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DLF Businesswissen Filmemacher Blog haben

Business-Wissen für Filmemacher: EINEN BLOG HABEN

In diesem Artikel möchte ich euch erklären, warum ich einen Blog habe und warum ich es jedem Selbstständigen auch empfehlen kann, selbst über seine Erfahrungen in einem Blog zu schreiben. 

Inhaltsverzeichnis

Einführung

Zu Beginn dieses Blogs vor ca. 10 Jahren, wollte ich einfach mein vorhandenes Equipment testen und über Affiliate-Links ein kleines Nebeneinkommen generieren und evtl. damit weitere Artikel finanzieren. Es kostet ja schon eine Menge Zeit die Artikel zu schreiben. 

Hier war ich aber auf dem Holzweg, mittlerweile bin ich der Meinung, dass das Hauptziel von einem Blog nicht das Affiliate-Marketing sein sollte. Es kann ein untergeordnetes Nebenziel sein, aber nicht das Hauptziel. Das gilt meiner Meinung nach auch für Vlogs. 

In Zeiten von Youtube muss ich auch sagen, dass sich die Affiliate-Geschichte für mich nicht wirklich lohnt. Die meisten Reviews finden mittlerweile einfach auf Youtube statt und gegen Youtube möchte ich überhaupt nicht konkurrieren. Der Blog wirft über Affiliate-Links etwas Geld ab, aber meine Zeit ist damit nicht wirklich bezahlt. Aber mir geht es auch nicht mehr um die Generierung von Affiliate-Links. 

Ich lese selber gerne Blogartikel

Erfahrungen teilen

Mittlerweile schreibe ich den Blog, weil ich selber gerne Blogartikel von anderen Kameraleuten, Cuttern, Beleuchter oder Filmemacher lese. Erfahrungen sind für mich das A und O. Wie wurde ein spezifisches Problem gelöst, was gab es sonst noch für Erfahrungen. Klar, das gibt es auch bei Youtube, aber nur bei sehr wenigen Leuten ist das auch wirklich authentisch und auch für mich hilfreich. Vor allem geht es meistens auch immer nur um die Technik und nicht, wie man Filme macht. 

Youtube *gähn*

Ich schaue auch immer weniger Equipment-Reviews, weil es schlussendlich fast egal ist, mit welchem Equipment man arbeitet. Viele Equipment-Reviews der meisten Youtuber sind einfach nur bebilderte Spec-Listen vom Hersteller. Hier werden oft einfach nur die Hard-Facts heruntergebetet und mit „Cinematic B-Roll“ unterlegt…. *gähn*

Keiner dieser YouTuber scheint überhaupt mit den ganzen Sachen zu arbeiten. Wie auch? Man bekommt ein paar Wochen vor dem Release eine Lampe, Objektiv oder Kamera und kann diese dann testen. Viele gehen jetzt mit den Sachen raus und filmen irgendwelche Blumen, Flüsse, Bäume oder wie sich der Partner innerhalb von Blumen, Flüssen oder Bäumen bewegt. Ich habe das ja auch nicht anders gemacht, bei ein paar Equipment-Artikeln. 

CaseStudies

Viel wichtiger wäre aber ein konkretes Filmprojekt, zum Beispiel ein Produktfilm, oder ein Werbefilm. Hier könnte man dann viel besser sehen, wie man das Testequipment einsetzt und es in seinen normalen Workflow integrieren kann. Zum Testzeitpunkt haben aber viele Youtuber überhaupt kein konkretes Filmprojekt. Viele machen ja nur Youtube … 

Hier fehlt mir einfach die persönliche Erfahrung der YouTuber mit dem Equipment. Eine Liste der Spezifikationen habe ich in 20 Sekunden gelesen, dafür brauche ich kein 10 Minuten Youtube Review.

Eigener Youtube-Channel

Ich habe natürlich schon öfters überlegt, ob ich ein paar Dinge auch auf Youtube erklären will, aber so recht reizt es mich nicht. Hier und da mache ich einen Film, aber ich bleibe einfach immer lieber beim Blog.

