DLF 5 Tipps fürs Videomarketing

Filme in der Unternehmenskommunikation: 5 Tipps fürs Videomarketing

In diesem Artikel erfahrt ihr, warum ihr für euer Unternehmen Videos drehen solltet oder drehen lassen sollten. Wenn ihr noch mehr über Bewegtbild für eure Unternehmenskommunikation erfahren wollt, dann holt euch mein kostenloses E-Book: Filme für die Unternehmenskommunikation erstellen.

Inhaltsverzeichnis:

Einführung

Videos sind heute in der Unternehmenskommunikation nicht mehr wegzudenken. Die Social-Media Plattformen, wie YouTube, Instagram, LinkedIn oder TikTok wollen natürlich mit Inhalten gefüttert werden. 

Mittlerweile informieren wir uns auch komplett anders über neue Produkte oder Dienstleistungen. Früher hat man noch Fachartikel in Magazinen gelesen, heutzutage sucht man direkt bei YouTube nach einem Review (wenn man ein Gerät kaufen will), oder nach einer Anleitung (wenn man nicht weiß, wie das Gerät funktioniert). 

Es ist schon komisch, dass ihr diesen Artikel hier lest. Ich bin aber immer noch der Meinung, dass man keine reine Bewegtbildstrategie fahren, sondern möglichst mehrere Kanäle nutzen sollte. Bewegtbild und textliche Inhalte schließen sich auch nicht aus. Später in diesem Artikel erkläre ich euch, wie ihr Bewegtbildinhalte in textliche Inhalte oder andersrum verwandeln könnt. 

In meinem E-Book bekommt ihr noch mehr Fakten, warum Bewegtbild der Unternehmenskommunikation hilft und euch so mehr Kunden bringt. 

5 Tipps fürs Videomarketing

Tipp 1: Einfach anfangen – klein starten und dann erweitern

Du kannst an sich direkt mit dem Video drehen starten. Mittlerweile hat ja fast jeder ein Smartphone in der Tasche und mit diesem Smartphone kann man durchaus gute Videos machen. Falls du mehr über unterschiedliche Kamerasysteme wissen willst, empfehle ich dir meinen Kameras zum Filmen Artikel. Hier erfährst du alles über mögliche Kamerasysteme, sowie die jeweiligen Vor- und Nachteile. 

Tipp 1: Einfach anfangen – klein starten und dann erweitern

Du kannst an sich direkt mit dem Video drehen starten. Mittlerweile hat ja fast jeder ein Smartphone in der Tasche und mit diesem Smartphone kann man durchaus gute Videos machen. Falls du mehr über unterschiedliche Kamerasysteme wissen willst, empfehle ich dir meinen Kameras zum Filmen Artikel. Hier erfährst du alles über mögliche Kamerasysteme, sowie die jeweiligen Vor- und Nachteile. 

Welchen Mehrwert gibst du?

Überlege dir, welchen Mehrwert du deinen Zuschauern bieten kannst. Wenn du ein Produkt oder Service hast, könntest du dein Alleinstellungsmerkmal darstellen. Oder dokumentieren, wie dein Produkt hergestellt wird. Mit welchen Qualitätsstandards dein Produkt gefertigt wird, oder wie deine Produkte verpackt und ausgeliefert werden, wenn es sich hier um ein besonders spannendes Beispiel handelt (sehr aufwendige, liebevolle Verpackung, usw.)

Potentielle Kunden bekommen so einen Einblick in dein Unternehmen und sie sehen wie ihr arbeitet. Das schafft Vertrauen und Verbundenheit zu deinem Unternehmen/Marke. Stell dir vor, ein Freund empfiehlt dir einen bestimmten Wein, den er auf einem Weingut im Urlaub serviert bekommen hat und erzählt von der Führung, der Verkostung und mit wieviel Hingabe der Winzer seinen Wein herstellt. Würdest du diesen Wein auch mal gerne probieren wollen?

