Loading...

Tipps zum Filmen: Kamera-Check

Home / Allgemein / Tipps zum Filmen: Kamera-Check

Bei den letzten Tipps zum Filmen ging es um das Schwenken. In diesem Artikel geht es um die Kameraeinstellungen.
Was sollte man bei den Kameraeinstellungen beachten, bevor man anfängt zu filmen?
Wir beschränken uns in diesem Artikel nur auf die technischen Einstellungen der Kamera.

PictureStyle (DSLR)

dielichtfanger-Kameracheck-01
Wir drehen in der Regal bei den DSLRs mit dem Neutralen Picture Style.
Wir haben die Werkeinstellungen des Picture Styles abgeändert in 0, -4, -2, 0 (Diese Einstellungen wird von vielen Filmern empfohlen).
Das bedeutet: Die Schärfe bleibt bei 0, der Kontrast wird auf -4 gestellt, die Sättigung auf -2 und die Farbbalance bleibt bei 0.
Das Bild wird somit etwas flacher, aber gibt uns eine schöne Ausgangsbasis für die Nachbearbeitung.

Belichtungszeit

dielichtfanger-Kameracheck-01-Shutter
Wir drehen mit einem 180° Shutter. Das bedeutet man dreht mit der doppelten Belichtungszeit zur Framerate. Wenn man also mit 25p dreht, dann stellt man der Shutter auf 1/50. Der 180° Shutter gibt eine sehr schöne Bewegungsunschärfe. In der Regel wir die Belichtungszeit bei uns nicht verändert.

Weißabgleich

dielichtfanger-Kameracheck-03
Wir stellen den Weißabgleich immer mit den Kelvinwerten ein.
So kann man den Weißabgleich viel genauer bestimmen und auch von feiner justieren.
Wenn man zum Beispiel einen Arri 650 Fresnel Scheinwerfer dimmt, dann wird die Lichttemperatur wärmer. Der Weißabgleich von 3200K würde also zu einem warmen Bild führen. Des wegen könnten man hier den Weißabgleich der Kamera etwas herunterregeln.

ISO

dielichtfanger-Kameracheck-01-ISO
Die ISO bestimmt die Grundhelligkeit und mit welcher Blende man arbeiten kann.
Wir versuchen die ISO natürlich so gering wie möglich zu halten, damit das Bild nicht zu viel rauscht. Wir arbeiten in der Regel mit zusätzlichem Licht, deswegen sind wir sehr flexibel bei der ISO. In der Regel arbeiten wir bei Indooraufnahmen zwischen 400 und 1250.

Blende

dielichtfanger-Kameracheck-01-Blende
Die Blende bestimmt nicht nur, wie viel Licht auf den Sensor trifft, sondern auch die Schärfentiefe.
Eine große Blende (z. B. f1.8) ergibt in der Regel eine geringe Schärfentiefe, eine kleine Blende (z. B. f8) eine große Schärfentiefe. Bei Interviews versuchen wir die Blende zwischen 2.8 und 5.6 zu halten.

Szenario
Wir wollen ein Person in einem Raum filmen.
Wir stellen den Picture Style auf Neutral, die Belichtungszeit auf ein 1/50, den Weißabgleich auf 5000K (Der Raum wird nur durch Tageslicht beleuchtet), die ISO auf 600. Wir wollen mit einer Blende von 2.8 drehen um die Person vom Hintergrund abzuheben. Der Belichtungsmesser der Kamera sagt uns jetzt, dass das Bild unterbelichtet ist.
Jetzt haben wir folgende Möglichkeiten:
– Wir können die Blende etwas weiter öffnen auf 1.8
– Wir können die ISO erhöhen auf 1200
– Wir können die Person näher zum Licht stellen

Wir wollen ISO und Blende nicht verändern, daher stellen wir die Person näher zum Licht.

Randnotiz
:
Falls ihr ein Mikrofon auf der DSLR verwendet, dann kontrolliert ob das Mikrofon auch eingeschaltet ist. Wenn das Mikrofon an der Kamera angeschlossen ist, jedoch ausgeschaltet ist, dann nimmt die Kamera keinen Ton auf.

Weitere Tipps zum Filmen gibt es hier:
Tipps zum Filmen: Richtig Schwenken 
Tipps zum Filmen: ND-Filter
Tipps zum Filmen: 3-Shots
Tipps zum Filmen: NLE-Projektorganisation 

Comments(0)

Leave a Comment