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Speicherkartenmanagement

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Heute haben wir einen kleinen Tipp für euch auf dem Set.

Man braucht ein durchdachtes Speicherkartenmanagement – man sollte also genau wissen, welche Speicherkarte voll ist, welche leer ist, welche gesichert wurde und welche wieder gelöscht werden kann. Das hört sich zunächst etwas sinnlos an, weil man sich denkt, doch leicht den Überblick zu behalten. Wenn die Speicherkarte voll ist, dann nimmt man eine neue leere. Wenn man mit einer Kamera (zum Beispiel einer 5D) arbeitet, dann ist das auch nicht so ein Problem. Wenn man aber mit 4 Kameras und vier Kameramännern und unterschiedlichen Speicherkarten (SD, CF, MicroSD, etc) arbeitet, dann kann es deutlich schneller zu Verwirrungen kommen. Aus diesem Grund ist ein übersichtlicher Speicherkartenworkflow enorm wichtig auf dem Set.

Wir gehen noch kurz auf ein anderes Problem ein. Die Speicherkartenkapazität nimmt ständig zu und man könnte in die Versuchung kommen, einfach eine 128gb Karte zu kaufen und so die meiste Zeit mit einer Karte zu drehen. Für viele Drehs reicht die Kapazität einer 128gb Karte aus. Wir raten dennoch davon ab und lieber dazu, mehrere kleinere Karten zu verwenden. Falls es nämlich bei der 128gb Karte zu einem Fehler kommt und so die Daten kaputt gehen, dann sind alle Aufnahmen von einem oder sogar mehreren Tagen weg, wenn man mehrere kleinere Karten verwendet und hier mal eine kaputt gehen sollte, dann ist nur ein Teil der Aufnahmen verloren und nicht ein kompletter Dreh.

Speicherkartenworkflow

Kommen wir zum Eingangsproblem. Wir beschreiben euch jetzt unseren Workflow. Dieser muss nicht für jeden passen, kann aber als Anhaltspunkt dienen.

Wir haben alle unsere Speicherkarten beschriftet. Die Karten der BlackMagic Pocket heißen BMPCC I, BMPCC II, etc. Es handelt sich hier um 64GB SD-Karten von SanDisk (die Karten der BlackMagic Pocket sind etwas größer, da wir hier oft auch mit RAW drehen und so die Aufnahmen deutlich mehr Speicherplatz verbrauchen). Die Karten der 5D heißen 5D I, 5D II, 5D III, die Karten der C300, C300 I, C300 II. Für die C300 verwenden wir übrigens CF-Karten, die ausschließlich in der C300 verwendet werden.

Die jeweiligen Hüllen der Speicherkarten sind mit dem identischen Namen beschriftet. Jede Karte hat eine eigene Hülle.
Eine leere formatierte Karte wird mit der Beschriftung nach Oben in die Hülle gelegt. Der Name der Karte und der Name auf der Hülle sind beide zu lesen.

Die volle Karte aus der Kamera wird mit dem Namen auf der anderen Seite in die Hülle gelegt. Name der Karte und Name auf der Hülle befinden sich auf der gegenüberliegenden Seite und sind nicht gleichzeitig zu lesen. Diese Platzierung bedeutet auch, dass die Karte noch nicht gesichert wurde. Mit dieser Karte geht man nun an den Rechner und sichert die Karte.

Wenn man jetzt die Karte wieder in die Hülle legt, dann dreht man sie auf den Kopf. Kartenamen und Name auf der Hülle sind beide lesbar, die Karte steht aber auf dem Kopf. Das bedeutet, dass die Karte 1x gesichert wurde.

Im Rechner werden nun die Daten auf eine weitere Festplatte kopiert. Die Karte ist nun 2x gesichert und kann wieder formatiert werden. Es ist enorm wichtig, dass man die Daten mehrmals auf unterschiedlich physischen Medien sichert, nur so kann man sich vor kaputten defekten Festplatten und Datenverlust schützen. Nach dem Formatieren legt man die Karte wieder mit dem Namen nach oben in die Hülle. Der Name der Karte und der Name auf der Hülle sind beide zu lesen.

Wir haben noch eine weitere Sicherung eingebaut. Wir haben in unserem AirportSecurity Trolley ein Fach für volle Karten und ein Fach für leere Karten. So sieht man schnell, welche Karten bereits Material enthalten und welche noch verwendet werden können.

Dieser Workflow hört sich zunächst etwas kompliziert an, aber je strikter man sich daran hält, desto mehr Überblick behält man beim Dreh und beim Speicherkartenmangement.

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