Beispiel aus der Praxis

Der Hersteller Aputure fährt auch seit ein paar Jahren eine Bewegtbildstrategie auf YouTube. Es werden auf diesem Kanal nicht nur die eigenen Produkte beworben, sondern auch konkrete Tipps zum Umgang mit Licht gegeben. So sieht der potenzielle Käufer direkt, wie man mit den Lampen in der Praxis umgeht und bekommt auch direkt das Ergebnis präsentiert. Das schafft Vertrauen in die Marke. Ich selbst verwende die Lampen von Aputure, weil mich viele der Videos überzeugt haben. Obwohl ich sagen muss, dass ich öfters mir auch die Lampen von Aputure geliehen habe, damit ich mir ein Bild davon machen kann, ob alles wahr ist, was in den Videos versprochen wird. Mittlerweile hat der Kanal von Aputure 275000 Abonnenten. 

Exkurs: Ich teile hier in meinem Blog ein Video von einem anderen Kanal, weil ich es ein sehr gutes Beispiel finde. Aputure hat mich natürlich nicht dazu aufgefordert, aber es passt einfach so gut als Beispiel. So müssen eure Videos sein.

2. Mit einer Strategie arbeiten

Ich produziere sehr viele Filme für kleine und mittlere Unternehmen. Hier fällt mir sehr oft ein großes Problem auf – eine fehlende Bewegtbildstrategie. Viele haben wahrscheinlich mitbekommen, dass man heutzutage Filme produzieren lassen sollte, weil sich ja viele der Kunden auf YouTube tummeln. In meinem Einführungsabsatz habe ich das ja auch schon erläutert. Jetzt lassen viele Unternehmen ein Video produzieren oder produzieren es selbst und laden den finalen Film dann auf YouTube (am besten noch  hoch und fragen sich, wo die versprochenen Käufer bleiben. 

Das Problem ist die fehlende Strategie und Reichweite von eurem Kanal. 

Strategie entwickeln und festlegen

Ihr müsste für eure Videos eine Strategie entwickeln. Das kann zum Beispiel ein Einblick in die Produktion sein. Evtl. durchläuft euer Produkt ja unterschiedliche Bearbeitungsschritte in der Produktion. Aus diesen Schritten könnte ihr je ein Video machen. Am Ende habt ihr dann den kompletten Produktionsprozess mit mehreren kleineren Videos dokumentiert. Diese könnt ihr dann bei YouTube hochladen (natürlich mit einem passenden Titel, Beschreibung und Tags versehen). Das Gleiche kann man natürlich auch mit Dienstleistungen machen. Wie sieht eure Konzeption aus? Wie findet ihr das passende Produkt für eure Kunden? Etc.  

Mit dem Upload ist es aber nicht getan. Danach geht es an die Verbreitung der Filme. 

3. Filme, Clips und Videos regelmäßig produzieren und teilen

In Punkt 2 habe ich ja euch schon ein konkretes Beispiel gegeben. Viele Unternehmen produzieren ein Video, laden es bei YouTube hoch und fragen sich dann warum dieses Video nicht angeschaut wird. 

Beim Verbreiten der Filme scheitern viele Unternehmen. Hierfür braucht man nämlich einen langen Atem. Es reicht in der Regel nicht, dass man den Film nach dem Upload noch bei Facebook oder Instagram teilt. Es werden zwar ein paar Leute diesen Post in ihrem Feed sehen, aber in unserer Informationsflut wird der Post schnell untergehen. 

Darüberhinaus wird auch nicht jedem meiner Follower der Post angezeigt. Hier entscheidet oft der Algorithmus der Plattform, wer den Inhalt zu sehen bekommt und wer nicht. 

Hier sollte man dran bleiben und den Film öfters teilen, aber nicht nur als simplen Post, sondern auch mit einem Mehrwert für den potenziellen Zuschauer. Mögliche Inhalte hierfür könnten sein:  

  • Was lernt er in diesem Video? 
  • Was kann er danach? 

Mit vielen von diesen Videos und Posts schafft man Sichtbarkeit bei seinem Kanal. Wenn der Inhalt des Videos jetzt auch noch so aufgebaut ist, dass er Gesprächsstoff schafft, hat man noch eine zusätzliche Interaktionsebene. Zuschauer können bei den SocialMedia-Plattformen ja nicht nur konsumieren, sondern auch aktiv Feedback über Kommentare geben. 

Wieviele Videos sollte man hochladen?

Wenn es nach dem Algorithmus von YouTube geht, dann sollte man am besten mehrere Videos pro Woche hochladen. In einem Jahr sammelt man so ca. 100 Videos auf seinem Kanal. Diese ganzen Videos müssen natürlich erst einmal produziert werden. Hier leider meiner Meinung nach die Qualität der einzelnen Videos. Ich vertrete die Meinung, dass wir nicht mehr Content brauchen, sondern besseren Content. 

