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Schnitt effektiver machen

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In unserem Artikel NLE-Projektorganisation sind wir schon auf eine geordnete Projektstruktur im Schnittprogramm eingegangen. Wenn man Ordnung hält, dann behält man auch im Schnitt den Überblick. Gerade wenn man in einem Team arbeitet und mehrere Personen an einem Projekt beteiligt sind, ist Ordnung entscheidend für einen reibungslosen Ablauf. Den Schnittprozess effektiver machen ist enorm wichtig, weil hier sehr viel Zeit gespart werden kann.

Heute verfeinern wir den Schnitt noch einmal. Man muss nicht nur Ordnung im Schnitt halten, sondern auch im kompletten Workflow.

Verschiedene Schnitte

Es gibt den Rohschnitt, Feinschnitt und den finalen Schnitt und wenn man diese Einteilung einhält, dann läuft man nicht Gefahr, den Schnitt unnötig in die Länge zu ziehen und ineffektiv zu arbeiten.

Rohschnitt
Beim Rohschnitt wird die grobe Struktur vom Film angelegt. Hier geht es noch nicht um ColorCorrection oder Soundstruktur. Man schneidet einfach nur mal grob die einzelnen Clips zusammen. So kann man sehr schnell die Wirkung des Films erkennen. Man sollte wirklich auf zu feine Abstimmungen verzichten und auch keine Farbkorrektur machen. Die Farbkorrektur verbraucht sehr viel Rechenleistung und das ganze Projekt wird dadurch langsamer. Im Rohschnitt kann man schon mit Musik arbeiten, man sollte aber noch keine finale Abmischung machen.

Feinschnitt
Beim Feinschnitt wird der Schnitt des Films verfeinert und die schlussendliche Abfolge der Szenen festgelegt.. Man kann nun genaue Schnitte setzen und schon finale VFX-Effekte einbauen. Am Ende des Feinschnitts sollte der Schnitt des Films abgeschlossen sein. Dies ist sehr wichtig. Nach dem finalen Schnitt sollten keine Änderungen bei der Abfolge der Clips mehr erfolgen.

Finaler Schnitt
Im finalen Schnitt wird nun der Film beendet. Man fängt jetzt mit der primären Farbkorrektur an und baut darauf die sekundäre Farbkorrektur auf. Anschließend werden der Ton und die Musik abgeschmischt. Nun ist der Film fertig und kann exportiert werden.

Material sortieren

Man sollte wirklich immer die vorgegeben Projektstruktur einhalten. Wir haben in unserem Artikel unsere NLE-Struktur vorgestellt. Man sollte für jedes Projekt die gleiche Struktur verwenden. So findet man sich auch nach mehreren Monaten im Projekt zurecht. Wenn man noch keine eindeutige Projektstruktur hat, dann sollte man etwas mehr Zeit investieren und diese genau entwickeln: Wo kommt das Rohmaterial hin? Gibt es einen Ordner für die ausgewählten Szenen? Wie werden die Audioinhalte sortiert? Natürlich wächst die Projektstruktur mit der Komplexität der Projekte, daher sollte sie ohne Probleme erweiterbar sein. Zu Beginn hatten wir noch keine speziellen Ordner für AfterEffects oder DaVinci, aber mittlerweile haben wir diese beiden Programme in unseren Workflow integriert und daher müssen sie auch in der Projektstruktur verankert sein.

Platzhalter verwenden

Im Rohschnitt kann man viel mit Platzhaltern arbeiten. Wenn die Effekte noch nicht fertig sind, dann kann man einfach einen Platzhalter mit der ungefähren Länge einbauen, dadurch wird man nicht aus dem Schnitt gerissen und kann die anderen Inhalte um den Platzhalter herum anlegen, am Schluss muss man nur noch den Platzhalter mit dem finalen Inhalt ersetzen. Ein Platzhalter kann ein Screenshot vom groben Effekt sein, eine Texttafel oder einfach eine Lücke im Schnitt. Wir verwenden intern die Lücke im Schnitt, da man selber ja weiß, was hier reinkommt. Wenn man den Rohschnitt an den Kunden schickt, dann sollte man eher mit einem Bild oder einer Texttafel arbeiten. So weiß der Kunde, dass hier noch der Inhalt fehlt und nicht nur einfach ein schwarzes Bild kommt.

