bei einer 2K Auflösung, 60 fps bei 720p und 90fps bei 480p.
Für die Tonaufnahme bietet die DigitalBolex zwei XLR-Eingänge (Phantomspeisung möglich). In diesem Testvideo kann man sich ein Bild von der D16 machen.

Weitere Informationen gibt es bei Digitalbolex

 

Apertus – The Open Source Camera

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“The goal of the Apertus project is to create a powerful, free (in terms of liberty) and open cinema camera that we as filmmakers love to use. The idea of using an Elphel camera for this particular purpose was born in 2006, found many followers over the years and ultimately resulted in this community driven project entitled “Apertus”.

 

Das Apertus Projekt ist noch eine Designstudie, aber anscheinend soll Ende 2012 eine Kickstarte Kampagne gestartet werden.
Es sind nur sehr wenige Informationen zum Projekt bekannt. Aber die Kamera heißt Axiom.
Filme werden in 4 K mit einem Super 35 mm Sensor in RAW aufgenommen. Der Kontrastumfang soll 15 Blenden umfassen. Weitere Informationen gibt es hier.

 

Ikonoskop A-Cam dII

Ikonoskop wurde von den schwedischen Filmemachern Gören Olsson und Daniel Jonsäter 1999 gegründet. Sie wollen Kameras herstellen, die genau auf ihre Bedürfnisse eingehen.
Die A-Cam dII nimmt RAW Sequenzen mit einer Auflösung von 1966 x 1092 Pixeln auf. Die Hersteller geben einen Kontrastumfang von 11 Blenden an. Die native ISO liegt bei 200 ASA. Objektive können mit IMS mount angeschlossen werden.
Andere Mounts können mit Adapter angeschlossen werden.

 

Beim Design haben sich die Hersteller an alten 16 mm-Kameras orientiert. Die Kamera sollte möglichst robust und klein sein.

Der Body mit IMS-mount kostet ca. 7700€.
Weitere Information über die A-Cam dII gibt es bei Ikonoscop.

 

Fazit

Die Kameramodelle und Konzepte sind sehr unterschiedlich, es ist schwer, hier das Richtige zu finden.
Die Blackmagic Cinema Camera ist wahrscheinlich durch den Formfaktor die Flexibelste (sehr individuelle erweiterbar). Durch die geringe Größe ist sie aber wahrscheinlich auch ungeeignet für Aufnahmen ohne Hilfsmittel aus der Hand (das kennen wir ja bereits von den Dslrs).
Die A-Cam dII ist gerade durch den Formfaktor wahrscheinlich sehr gut für Aufnahmen aus der Hand geeignet. Durch den Viewfinder wird die Kamera am Kopf stabil gehalten.
Wir sind gespannt, wie sich der Kameramarkt neben den typischen Camcordern und HDDslrs weiterentwickeln wird.
Dennoch sollte man nicht vergessen, dass die Kamera nur ein Werkzeug ist. Das Bild oder den Film macht immer noch die Person hinter der Kamera.

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