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Wie bekommt man den cinematic Kinolook – (K)ein Guide für Filmemacher

In diesem Artikel möchte ich etwas auf den Begriff cinematic eingehen – Das Buzzword vieler Filmemacher, wenn es um besonders „schöne und hochwertige“ Bilder geht. Cinematic und Filmlook kann man hier dann auch oft als Synonym verwenden, aber auch nicht immer.

Wie bekommt man also den cinematic Kinolook? Mit diesem Artikel bekommt ihr keine plumpe Schritt-für-Schritt-Anleitung, weil es so etwas in diesem Bereich nicht unbedingt gibt.

Update 31.12.24

Ich habe das Jahresende dazu genutzt um den Artikel noch etwas auf den neuesten Stand zu bringen.

Einführung

Folgende Sätze liest man oft bei vielen Filmemachern und Bloggern: „Wir erstellen Unternehmensfilme mit Kino-Look“ oder „Cinematische Unternehmensfilme – hier bekommen sie den einzigartigen Kino-Look“ oder „Cinematic Look: Was es bedeutet und wie du ihn erzeugst“ oder „Wie entsteht Filmlook? Das Geheimnis filmischer Bilder“. Besonders erheiternd finde ich auch den Satz „Wir produzieren Filme auf Hollywood-Niveau“.

Diese Ergebnisse hatte ich nach nur 10 Sekunden auf Google bekommen. Für viele (seien es Filmemacher oder auch die Kunden der Filmemacher) ist der Begriff Cinematic oder Kino-Look noch eine Art Qualitätssiegel. Es gibt dann zahlreiche Blogartikel und Youtube-Videos zu diesem Thema und wie man den Cinematic-Look mit ein paar einfachen Tricks schaffen kann. Dazu gleich dann mehr.

Als Gegensatz wird dann oft der Videolook genannt. Ein Film sieht dann eben nicht cinematic aus, sondern eher nach Video bzw. Homevideo. Das wird dann von vielen immer negativ gesehen. In diesem Artikel schauen wir uns jetzt viele Mythen zum Kinolook an, ich erkläre euch auch, dass es den typischen Kinolook nicht gibt und es schon gar keine „Tricks“ gibt, dass ein Film cinematischer aussieht. Es gibt Trends in der Technik, die von vielen verfolgt werden. Der aktuelle Trend wird dann von vielen in der Filmbranche (eher Youtuber) als besonders filmisch gesehen. Das spiegelt aber nicht unbedingt die Meinung der eigentlichen Zuschauer wider. 

Kleine ungenaue Geschichte des Filmlooks

Den Begriff Filmlook gibt es nicht erst seit gestern, seit Jahren spricht man von diesem Buzzword. Mittlerweile wurde Filmlook oder Kinolook aber mehr durch cinematic abgelöst. Anglizismen eben. Und klingt natürlich auch cooler, es gibt in der Tat auch Filmunternehmen, die den Begriff cinematic zum eigenen Firmennamen gemacht haben oder versuchen das Wort cinematic in jedem hochgeladenen Video unterzubringen.
Der Begriff „cinematic travel video“ ist auch so ein Auswuchs aus diesem Trend. Alles muss cinematic sein.

Ich möchte euch in diesem Abschnitt eine kleine ungenaue Geschichte des Filmlooks geben, alle paar Jahre ändert sich nämlich die Definition von Filmlook. Es ist daher auch nicht ganz leicht, den Begriff konkret zu benennen. 

Echter Filmlook

Den echten Filmlook bekommt man seit über 100 Jahren mit echten analogen Filmkameras *augenzwinker*. Hier wird echter Film über Spulen transportiert und mit echtem Licht belichtet. Im Labor wird dann der Film mit echten Chemikalien entwickelt.
Früher wurde dann der entwickelte Film noch echt geschnitten, also auseinander geschnitten und wieder zusammen geklebt. Im Kino hat man echte Filmprojektoren verwendet, um den Film auf die Leinwand zu projizieren.
Heute wird der entwickelte Film oft gescannt und wird dann in einem NLE wie DaVinci Resolve geschnitten. Die Projektoren im Kino sind mittlerweile auch digital.

