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Datensicherung mit Synology

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Wie schnell die Zeit vergeht. Das Jahr 2017 hat sich eigentlich schon wieder erledigt. Ich hatte in letzter Zeit so viel zu tun, dass ich mich überhaupt nicht mehr um den Blog kümmern konnte. Ich habe zwar noch viele Artikel in der Vorbereitung, aber bis alle fertig geschrieben sind, die Bilder gemacht wurden und der Artikel schließlich online ist, vergehen schnell ein paar Wochen oder Monate. Ich versuche aber den Blog weiterhin aktuell zu halten.

In unserem Artikel Datensicherung haben wir euch ja bereits die Wichtigkeit der Datensicherung erläutert. Drei Jahre sind wir mit unserem bisherigen System gut gefahren. Ende 2014 haben wir uns entschieden, unser Backup-System umzustellen.
Die Ansprüche an unser System haben sich geändert, mittlerweile haben wir fast jedes Jahr einen Praktikanten. Unsere Praktikanten werden sehr schnell in Projekte eingearbeitet und können uns beim Schnitt und bei Animationen unterstützen, daher wurde ein Datenserver immer wichtiger. Davor musste man mühsam über Dropbox, eine externe Festplatte oder per Airdrop die benötigten Daten austauschen.
Mittlerweile haben wir fast Ende 2017 und wir hatten daher etwas Zeit, uns mit dem System Vertraut zu machen und die Vor- und Nachteile hautnah zu erleben.

Ansprüche an das neue System

Wir hatten folgende Ansprüche an das neue System:
– Datensicherheit
– Hohe Verfügbarkeit der Daten
– Genug Speicherplatz
– Serverbetrieb (Webzugriff, Fileserver)
– Erweiterbarkeit
– Mehrere Benutzer mit unterschiedlichen Rechten

Nach Rücksprache mit unserem Systemadministrator haben wir uns für das NAS von Synology entschieden. Ein NAS ist eine Network Attached Storage. Also praktisch ein kleiner Server. Es gibt ein paar Unterschiede zu einem klassischen Server, aber auf diese werden wir hier nicht näher eingehen.

Synology DS1815+

Das Synology DS1815+ bietet Platz für 8 Festplatten und wem diese nicht reichen, der kann ein weiteres Modul von Synology (z. B. DX513-Expansionseinheit) zusätzlich zum DS1815+ verwenden.
Die Installation der Festplatten ist sehr einfach. Man entriegelt das Fach und montiert (ohne Schrauben) eine Festplatte und verschließt das Fach wieder. Wir verwenden derzeit 7 Datenträger mit jeweils 6GB in der Synology. Die Festplatten sind als RAID6 angelegt. Wir haben damit eine Kapazität von ca. 27 TB und somit erstmal genug Speicherplatz für unsere Projekte. Bei uns sind die meisten Projekte noch in 1080p, wer fast nur auf 4K dreht, der sollte sich evtl. gleich nach einem größeren System umschauen.

DSM von Synology

Der DiskStation Manager ist praktisch das Betriebssystem des NAS. Es ist übersichtlich und man kann es fast wie ein „normales“ Betriebssystem benutzen. Im DSM kann man Benutzer anlegen, das Volumen auf Konsistenz überprüfen und viele mehr. Die Installation ist sehr einfach und übersichtlich.

Online Zugriff

Man kann auch Online auf das NAS zugreifen und muss nicht im gleichen Netzwerk sein. Hierfür kann man entweder einen DNS-Server verwenden oder das Synology QuickConnect.
Über den DNS Server sieht man das NAS immer als Netzwerkfestplatte, auch wenn man nicht im gleichen Netzwerk ist. Der Zugang mittels QuickConnect erfolgt über den Browser und man kann dann in einer Weboberfläche durch das NAS navigieren.

Die Arbeit mit dem DS1815+

Die tägliche Arbeit mit dem Synology NAS ist einfach, einmal initialisiert, taucht sie als normale Netzwerkfestplatte beim Arbeitsrechner auf und man kann je nach Rechten auf unterschiedliche Daten zu greifen.
Wir machen unsere Postproduktion nicht auf dem Server per Netzwerk sondern immer Lokal auf einem Rechner, die Datenmengen für den Serverbetrieb sind einfach zu hoch. Kleine nachträgliche Änderungen bei einem Video machen wir auf dem Server.

Probleme beim DSM-Update

Man sollte regelmäßig auch ein Update vom Betriebsystem machen und dieses auf einer separaten Festplatte (keine Synology-Platte) oder in der Dropbox sichern. Wir hatten zweimal Probleme beim DSM-Update. Das Update wurde nicht abgeschlossen und das System konnte dann nicht mehr gestartet werden, wir mussten dann die Synology komplett neu aufsetzen, die Daten gehen hierbei nicht verloren. Aber alle anderen Einstellungen (Rechte, Benutzer, etc.) muss man wieder mühsam rekonstruieren. Wir haben noch nicht herausgefunden, warum das System-Update so einen Fehler produziert hat.

Sicherung der DSM-Daten

In der Systemsteuerung unter dem Punkt „Aktualisieren&Wiederherst.“ gibt es den Tab „Sicherung der Systemkonfiguration“. Hier kann man das DSM sichern. Bei der Sicherung wird automatisch eine Datei heruntergeladen. Mit dieser Datei kann man das System bei einem Ausfall wieder herstellen.

Fazit

Mit dem Synology DS1815+ hat man eine verlässliche Datensicherung und einen kleinen Server. Installation und Rechtevergabe sind einfach. Ansicht gibt es nicht mehr zu sagen, das Synology ist nicht wirklich spektakulär, es ist einfach ein kleiner Server, der seine Arbeit macht.

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