Mich nerven auch, dass man die typischen Klickbait-Titel oder Thumbnails bei seinen Videos haben muss, wenn man gefunden und geklickt werden will. Daher ist es auch so schwierig, bei Youtube wirklich guten Inhalt zu finden, weil der Algorithmus diesen ganzen oberflächlichen Content nach Oben schiebt. Mit Technik-Reviews kann Google dann halt doch mehr Geld verdienen, also mit Erfahrungen vom Set. 

Sollte ich mich wirklich mal für Youtube entscheiden, dann werde ich meine Videos eher wie diesen Blog halten, also informativ und für viel langweilig. 

Eigene Recherche zahlt sich aus

Ich schreibe ja jetzt schon seit knapp 10 Jahren in diesen Blog. Es sind mittlerweile ca. 250 Artikel entstanden, das heißt ca. 25 Artikel pro Jahr. Das mag sich erstmal nicht viel anhören, aber ihr kennt ja viele von meinen Artikeln (und wenn nicht, dann checkt das Archiv). Viele meiner Artikel haben mehr als 2500 Wörter, manche sogar noch mehr und so einen Artikel schreibt man nicht mal schnell. So etwas muss gut recherchiert und strukturiert sein. In meinem Artikel „Wie schreibt man einen Blog-Artikel“ habe ich euch ja schon erläutert, wie ich an das Schreiben herangehe und wie viel Zeit ich in die Recherche stecke. 

Ich schreibe auch wahnsinnig gerne diese Artikel und bekomme auch Feedback von meinen Lesern, dass sie die Artikel auch sehr gerne lesen und meinen Schreibstil mögen. So etwas hört man natürlich auch immer gern. 

Man kann sich mit dem Schreiben auch mehr Wissen aneignen. Wenn ich ein bestimmtes Thema in einem Blogartikel behandeln will, dann versuche ich ja zunächst eine Menge über das Thema zu lesen oder anzuschauen. Man bekommt hier ja auch immer viele kleine Tipps zu einem Thema oder ganz spezifische Erfahrungen, so steigert man sein Wissen in diesem speziellen Thema auch noch einmal. Man lernt einfach beim Schreiben. 

Sich als Experte outen

Mit einem Blogartikel zeigt man zusätzlich noch, dass man vom Fach ist. Viele Leser können ja auch Kunden sein und sie können sich hier schon einmal versichern, dass man auch wirklich Ahnung von dem hat, was man tut. Man braucht hier natürlich auch Referenzen von anderen Kundenprojekten, aber die gibt es ja in meinen Praxisbeispielen. Dies ist übrigens auch eine bekannte Methode aus dem Content-Marketing-Bereich.

Mehr die Kamera in der Hand haben

Ein weiterer angenehmer Nebeneffekt ist, dass man einfach wieder öfters die Kamera in der Hand hat. Oft ist es ja so, dass man als Filmemacher und Selbstständiger viel mehr mit administrativen Aufgaben im Arbeitsalltag zu tun hat und nur bei konkreten Jobs die Kamera noch in die Hand nimmt. 

Viele meine Artikel haben ja Produktbilder, oder kleine Videos. Diese muss ich natürlich auch immer alle erstellen. Durch die Blogartikel hat man einfach deutlich öfters eine Kamera in der Hand und kann auch mal wieder etwas neues Ausprobieren. 

Zusammenfassung

Ihr seht schon, es lohnt sich einfach einen eigenen blog zu haben.

Viele meine Artikel haben ja Produktbilder, oder kleine Videos. Diese muss ich natürlich auch immer alle erstellen. Durch die Blogartikel hat man einfach deutlich öfters eine Kamera in der Hand und kann auch mal wieder etwas neues Ausprobieren. 

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die lichtfänger Josef Sälzle
Josef Sälzle // Gründer und Filmemacher

Hi, ich bin Josef, Kameramann und Filmemacher.
Ich schreibe in meinem DIE LICHTFÄNGER Blog über Kamera– , Lichttechnik und über alles was das Filmemachen angeht.
DIE LICHTFÄNGER machen Imagefilme, Werbefilme und Produktfilme. Bei Fragen könnt ihr mir gerne eine Mail schreiben.

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