24p für den Kinolook

Anfang der 2000er Jahre kam die Panasonic DVX100 auf den Markt. Ein bahnbrechendes Feature war die Aufzeichnung in 24p, der Kinostandard bei der Bildwiederholrate. Viele Amateuerkameras davor konnten nur 50i aufzeichnen. Die echten vierundzwanzig Vollbildern waren für viele der heilige Gral, weil ja die analogen Filmkameras (35mm Film) auch mit dieser Bildwiederholfrequenz aufgezeichnet haben. Die besondere Bewegungsunschärfe (die man nur aus dem Kino gekannt hat) kann man eben nur mit echten 24p aufzeichnen. Bei 50i passte die Bewegungsunschärfe einfach nicht. Das „i“ steht übrigens für interlaced, es wurde hier nur Halbbilder aufgezeichnet. Oft hat man den typischen interlaced Kammeffekt im Material gesehen. Damals konnten auch noch nicht alle Programme diesen Bildfehler korrigieren.

Heute kann man natürlich die echte 24p Bewegungsunschärfe simulieren. Ich habe mal ein Video zu diesem Thema gemacht.

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Weitere Informationen
35mm-Adapter für Camcorder

Vor der großen DSLR-Revolution hatten die 35mm-Adapter ein kleines und kurzes Hoch. Mit diesen Adaptern konnte man 35mm Cine- und Fotooptiken an einem Camcorder verwenden und hatte so die Möglichkeit unterschiedliche Brennweiten zu verwenden. Außerdem konnte man jetzt die größeren Blendenöffungen (f1,4) von den adaptierten Optiken nutzen und so mehr mit der Schärfentiefe arbeiten. Eine geringe Schärfentiefe galt damals auch schon als besonders cinematic. 

Die Arbeit mit diesen 35mm-Adapter war sehr mühsam. Der Adapter hat sehr viel Licht geschluckt, das Bild war spiegelverkehrt, man konnte über die kleinen LCD-Displays der Camcorder kaum scharf stellen, man hatte oft mit Staub im Adapter zu kämpfen und die Kamera mit 35mm-Adapter und Objektiv wurde sehr groß und äußerst unhandlich. Mit dem Aufkommen der DSLRs zum Filmen sind die 35mm-Adapter auch sehr schnell wieder verschwunden. 

DSLR für Video

Ende der 2000er kamen dann die ersten DSLRs zum Filmen auf den Markt. Endlich wurden die Filmlook-Götter erhöht. Man hat jetzt eine Großsensor (APS-C oder Vollformat) Kamera mit Wechselobjektiven und 24p-Möglichkeit bekommen. Endlich der echte Filmlook mit 24p und einer millimeterdünnen Schärfentiefe. Beim Dynamikumfang war man noch auf ca. 8 Blenden eingeschränkt, aber egal, Hauptsache eine geringe Schärfentiefe und 24p. Es wurden auch sehr viele Filme und Serien mit DSLRs gedreht. Viele Kameraleute waren begeistert, was jetzt endlich möglich war. Die mangelnde Verlässlichkeit, fehlende Erweiterbarkeit und der schlechte Codec wurde natürlich ignoriert.

Mit den ersten DSLR zum Filmen bin ich auch in den Markt eingestiegen. Davor habe ich all meine Projekte noch auf MiniDV oder HDV gedreht. Mein ganzes Wissen zum Filmen mit DSLR habe ich in eine E-Book zusammengefasst.

die lichtfänger Kamera zum Filmen
Übertriebene Farbkorrektur/ColorGrading (Orange/Teal)

Den echten Filmlook hatte man aber immer noch nicht, der nächste Trend war jetzt ColorGrading. Ab jetzt musste man mit sehr flachen Bildprofilen aufzeichnen und dann eine übertriebene Farbkorrektur auf das Material machen. Der OrangeTeal-Look wurde von vielen als cinematic bezeichnet. Problem war hier nur, dass die meistens DSLRs zum Filmen nur in 8bit und 4:2:0 aufgezeichnet haben. Mit einer sehr übertriebenen Farbkorrektur sah das Filmmaterial sehr sehr fragwürdig aus – aber hey, alles in 24p, eine geringe Tiefenschärfe und OrangeTeal – mega. 