4. Videos für unterschiedliche Social-Media-Plattformen aufbereiten

Im meinem Einführungsabschnitt habe ich ja schon kurz erwähnt, dass ihr eure Videos auf unterschiedlichen Kanäle und Plattformen teilen könnt. 

Ihr könnt zum Beispiel euren Film bei YouTube hochladen und zusätzlich dann Teile aus dem Gesamtfilm bei Instagram, TikTok oder LinkedIn teilen. So könnt ihr direkt mehrere Plattformen bedienen und habt nur einmal die Arbeit mit dem Erstellen des Films. Mit dieser Methode könnt ihr auch Zuschauerströme in bestimmte Richtungen lenken. Vielleicht wollt ihr ja all eure Zuschauer auf eurem YouTube-Kanal haben. Auf den anderen Kanälen gibt es dann immer einen Verweis zu YouTube. 

Die unterschiedlichen Social-Media-Plattformen haben unterschiedliche Anforderungen an eure Filme, weniger von der technischen Seite, sondern ganz klar inhaltlich. Videos auf YouTube können deutlich länger und detailliertes sein, da man sich auf dieser Plattform länger aufhält. Videos von Instagram oder TikTok sind deutlich kürzer, da hier die Plattformen für deutlich kürzere Aufmerksamkeitsspannen optimiert sind (z. B. kurz in der Warteschlange ein paar Stories anschauen). Ich persönlich finde diese Entwicklung natürlich nicht optimal, weil hier die einzelnen Filme nicht wirklich Wertschätzung erfahren. Aber so ist eben der Lauf der Dinge. Ihr könnte euch natürlich auch bewusst gegen so kurze Stories entscheiden. 

YouTube Videos 3 – 20 Minuten

YouTube Stories bis 60 Sekunden

Instagram Posts bis 1 Minute

Instagram IGTV 3 – 10 Minuten

Instagram Stories 10 – 30 Sek

Facebook Posts 3 – 20 Minuten

Facebook Stories bis 15 Sekunden

TikTok Videos 30 Sekunden bis 3 Minuten

Unterschiedliche Seitenverhältnisse (Bildformate)

Vor ein paar Jahren gab es das virale Video „Vertical Video Syndrome – VVS“. Hier wurde bereits humorvoll die Nutzung des Hochformatvideos parodiert. Das Video hat damals noch empfohlen nur in 16/9 zum Filmen, weil unsere ganze Umwelt so aufgebaut ist. 

Mittlerweile konsumieren wird aber kurze Clips und Videos fast nur noch auf dem Smartphone. Ich erwische mich selbst oft dabei, dass ich ein YouTube-Video auf dem Smartphone anschaue, obwohl mein iMac nur 2m entfernt von mir steht. Man hat das Smartphone einfach immer dabei und es ist einfach praktisch. Man kann schnell auf einen Link klicken und muss nicht erst das Device wechseln. Zusätzlich gibt es bestimmte Plattformen wie TikTok nur auf dem Smartphone. Bis vor kurzem war es auch bei Instagram nur möglich Inhalte auf dem Smartphone zu erstellen. Instagram hat sich aber hier etwas geöffnet und so kann man jetzt auch auf dem Desktop-PC Inhalte bei Instagram hochladen. 

Mittlerweile haben sich viele Plattformen natürlich für die vertikalen Videos optimiert – Instagram oder Facebook Stories sind in der Regel 9/16. 

Videos mit mehreren Bildformaten erstellen

Bei der Erstellung von eueren Filmen könnt ihr bereits darauf achten, dass die Filme in unterschiedlichen Seitenverhältnissen funktionieren. Ihr nehmt hierfür den Film in 16/9 auf und blendet euch dann bei eurer Kamera (falls möglich) noch zusätzlich eine Bildmaske für 9/16 ein. Achtet hier darauf, dass alle Inhalte, die wichtig sind in eurer 9/16 Bildmaske sind. In der Postproduktion kann man natürlich den Videoinhalt noch etwas hin- und herschieben, falls mal etwas nicht in der 9/16 Bildmaske war. 

