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Sekundäre Farbkorrektur

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In zweiten Teil zur Farbkorrektur geht es um die sekundäre Farbkorrektur. Wer den ersten Teil primäre Farbkorrektur noch nicht gelesen hat, der sollte dies für diesen Artikel noch schnell machen.
Bei der sekundären Farbkorrektur befasst man sich mit speziellen Dingen im Bild, man ändert nur eine Farbe, man fügt einen Verlauf im Himmel dazu oder man macht eine komplette Vignette um das Bild. Einige Bearbeitungsschritte müssen bereits beim Dreh geplant werden. Falls ich später im Schnitt ein Fenster in einem Raum nicht ausgebrannt haben möchte, dann muss ich darauf achten, dass das Fenster richtig belichtet ist. Meistens wird dann der Raum zu dunkel, hier muss man dann natürlich mit Licht arbeiten, um die gewünschte Stimmung zu erhalten. Mit einer DSLR in h.264 wird man sich hier etwas schwerer tun, weil einfach nicht genug Informationen in das Bild geschrieben werden. Mit der BlackMagic Pocket kann man hier deutlich besser arbeiten.

Ein wichtiger Bestandteil der sekundären Farbkorrektur sind Bildmasken. Wir werden in diesem Artikel speziell auf diese Masken eingehen. Schattenfärbung und dem Bild einen Look geben ist mehr beim Thema Color Grading und weniger Farbkorrektur. Wir werden in einem eigenen Color Grading-Artikel dieses Thema näher beleuchten.
Mit einer Bildmaske kann man in der Farbkorrektur das Fenster im Raum separat bearbeiten. Die meisten Schnittprogramme unterstützen Masken (4-Punkt Masken oder 8-Punkt Masken oder Masken mit freier Form). Man legt dann eine Maske um das Fenster, so ist gewährleistet, dass man mit der darauffolgenden Farbkorrektur nur das Fenster bearbeitet. Das übrige Bild bleibt unverändert. Bei einem Fenster kann man in der Regel mit einer einfachen Bildmaske arbeiten, hier reicht in der Regel eine 4- oder 8- Punkt Maske.

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Falls sich der Bildausschnitt ändert, muss sich natürlich auch die Maske verändern. Hier kommen Bewegungstracker ins Spiel. Die Schnittsoftware muss dann berechnen, wohin sich das Fenster beim Bildausschnitt bewegt und die Maske dementsprechend anpassen. Früher musste man hier umständlich in eine Effektprogramm wie AfterEffects wechseln oder womöglich die Maske Bild für Bild per Hand anpassen. Premiere Pro CC 2014 und Premiere Pro CC 2015 unterstützen dieses Maskentracking und machen den Workflow noch einmal schneller.

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Schwierige Kamerafahrten und Masken muss man aber fast immer noch von Hand anpassen. Man kann den Tracker eine grobe Maskenverfolgung erstellen lassen, aber oft liegt der Tracker bei ein paar Bildern falsch, diese müssen dann noch von Hand fein justiert werden. Wenn man aber zum Beispiel nur die Augen oder das Gesicht von einem Menschen bearbeiten möchte, dann braucht man in der Regel Freiform-Masken. Man zeichnet dann einen Pfad um das Gesicht des Menschen und da sich Menschen in der Regel bewegen muss man diese Maske immer tracken lassen.

Wir können die Maske aber noch weiter einschränken, wenn wir nur die Hauttöne im Gesicht anpassen wollen und nicht das ganze Gesicht, dann kann man über die Farbwerte nur den Hautton auswählen. Hierzu stehen verschiedene Auswahlmodi zu Verfügung (HUE, Luminanz, Farbton).

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Die Maske kann man dann noch weiter verfeinern über den Maskenrand und die Toloranz. Der Maskenrand kann etwas weicher gemacht werden, so fällt die Bearbeitung nicht auf. Über die Toleranz kann man noch weiter steuern, welche Farben von der Maske aufgenommen werden sollen. Mit dem Anpassen der Maske muss man sich in der Regel etwas länger beschäftigen bevor man ein gutes Ergebnis hat, oft sind kleinste Änderungen entscheidend. Wenn man die Bearbeitung übertreibt, dann kann es sein, dass man die Bearbeitung sieht. Hier ist das Ausgangsmaterial auch entscheidend, das RAW-Material von BlackMagic-Kameras oder eine RED lassen sich besser bearbeiten, als das Material von einer 5D in h.264.

Andere Bildanpassungen, wie den Himmel dunkler machen oder einen Verlauf hinzufügen, funktionieren analog. Maske und Farbbereich wählen und dann den Bereich wie gewünscht anpassen.

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In der sekundären Farbkorrektur kann man das Bild mit Masken genauer bearbeiten und so den Film ganz bestimmt und etwas subtiler beeinflussen. Wie immer gilt, weniger ist mehr. Sobald eine Bearbeitung zu sehr ins Auge springt und den Zuschauer ablenkt, sollte man die Korrekturen etwas zurücknehmen. Die Farbkorrektur soll den Film und die Geschichte unterstützen und nicht sofort ersichtlich sein.

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