Apps, wie MagicBullet Looks, haben sich hier eine goldene Nase verdient, weil man quasi auf Knopfdruck sein Material „cinematic“ aussehen lassen konnte.

Filmgrain

Als Nächstes kam dann der Filmgrain. Die digitalen Aufnahmen aus den DSLRs waren dann doch zu sauber und irgendwie musste man ja auch das 8bit-Banding im Himmel verstecken. Etwas Filmgrain hilft dabei und lässt das ganze Material auch noch einmal analoger aussehen. 

Breitbild/Cinemascope

Die guten alten Cinemascope-Balken. Mein Lieblings-Trick für den Instant-Filmlook. Ab ca. 2012 hat man dann plötzlich auf das ganze 16/9-Material noch 2,35:1 Balken gelegt. Klar, im Kino sieht man auch oft Filme in 2,35:1. Das ist jetzt wirklich der Filmlook.

Zum Thema Anamorph Filmen und Fake-Anamorph habe ich auch schon einen ausführlichen Artikel geschrieben. 

Vintage-Optiken

Ein weiterer Trend ist seit einigen Jahren alte Fotooptiken mit möglichst vielen Fehlern zu verwenden. Die digitalen Bilder mit modernen Foto- oder Cineooptiken sind dann immer noch zu sauber, trotz eingefügtem Filmgrain.

Jetzt müssen es alte Fotooptiken sein, die möglichst schöne Flares erzeugen. Die Kameras sind natürlich auch besser geworden, mittlerweile hat man eben 4K (oder mehr) und mindestens 10bit (eher 12) Codecs mit 4:2:2. Die alten Fotooptiken nehmen die Schärfe aus dem Material und erinnern noch mehr an alten analogen Film. 

Zum Thema Cinelinsen habe ich auch bereits ein Video gemacht:

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Weitere Informationen

Ok, wir drehen jetzt mit einer Super35mm Kamera (ich musste hier noch Super35mm erwähnen, damit ich den nächsten Punkt gleich besser erklären kann) in 24p, mit einer alten Fotolinse, legen Cinemascope-Balken auf das Material, machen eine übertriebene OrangeTeal-Farbkorrektur (oder alles stark entsättigt und wenig Kontrast) und fügen dann noch Filmgrain hinzu. Es sieht schon alles ganz gut aus, aber es fehlt noch etwas für den realen Filmlook. 

Fullframe-Hype

Inzwischen sind wir bei den modernen Fullframe-DSLMs (oder Cinema Camcordern) zum Filmen angekommen. Super35mm oder MFT-Kameras sind natürlich viel zu schlecht. Es muss eine Vollformatkamera sein, weil nur so bekommt man ja den Filmlook mit der geringen Schärfentiefe. Die ersten DSLRs zum Filmen waren zwar auch schon Vollformat, aber es ging dann kurz der Trend zu den APS-C und MFT Kameras, weil hier oft einfach höherwertigere Codecs möglich waren. 

Jetzt wollen uns die Hersteller natürlich ihre teuren Vollformatkameras verkaufen und jeder YouTuber erzählt mir dann, dass man nur mit einer Sony A7SIII, 50mm bei f1,2 cinematische Bilder machen kann.

Was ist jetzt cinematic?

Ihr merkt schon an meiner Schreibweise, dass ich das alles nicht so ganz ernst meine. Aber ich muss sagen, dass ich alle diese Punkte am Anfang meiner Karriere geglaubt habe. YouTube war damals noch nicht so etabliert, aber in Foren und Fachzeitschriften wurde nur über die vorher genannten Punkte geschrieben und diskutiert. Natürlich denkt man dann als Neuling, dass man unbedingt bestimmte Parameter erfüllen muss, um den Filmlook zu bekommen.

