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SmallHD 501

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Heute stellen wir euch den kleinen SmallHD 501 Kameramonitor vor. In unserem Artikel Kameramonitor haben wir euch ja bereits die Notwendigkeit eines externen Monitors erläutert.

Überblick

Der SmallHD 501 hat ein 1080p Display mit einer Pixeldichte von 441dpi. Ihr könnte das Display ungefähr mit einem Smartphonedisplay vergleichen. An sich hat der komplette Monitor auch ungefähr die Dimensionen eines Smartphones, natürlich etwas dicker und schwerer. Die Navigation des Monitors geschieht über einen Joystick und einen Button. Der 501 ist die reine HDMI-Version des Monitors und bietet zwei HDMI-Anschlüsse (Eingang und Ausgang). Wer zusätzlich noch SDI braucht, der muss zum teureren 502 greifen. An der Unterseite hat der Monitor noch einen Kopfhörer- und einen USB-Anschluss. Über eine SD-Karte können Firmwireupdates und LUTs geladen werden. 1/4Zoll-Anschlüsse gibt es unten und an der Seite und hinten unter den HDMI-Anschlüssen. Über die typischen LP-E6 Akkus wird der Monitor mit Strom versorgt, über einen Adapter kann man aber auch DTap verwenden. Der Monitor bootet sehr schnell und ist nach ca. 3 Sekunden nach dem Einschalten einsatzbereit, das ist wirklich flott.

Verarbeitung

Der Monitor macht auf den ersten Eindruck einen soliden Eindruck und hat eine angenehme Haptik. Ein stabiles Metallgehäuse schützt den Monitor, über dem Metallgehäuse ist ein griffiger Gummi. Die Knöpfe haben einen guten Druckpunkt und der Joystick funktioniert ohne Probleme und sehr genau. Der Stativanschluss auf der Rückseite ist aus Metall und man kann diesen auch austauschen. Auf den folgenden Bildern seht ihr den Monitor im Vergleich zum  SmallHD DP6

Bedienung

Man muss sich zunächst etwas an die Bedienung des 501 gewöhnen. Das Menü ist nicht unübersichtlich oder kompliziert, man kann aber mehrere „Tabs“ (Presets bei den älteren Modellen) verwenden und in diesen Tabs unterschiedliche Funktionskombinationen verwenden. Dies erscheint auf den ersten Blick erst einmal etwas kompliziert. Nach einer kurzen Lernphase kann man den Monitor aber sehr schnell bedienen und auch zwischen den einzelnen Tabs hin und herschalten.

In einem Tab kann man Funktionen (Waveform, Peaking, FalseColor, etc.) individuell hinzufügen. Bis zu 8 Tabs kann man verwenden. Man kann zum Beispiel in einem Tab den Waveformmonitor im Vollbildmodus verwenden und in einem weiteren Tab den Waveformmonitor in der rechten unteren Ecke. Gerade wenn man viele zusätzliche Funktionen bei der Belichtung und der Wahl des Bildausschnitts verwendet, kann man mit dem SmallHD 501 sehr gut arbeiten. Zusätzlich kann man in einem Tab jedes Tool noch weiter konfigurieren. Beim Peaking kann man zum Beispiel die Highlight Farbe und die Intensität einstellen. Beim FalseColor kann man noch zusätzlich eine IRE-Skala einblenden. Wir haben den SmallHD 501 mit drei verschiedenen Tabs verwendet. Auf dem ersten Tab lassen wir uns die Cropmarks anzeigen und haben zusätzlich das Peaking für die Fokussierung aktiviert. Auf dem zweiten Tab haben wir den FalseColor-Modus aktiviert und auf dem dritten Tab haben wir eine LUT geladen, damit man ungefähr das finale Bild beurteilen kann. Die Arbeit mit den verschiedenen Tabs geht schnell und am Ende vom Drehtag wollten wir diese Funktion überhaupt nicht mehr missen.

Funktionen

Der Monitor hat alle typischen Funktionen eines Kameramonitors, Peaking, Waveform, FalseColor, FrameGuides, AnamorphicSqueeze, Zebra, Vectorscope usw.

Die Funktionen des 501 sind wirklich umfangreich und durch die Tabs kann man diese auch sinnvoll kombinieren.  Die Kontrollmonitore haben wir euch ja bereits in unserem Artikel zu Kontrollmonitoren genauer erklärt, hier hat sich nicht wirklich etwas von der Funktionsweise geändert. Die Tools sind aber alle sehr genau und gerade die Arbeit mit dem FalseColor macht sehr Spaß. Zusätzlich zu den Kontrollmonitoren kann man beim SmallHD 501 noch LUTS laden. Heutzutage dreht man ja meistens mit LOG-Profilen oder wenn die Kamera kein LOG-Profil hat mit flachen Bildprofilen um so viel Bildinformationen wie möglich in der Nachbearbeitung zu haben. LOG-Profile sehen aber meistens sehr unschön unbearbeitet aus. Einige Kamerahersteller bieten die Möglichkeit, das LOG-Profil mit einer Kontrastkurve auf dem Monitor darzustellen, damit man das schlussendliche Bild besser beurteilen kann. Ohne diese Funktion sieht man auf dem Monitor nur ein sehr flaches Bild (kaum Kontrast, fast keine Sättigung). Mit einer LUT kann man dieses flache Bild in ein kontrastreicheres Bild umwandeln. Es kommt natürlich darauf an, welche LUT man verwendet. Beim SmallHD 501 kann man verschiedene LUTs laden und so ein für das Auge freundlicheres Bild betrachten. Mit verschiedenen LUTs kann man unterschiedliche Looks direkt auf dem Set ausprobieren und direkt das Licht anpassen, falls man bei einem Look in den Schatten zu wenig Zeichnung hat. Natürlich darf man die Möglichkeit von LUTs nicht als Allheilmittel sehen, man muss hier natürlich den Look des Films im Voraus genau bestimmt haben. Gerade bei vielen kleineren Produktionen ist dies nicht der Fall.

Fazit

Der SmallHD 501 ist ein hervorragender Monitor auf dem Set. Durch die handliche Größe kann man ihn fast überall an verschiedenen Kameras und Rigs verwenden. Als Regiemonitor ist der Monitor etwas zu klein, hier sollte man eher zu einem 6-7 Zoll Modell greifen. Günstig ist der Monitor nicht gerade und es gibt auch günstigere Modelle auf dem Markt.

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