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Kamerakran – DSLR Devices und Kessler Crane

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Kräne werden sehr oft im Filmbereich eingesetzt, da sie spektakuläre Kamerafahrten ermöglichen. Wir können zum Beispiel ganz nah am Boden bei der Perspektive einer Ameise beginnen und dann mit dem Kran nach oben fahren und die Totale enthüllen. Ein fahrbarer Kran eröffnet einem noch mehr Möglichkeiten. Viele werden jetzt sagen, es gibt doch Gimbals und ich kann mit einem Gimbal auch eine Kamerafahrt bodennah beginnen und auf Kopfhöhe enden. Viele vergessen aber hierbei, dass ein Gimbal auch nur ein weiteres Werkzeug ist und die Aufnahmen mit einem Gimbal einen anderen Look haben als die Aufnahmen mit einem Kran. Viele vergessen außerdem, dass man den Gimbal inkl. Kamera und evtl. Remote Follow Fokus für mehrere Minuten oder Stunden vor seinem Körper ohne zusätzliche Unterstützung halten muss. Hier werden auch 4kg relativ schnell zu schwer. Ein EasyRig kann hier unterstützen, man ist aber wieder deutlich mehr eingeschränkt.  Mit einem Kran kann man deutlich länger Drehs ohne Ermüdung des Kameramanns durchziehen.

Wenn ihr mehr zu Kränen und Stativen erfahren wollt, dann haben wir den passenden Artikel für euch: Stative und Stabilisierungssystem.  In diesem Artikel wollen wir aber nicht generell auf Kräne eingehen, sondern euch zwei unterschiedliche Systeme vorstellen.  Zum einen eine etwas günstigere Lösung und eine Professionelle.

DSLR Devices Crane

Die Erfinder von DSLR Devices, wollten einen kleinen handlichen Kran für kleine DSLRs, den man immer dabei haben kann und der schnell aufgebaut ist. Früher war der Kran noch über DSLR-Devices bestellbar, mittlerweile wird der kleine Kran über Genustech verkauft.

Der Kran ist wirklich mit wenigen Handgriffen aufgebaut. Man steckt die einzelnen Segmente einfach ineinander und befestigt den Kran auf einem Stativ. Dann braucht man nur noch eine Kamera und natürlich Gegengewichte (handelsübliche Hantelgewichte). Der Kran tut genau das was er soll. Leider sind wir vom Gewicht sehr limitiert. Eine 550D oder 7D mit einem kleinen Objektiv (Sigma 18-35mm) ist kein Problem, bei einer 5D mit 24-70mm + Mikro wird es schon grenzwertig. Man sieht deutlich, dass sich die Kranstangen durchbiegen. Durch die verschiedenen Segmente ist der Kran auseinandergebaut klein und handlich, verliert aber im zusammengebauten Zustand an Stabilität. Dadurch verwackeln viele Aufnahmen, da der Kran immer leicht nachschwingt.

Für den Preis von knapp 400€ ist der DSLR Devices Crane fast unschlagbar, wenn man den DSLR Devices Kran nicht überlastet, dann tut er seinen Dienst, man kann den Kopf des Krans sogar nach oben oder unten Schwenken, wenn man gleichzeitig am Stativkopf nach oben oder unten schwenkt.

Wer etwas mehr Stabilität benötigt, der könnte sich den KC-Lite 8.0 von KesslerCrane anschauen. Der Kran von Kessler ist unwesentlicher teuer, sollte aber deutlich mehr Stabilität bieten. Wir können hier nicht alle Modelle aufzählen, da es sehr viele kleine Kräne auf dem Markt gibt. Man kann sich aber im Internet schlau machen und viele Reviews über die sogenannten Pocketjibs finden.

Kessler Crane KC-8

Wer dagegen plant, einen zukunftssicheren Kran zu kaufen, der sollte sich für einen deutlich größeren Kran entscheiden. Man wird nicht immer mit DSLRs oder spiegellosen Kameras drehen wollen. Wir haben auch den Schritt zu einer richtigen Filmkamera der C300 gemacht. Die C300 mit Objektiv + Baseplate + evtl. FollowFokus kommt schnell auf 6 bis 8kg. Hier reicht kein kleiner PocketJib mehr aus. Wir haben uns für einen Kran von Kessler Crane entschieden. Der KC-8 passt noch gut in einen Golf und ist relativ schnell zusammengebaut. Der Kran wird von einem Kessler Heavyduty Stativ getragen.

Im nächsten Schritt wird der Kran fernsteuerbar gemacht. Wenn die Kamera sehr hoch über dem Boden ist, dann kann man sie nicht mehr bedienen, daher braucht man eine Fernsteuerung für die Kamera. Eine weitere Erweiterung ist ein sogenannter Remotehead. Der gesamte Kopf des Krans wird durch Motoren fernsteuerbar gemacht. So kann man nicht nur die Höhe des Krans regulieren, sondern auch den Kopf mit der Kamera drehen oder neigen. Remoteheads für große Kameras sind nicht unbedingt günstig und man kann hier schnell mehrere Tausend Euro ausgeben.

Fazit

Mit einem Kamerakran könnt ihr die Kamerafahrten machen, die mit einem Gimbal nicht möglich sind. Aber beide System lassen sich auch kombinieren, man kann nämlich einen Gimbal auch an einem Kran verwenden.
Vor dem Kauf solltet ihr eure Kamera mit Zubehör wiegen und noch etwas Puffer einberechnen, dann könnt ihr euch für einen passenden Kran entscheiden.

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