Noch mehr Filmlook-Trends

Beim Buzzword Filmlook ging es jetzt sehr stark um die Kamera und die technischen Eigenschaften. Zum Filmlook-Bullshit-Bingo gehören aber noch die Begriffe Soft Light, Soundeffekte, epische Musik, LUTs, SlowMo, Gimbal-Moves. Ich gehe jetzt nicht genau auf alle Begriffe ein. 

Soft Light

Mit dem Aufkommen der bezahlbaren sehr starken COB-LEDs und Light-Domes wurde das alte harte Filmlicht durch weiches Filmlicht ersetzt. Die digitalen Filmkameras sind natürlich auch viel lichtstärker und weiches Licht ist in der Regel schwächer als hartes Licht. So kann man eben mit höheren ISOs arbeiten und braucht dadurch weniger Lichtleistung pro Lampe.

Mit weichem Licht kann man Personen gut ausleuchten, die Haut wirkt dadurch weicher. Aber man bekommt auch deutlich mehr Spill auf dem Set.

Heute will mir aber jeder erzählen, dass nur weiches Licht besonders cinematic aussieht.

SlowMo/Zeitlupe

Klar Slowmotionaufnahmen gehören zu jedem epischen cinematischen Film. Hier reichen auch keine 50/60p, es müssen immer mindestens 120p, besser 240p sein. 240p auf einer 24p Timeline – mhhh, jeder liebt Slowmotion. 

Gimbal Moves oder bewegte Kamera

Mit dem Aufkommen der Gimbals haben viele Filmemacher natürlich ihre Stative weggeworfen. Endlich kann man cinematische Kamerabewegungen ohne nervigen Dolly machen. 

Den Gimbal kann man hier auch beliebig mit Drone, Kran, Slider usw. ersetzen.

Jetzt ist der Film aber wirklich cinematic, oder? Was denkt ihr?

Ich gebe euch jetzt für jeden Punkt ein Gegenbeispiel, damit ihr seht, dass der Filmlook oder das Buzzword cinematic nur eine hohle Phrase ist.

Gegenbeispiele zu cinematic

Filmlook bekommt man nur mit 24p

Es werden auch Filme in 25, 30p, 48p und sogar 120p gedreht. Mir persönlich gefällt 48p (The Hobbit) und 120p (Gemini Man) überhaupt nicht, das ist aber nur mein persönlicher Geschmack.
Bei diesem Punkt bin ich tatsächlich der Meinung, dass man sich an die 24p und die 180°-Shutter-Regel halten sollte (den 180°Shutter kann man aber je nach Stimmung auch mal anpassen).

Geringe Tiefenschärfe ist cinematic

Der Film Citizen Kane wurde mit einer sehr hohen Tiefenschärfe gedreht. Ist das jetzt weniger ein Film mit Filmlook? Viele Kameraleute wie Roger Deakins drehen viele Außenaufnahme mit f5,6 oder f8. Sind die Bilder von Roger Deakins jetzt nicht cinematic? 

Folgendes Bild von mir aus einem Kurzfilm ist natürlich auch nicht cinematic, weil ich ja hier eher mit einer geschlossenen Blende gearbeitet habe.

DLF cinematic kinolook
Übertriebene Farbkorrektur

Filmreihen wie Transformers oder die Avenger-Filme sind natürlich Negativ-Beispiel in Sachen Farbkorrektur. Mir persönlich hängt der übertriebene Teal-Orange-Look sehr zum Hals raus. Aber es gibt natürlich auch Filme mit deutlich reduzierterem ColorGrading.
Filme wie The Lighthouse werden komplett in Schwarz/Weiß gedreht. 

Cinemascope ist cinematic

Filme werden in den unterschiedlichsten Formaten gedreht. Früher war es 4/3, dann Cinemascope, jetzt viel in 2:1 oder 1,85:1. Christopher Nolan (The Dark Knight) und Wes Anderson (Grand Budapest Hotel) wechseln in einem Film sogar häufiger das Bildformat. 

Folgende Bilder aus unterschiedlichen Projekten sind natürlich auch nicht cinematic, weil ich ja nicht mit CinemaScope gearbeitet habe.

