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Datensicherung

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Eines der wichtigsten Elemente der digitalen Fotografie und Videografie ist die Datensicherung. Vielleicht kennt ihr dieses Szenario. Ihr habt ein Foto- oder Filmprojekt abgeschlossen und die Daten liegen sicher auf eurer externen Festplatte. Jetzt gibt die externe Festplatte den Geist auf und alle Bilder und Filme sind verloren. Backup gemacht? Wahrscheinlich nicht, bis jetzt ist ja auch nichts passiert. Datenverlust im privaten Bereich ist ärgerlich, im professionellen Bereich ist man schnell viel Geld los und die Existenz ist bedroht.
In diesem Artikel wollen wir euch unserer Datenmanagementsystem vorstellen. Wir werden unter anderem folgende Fragen beantworten:
•    Was passiert nach den Aufnahmen mit den Daten?
•    Wie können die wertvollen Daten langfristig gesichert werden?
•    Welches Equipment setzen wir zur Datensicherung ein?

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Redundanz
Ein wichtiges Stichwort bei der Datensicherung ist Redundanz. Redundante Daten sind mehrmals vorhanden, es besteht also eine digitale Kopie. Wichtig ist hier, dass die Daten physisch an verschiedenen Stellen sind. Das bedeutet z. B., Datei 1 ist auf der internen Festplatte und Datei 1 Kopie ist auf der externen Festplatte. Wenn nun die interne Festplatte defekt ist, dann kann man die Datei von der externen Festplatte wiederherstellen.
Oft hört man bei Datensicherung von RAID-Systemen (Redundante Anordnung unabhängiger Festplatten). Hauptsächlich ist ein RAID eher ein Hochverfügbarkeitssystem. Die Daten müssen zur jeder Zeit verfügbar sein. Die Daten werden zwar je nach RAID-System auch gespiegelt, befinden sich aber real nur an einem Platz. Ein Festplatten-RAID-System ist in der Regel ein Gehäuse mit mehreren Festplatten und einem Raidcontroller. Wenn nun das Zimmer, in dem das  Raidsystem steht, brennen würde, dann wäre die Spiegelung wirkunglos. Wir wollen hier nicht näher auf das RAIDsystem eingehen. Wenn ihr mehr über Raidsysteme lesen wollt, dann sucht euch am besten den Wikipedia-Artikel.

Um die Daten gegen höhere Gewalt zu sichern, lagert man die Daten und die Kopie an unterschiedlichen Standorten.

Unterschiedliche Zeitpunkte
Wer kennt das nicht? Man überspeichert versehentlich eine Datei, möchte aber die ursprüngliche Datei haben. Hierfür braucht man Backups zu unterschiedlichen Zeitpunkten (Datei Kopie Tag 1, Datei Kopie Tag 2, Datei Kopie Tag 3). Dieses Speichersystem ist sehr aufwändig und man muss sehr diszipliniert sein. Daher haben sich viele Hersteller mit dieser Backup-Art beschäftigt. Eines der bekanntesten Backupprogramme ist TimeMachine von Apple. Hier werden nur die Änderungen einer Datei gesichert und man kann zu verschiedenen Zeitpunkten der Datei zurückkehren. Dieses System nennt man auch inkrementelle Datensicherung.

Komplett Sicherung / Inkrementelle Sicherung
Bei der inkrementellen Sicherung werden nur die Änderungen seit der letzten Datensicherung gesichert. Hier spart man gegenüber der Komplettsicherung Speicherplatz, da eben nur die Veränderungen bei einem Sicherungsvorgang gesichert werden. Ein Nachteil der inkrementellen Sicherung ist die Komplexität. Je mehr Daten man hat und auch oft an verschiedenen Projekten gleichzeitig arbeitet, verliert die Übersicht über die geänderten Dateien. Man kann praktisch nicht mehr von Hand inkrementell sichern und braucht ein Programm (wie zum Beispiel TimeMachine).
Bei einer kompletten Sicherung, wird bei jedem Sicherungsvorgang die gesamte Festplatte gespiegelt und somit eine Eins-zu-eins-Kopie erstellt. Diese Sicherungsart benötigt sehr viel Speicherplatz, wenn man eine Festplatte mit 3 Terabyte sichern möchte, dann braucht man natürlich auch eine 3 Terabyte Sicherungsplatte.

Soviel zur Theorie der Datensicherung. Jetzt stellen wir euch unser System der Datensicherung vor.

Datensicherung von die lichtfänger
Unser System basiert auf der kompletten Datensicherung. Wir teilen unsere Datensicherung in drei Teile: Produktion, Postproduktion und Archiv.

Produktion
Bei einem Film- oder Fotoauftrag haben wir eine Backupstation. Diese Backupstation basiert auf einem Notebook, einem CF-Kartenleser und zwei mobilen Lacie 1TB Festplatten. 1 TB reicht in der Regel für die meisten Film- und Fotoprojekte.
Eine volle CF-Karte aus der Kamera wird auf beiden Lacie Festplatten gespeichert. So haben wir schon einmal ein Backup.

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Postproduktion
Nach dem Dreh wieder zurück im Büro, wird auf unserem Büro-Computer ein Projekt angelegt und alle Daten vom Dreh oder Shooting werden auf die interne Festplatte kopiert. Die Daten des Projekts sind nun dreifach gesichert.

Wir sichern die Daten der internen Festplatten einmal wöchentlich. Die Daten von der Projektplatte werden auf eine 3TB Festplatte gespiegelt. Wir haben somit auch unsere gesamte Arbeit am Projekt gesichert. Für uns hat sich die wöchentliche Sicherung als sinnvollste Sicherung bewährt. Eine tägliche Sicherung würde viel zu viel Datenvolumen generieren. Die Rohdaten sind nun vierfach gesichert und die Projektdaten zweifach.

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Archiv
Wenn das Projekt abgeschlossen ist, wird das finale Projekt auf zwei separaten Festplatten gespeichert. Nach einiger Zeit werden dann die Daten auf den mobilen Platten gelöscht.

Wir lagern unsere wöchentlichen und finalen Sicherungsplatten in zwei separaten B&W-Koffern.

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Folgendes wird für unser Datensicherungssystem benötigt:
WD GreenCaviar 3TB (mind. 2 für die Spiegelung)
Sharkoon SATA Quickport Firewire
Lacie Rugged 1TB
Hama TravelDrive Speicherkartenleser (Firewire)
B&W Outdoor Case
– Ein Notebook

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