Mit Farben arbeiten

In Premiere kann man unterschiedliche Farben in der Timeline verwenden. So kann man auf einen Blick sehen um welche Art von Material es sich im Schnitt handelt. Bei uns ist zum Beispiel das Interview Blau, die BRoll zum Interview Grün, Animationen Orange und Bauchbinden Gelb. Wenn man die einzelnen Elemente noch auf unterschiedlichen Spuren verwendet, dann wird es noch übersichtlicher. Zusätzlich kann man auch noch mit Markern arbeiten. In diesem Artikel erklären wir euch, wie wir mit Markern arbeiten.

Shortcuts verwenden

Man sollte für die am meisten verwendeten Werkzeuge und Befehle die Tastenkombination wissen, so spart man sehr viel Zeit im Schnitt, da man nicht immer mit der Maus auf die Schaltfläche klicken muss oder den Befehl erst in Untermenüs suchen muss. Wir verwendet praktisch immer das magnetische Einrasten (unser Shortcut dafür ist S) in Premiere und die Rasierklinge (unser Shortcut dafür ist C). Es gibt auch spezielle Tastaturen für den Schnitt, hier werden die Standardwerkzeuge direkt auf der Tastatur abgebildet. Natürlich muss man dann hier mit den Standardeinstellungen arbeiten und kann keine individuellen Tastenkürzel einsetzen. Es gibt aber auch Aufkleber für die einzelnen Tasten, so kann man seine Tastatur individualisieren.

Ablenkungen vermeiden

Filme hängen sehr stark von Aufbau und Schnitt ab. Wenn ein Film ohne Zusammenhang und Sinn geschnitten wird, dann wird der Zuschauer verwirrt und versteht die Botschaft nicht, daher sollte man sich im Schnitt wirklich nur auf den Schnitt konzentrieren. Welche Bilder werden aneinander gereiht? Passt das vorherige Bild zum darauf folgenden? Wenn man beim Schneiden abgelenkt ist, dann leidet der Schnitt darunter. Daher am besten sich feste Zeiten für den Schnitt einplanen und alle Ablenkungen vermeiden (Telefon umleiten, Mailprogramme aus, Mobiltelefon lautlos, Mitteilungen auf lautlos schalten etc.). Unterbrechungen kosten uns mehr Zeit als man denkt. Nach einer Unterbrechung (ein kurzes Telefonat, eine E-Mail, etc.) brauchen wir im Schnitt ca. 20 Min bis wir wieder die Konzentration vor der Unterbrechung haben.

Schreibtisch aufräumen

Der Schnittplatz sollte so aussehen, wie das NLE-Projekt … aufgeräumt. Es sollte nur die Unterlagen auf dem Schreibtisch sein, die man für das jeweilige Projekt braucht. Man wird dadurch nicht von anderen Dingen abgelenkt und kann sich komplett auf den Schnitt konzentrieren. Beim aufgeräumten Schreibtisch sind wir auch nicht ganz konsequent, gerade wenn man nur einen Schreibtisch für sich alleine hat, dann hat man doch öfters mehrere Projekte gleichzeitig auf dem Schreibtisch liegen. Auf lange Frist sollte man dem Schnittrechner auf einen eigenen Schreibtisch platzieren und hier nur den Schnitt machen und keine anderen Arbeiten.

Das sind unsere Tipps für einen effektiveren Schnitt. Bei manchen braucht man etwas, bis man sie tagtäglich einsetzt, aber die zum Beispiel die Shortcuts kann man sofort verwenden.

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