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Vintage Optiken für den cinematic-Look

Sehr viele Filme werden mit sehr modernen „nüchternen“ Optiken gedreht. Roger Deakins dreh zum Beispiel nur auf den neuesten Optiken und oft komplett ohne Effektfilter. Aber was weiß der schon, richtig?

Nur Fullframe ist cinematic

Super35 ist immer noch Standard bei der Sensorgröße. Es werden fast alle Sensorformate verwendet. 

Folgende Bilder haben dann natürlich auch wieder nicht den Filmlook, weil sie nicht mit einer Vollformatkamera aufgenommen wurden. Ein Bild wurde sogar mit einer MiniDV-Videokamera gemacht – Welch Frevel.

DLF cinematic kinolook
DLF cinematic kinolook
DLF cinematic kinolook
DLF Valentin Erb Amsel Still
Nur eine bewegte Kamera ist cinematic

Es werden tatsächlich auch noch Einstellungen mit einem Stativ gedreht. Teilweise wird sogar überhaupt nicht geschwenkt. Das Bild bleibt einfach still und trotzdem hat es eine Wirkung. Ganz ohne hektische Gimbal-Bewegungen.
Das Stativ gehört zu den sinnvollsten Investitionen, die man als junger Filmemacher machen kann.

Folgenden Film habe ich fast ausschließlich mit dem Stativ gedreht. Nur ein Shot wurde mit einem Gimbal gemacht.

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Mehr Informationen

Zusammenfassung

Aus der kurzen Geschichte ist dann doch ein etwas längerer, sehr sarkastischer Text geworden. Ich entschuldige mich dafür nicht. Ich nehme mich bei vielen Filmlook-Trends auch nicht aus. Ich habe ja selbst vieles geglaubt, was einem hier so erzählt wird. Man muss auch diese ganzen Fehler selbst einmal machen. Mit meinen ersten DSLRs habe ich auch vieles aus der Hand mit Blende f1,4 gefilmt, viele Kunden haben mich dann schnell auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt „Warum wackelt das so? Man erkennt irgendwie nichts“. Das gefilmte muss natürlich auch immer zum Inhalt passen und es oft nicht sinnvoll mit einer komplett offenen Blende zu filmen. 

Die Technik ist nur ein kleiner Teil vom Filmlook, entscheidend ist das Zusammenspiel von allen Gewerken. Ist die Story gut? Sind die Figuren glaubwürdig? Wie sieht das Kostüm aus? Das Set? Passt das Licht und die Kamera zur Story? Dialoge stimmig? Wie ist der Schnitt? Was ist mit dem Sounddesign? Passt die Musik zum Film? Gibt es überhaupt Musik?
Wird alles über die Tonebene erzählt? Wird alles nur über das Bild erzählt? 

Ich weiß, bei einem Imagefilm, bei dem man oft mit Laien vor der Kamera arbeitet, ist es nicht so einfach, dass alles aufeinander abgestimmt ist. Ob hier der „Filmlook“ aber wirklich weiterhilft, ist für mich eine andere Frage. Am Ende hat man dann „schöne“ Bilder, aber nichts erzählt. 

Was bringt es einem dann, wenn man alles als cinematic bezeichnet? Wahrscheinlich Aufmerksamkeit von den Kollegen und Kolleginnen. Dann kann man sich selbst schön auf die Schulter klopfen.

Mini Update:

Als ich den Artikel noch geschrieben habe, habe ich dann einen Tweet von nofilmschool gesehen „5 Tips on How to Instantly Make Your Film Look More Cinematic“. Ich musste natürlich sofort auf den Link klicken, weil ich ja wissen will, wie man so einfach den Film „more cinematic“ aussehen lassen kann. Leider gab es hier auch keine neueren Informationen für mich … ich bespreche an sich alle Tipps hier im Artikel und gebe euch auch Gegenbeispiele. Zum Glück hat der Autor bei nofilmschool nach den Tipps noch geschrieben, dass diese Tipps nur ein kleiner Teil vom Filmemachen ist und dass man natürlich auf alle Gewerke schauen muss.

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Josef Sälzle DIE LICHTFÄNGER

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