3 Jahre Fuji X100V – Ein Erfahrungsbericht

3 Jahre mit der Fuji X100V – Endlich wieder Spaß an der Fotografie

Eigentlich wollte ich mich für diesen Text ganz entspannt an den Schreibtisch setzen, aber draußen ist gerade so ein geiles Licht. Ihr kennt das – wenn die Sonne tief steht, es klirrend kalt ist und man überall diese kleinen Lichtreflexe sieht.
Also bin ich rausgegangen und hab den Artikel später geschrieben.

Genau darum geht es nämlich: ums Rausgehen und ums Machen.

Beim Rausgehen habe ich aber noch ein Video über die Fuji gedreht.

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Ich habe die Fuji X100V jetzt seit gut drei Jahren. Und wenn ich heute auf meine Festplatten schaue, sehe ich einen ganz klaren Cut. Da gibt es die Zeit „davor“ und die Zeit „mit der Fuji“.

Früher hatte ich meine Canon 5D, davor die 7D oder 550D. Tolle Kameras, keine Frage. Aber wisst ihr, was das Problem war? Sie lagen meistens im Schrank.
Am Anfang habe ich diese Kameras noch mit in den Urlaub genommen, man schleppt sich ab, überlegt noch, welches Objektiv man einpackt, und am Ende bleibt das Ding im Hotelzimmer oder in der Ferienwohnung, weil es einfach zu schwer und unhandlich ist. Also greift man zum iPhone. Das ist okay, das macht technisch gute Bilder, aber wenn ich mir die Fotos heute anschaue, fühlen sie sich… ja, irgendwie leer an. Seelenlos, austauschbar.

DLF 3 Jahre Fuji X100V - Ein Erfahrungsbericht
Mein Bilderordner 2015
DLF 3 Jahre Fuji X100V - Ein Erfahrungsbericht

Die Fuji (Amazon Link zur VI) hat das für mich komplett gedreht. Sie hat meiner Fotografie wieder echtes Leben eingehaucht, einfach weil sie immer dabei ist. Egal, ob ich nur kurz den Kompost in den Garten bringe, auf einer Familienfeier oder im Urlaub bin – sie baumelt an meiner Schulter. Mal mit einem etwas längeren Gurt, mal mit einem sehr kurzen.

DLF 3 Jahre Fuji X100V - Ein Erfahrungsbericht
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Es ist dieses Haptische, was mich so kriegt. Das Klicken der Rädchen, dieses mechanische Gefühl. Und ganz wichtig: das Klappdisplay. Ich liebe es, die Kamera einfach vor der Hüfte baumeln zu lassen und unbemerkt aus der Kniebeuge zu fotografieren, gerade, wenn man die Kinder der Verwandet fotografiert. Das ist eine ganz andere Perspektive als dieser typische „Smartphone-Blick“ aus Augenhöhe eines Erwachsenen. Ich hatte die Kamera eigentlich wegen dem echten optischen Sucher gekauft und witzigerweise ist das jetzt das Feature, was ich am wenigsten nutze.

Der Autofokus ist schnell genug, dass ich nicht ewig mit der Technik kämpfen muss. Ein Klick, zack, Bild im Kasten. Ich will ja den Moment erleben und nicht die ganze Zeit nur durch den Sucher oder auf den Bildschirm starren.

DLF 3 Jahre Fuji X100V - Ein Erfahrungsbericht
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Natürlich gibt es diese Momente, wo ich ins Grübeln komme. Dann stehe ich im Wald, sehe ein Motiv und denke mir: „Mist, jetzt ein bisschen mehr Tele, um das hier richtig freizustellen.“ Natürlich könnte ich etwas näher an das Objekt ran laufen, aber teilweise wird es dann zu hoch und dann müsste ich wieder so krass von Unten Fotografien.

Oder manchmal wünsche ich mir ein bisschen mehr Weitwinkel für das periphere Sehen, so wie wir die Welt eigentlich wahrnehmen. Dann schiele ich rüber zu einer Kamera mit Wechselobjektiven – vielleicht ein digitale Leica M oder doch eine analoge M. Oder vielleicht doch eine X-E5 oder X-Pro. Dann überlege ich mir, ob ich mir dieses Konverter Linsen für Die X100-Serie hole.

Aber irgendwie bleibe ich dann doch wieder bei der X100. Ich habe irgendwie noch nicht so viel Schmerz, dass ich jetzt wieder eine Kamera mit Wechselobjektiven für die Alltagsfotografie kaufen will.

DLF 3 Jahre Fuji X100V - Ein Erfahrungsbericht
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Eigentlich ist die X100V für mich perfekt, so wie sie ist. Sie ist klein, sie ist simpel und sie macht Bilder, die es am Ende an die Wand und in Fotobücher schaffen. Ich sehe das bei uns in der Familie – da hängen jetzt öfter mal Bilder aus der Fuji an der Wand. Das passiert mit meinen Handybildern fast nie. Die versauern in der Cloud.

DLF 3 Jahre Fuji X100V - Ein Erfahrungsbericht
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Am Ende des Tages bin ich beruflich ja eher im Filmbereich unterwegs. Aber das Fotografieren mit so einer kleinen Kamera hilft mir enorm, auch beim Filmen besser zu werden. Man lernt, mit nur einem einzigen Frame eine Geschichte zu erzählen. Und wenn es mal nicht klappt? Dann heißt es: Weiter üben, weiter machen.

Falls ihr auch so eine Kamera sucht, die euch wieder den Spaß zurückbringt: Es muss nicht die X100V sein, aber sucht euch etwas, das ihr wirklich gerne in die Hand nehmt. Das ist das ganze Geheimnis.

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*es handelt sich um Fotokoch-, Amazon-, EBay-, SmallRig oder Thomann-Affiliate Links.
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Josef Sälzle DIE LICHTFÄNGER

Hi, ich bin Josef, Kameramann und Filmemacher.
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