Inhalt mehrfach verwenden

Wahrscheinlich müsst ihr bei euren Filmen zunächst auch ein Konzept/Drehbuch/Agenda erstellen. Damit ihr überhaupt wisst, worüber ihr in diesem Film sprechen wollt. Diesen Inhalt könnt ihr dann natürlich noch als Blogartikel aufbereiten und habt somit auch direkt noch einen geschriebenen Inhalt, den ihr auf eurer eigenen Webseite dann veröffentlichen könnt. 

5. Call-To-Action

Oft will man bei einem Video eine bestimmte Aktion beim Zuschauer auslösen. Der Zuschauer soll zum Beispiel kommentieren, einen Like geben, den Kanal abonnieren oder schlussendlich das beworbene Produkt kaufen. Dies kann man im Video auch ganz klar so ansprechen oder am Ende in einem Text erwähnen – eine Aufforderung zur Handlung (Call-to-Action). 

Jetzt wisst ihr auch, warum jeder YouTube immer wie eine Mantra „abonniert meinen Kanal und klickt die Glocke (Notification-Bell) an“ in jedem Video sagt. Mit einem klaren Call-to-Action könnt ihr eure Zuschauer lenken. Videos mit vielen Likes und Kommentaren werden vom Algorithmus bevorzugt und so vielen anderen Nutzern, die euren Kanal noch nicht kennen, angezeigt. 

Mich persönlich nerven diese simplen Call-to-Actions, weil sie sich für mich immer falsch anfüllen. Ich persönlich möchte, dass der Zuschauer meinen Kanal aus einer freien Entscheidung abonniert und nicht, weil ich ihn dazu aufgefordert hat. Wenn eure Videos gut und hilfreich für eure Zuschauer sind, dann werden sie oft von alleine kommentiert und geliked. Hier verfolge ich wieder den Grundsatz „Qualität statt Quantität“. 

Erfolg eurer Videos messen

Vor ein paar Jahren war es noch nicht so leicht möglich den Erfolg einer Bewegtbildstrategie zu messen. Mittlerweile haben wir aber viele Kennzahlen (Kommentare, Like, Views, Shares, etc.), mit denen man den Erfolg eines Videos messen kann. Diese Parameter kann man bei der Erstellung von seinen Videos und bei der Planung von neuen Videos im Hinterkopf behalten. Welche Videos funktionieren besonders gut? Welche werden besonders viel kommentiert? Mit diesen Informationen kann man seinen eigenen Inhalt anpassen. Ich schreibe hier aber bewusst alles im Konjunktiv, weil man meiner Meinung nach nicht ein Sklave der Zahlen werden sollte. Man konzentriert sich dann nur noch auf die Videos, die am besten performen und verliert und Umständen seinen eigenen Stil oder seine eigene Sprache. 

Zusammenfassung

Überlegt euch, was für Videos ihr aufnehmen wollt und welche Botschaft ihr damit vermitteln wollt. Legt dann einfach los und dreht eure ersten Filme. Bleibt dran und produziert regelmäßig eure Videos und verbreitet diese auch auf unterschiedlichen Plattformen. Mit einem Call-to-Action könnt ihr eine gewünschte Aktion beim Zuschauer auslösen. Messt auch den Erfolg eurer Videos, aber verliert euch nicht in den Zahlen. 

Wenn ihr mehr über Filme für die Unternehmenskommunikation lesen wollt, dann könnt ihr euch auch mein kostenloses E-Book holen. 

Wenn ihr überhaupt das Filmen lernen wollt, dann schaut euch bei mir auf dem Blog um, oder kauft mein E-Book Filmen mit DSLR & DSLM. 

*es handelt sich um Amazon-, EBay-, SmallRig oder Thomann-Affiliate Links.
Das bedeutet, ich bekomme eine Miniprovision, wenn jemand etwas kauft,
das Produkt wird dadurch nicht teurer.

die lichtfänger Josef Sälzle
Josef Sälzle // DIE LICHTFÄNGER Gründer und Filmemacher

Hi, ich bin Josef, Kameramann und Filmemacher.
Ich schreibe in meinem DIE LICHTFÄNGER Blog über Kamera– ,
Lichttechnik und über alles was das Filmemachen angeht.
DIE LICHTFÄNGER machen Imagefilme, Werbefilme und Produktfilme.
Bei Fragen könnt ihr mir gerne eine Mail schreiben.

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