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ANDYCINE A6 Lite

Andycine A6 Lite – Alternative zum SmallHD Focus

Diese Woche stelle ich euch wieder einen kleinen Monitor vor – den Andycine A6 Lite. Finde ja den Herstellernamen sehr witzig und wer ist überhaupt Andy? Wenn man auf der Seite schaut, dann ist AndyCine im Fashion Business („We are a global online fashion retail company“). Hier hat man wahrscheinlich Text kopiert und nicht abgeändert. 

Beschäftige mich gerade mit unterschiedlichen Monitoren und daher bekommt ihr auch direkt meine neuesten Erkenntnisse. 

Hier gibt es noch meinen Artikel zum Feelworld FW279, SmallHD Focus, SmallHD 501 und 502. 

Überblick über den ANDY CINE A6 Lite

Auspacken

Der Monitor kommt in einem kleinen Case. Das finde ich gut, da der Monitor somit immer gleich aufgeräumt ist und man auch Zubehör dazupacken kann. Der Karton verspricht mit „more than a monitor“ natürlich recht viel … eine Käsereibe habe ich aber leider nicht gefunden. 

ANDYCINE A6 Lite
ANDYCINE A6 Lite

Der Andycine A6 Lite (Amazon-Link) kommt auch mit wirklich sinnvollem Zubehör (kein Vergleich zum Feelworld FW279). Man bekommt eine kleine Sonnenblende, eine Monitorhalterung, ein HDMI-Kabel und ein kleines Putztuch. Der Monitor hat leider nur zwei 1/4 Zoll Gewinde. Auf der linken Seite hat man zwei HDMI-Anschlüsse. Den USB-Anschluss, Kopfhörer-Anschluss und DC-In findet man auf der unteren Seite. Die Monitorhalterung kann man entweder auf der rechten Seite oder unten anbringen. Es gibt leider auch keinen Cage für den Monitor. Die mitgelieferte Monitorhalterung ist ok und ähnlich wie zur Halterung von SmallHD (natürlich nicht so hochwertig, das merkt man sofort), aber ich möchte den Monitor lieber über eine Natorail am Rig befestigen.

ANDYCINE A6 Lite
ANDYCINE A6 Lite
ANDYCINE A6 Lite

Man kann den Monitor entweder mit NP-F (Amazon-Link) oder LP-E6 (Amazon-Link)Akkus betreiben. Man muss hierfür nicht die Platte auf der Rückseite wechseln. Beim Andycine A6 kann man beide Akkutypen einfach direkt verwenden. Das gefällt mir.

ANDYCINE A6 Lite
ANDYCINE A6 Lite
Display

Der Andycine A6 Lite hat ein 1920 x 1200 Display. Die Pixeldichte konnte ich leider auf der Webseite nicht herausfinden. Leider hat man kein Ultrabright Display und muss so mit 450 Nits zurechtkommen. Gerade bei Sonnenschein wird man hier viel Schatten auf dem Monitor brauchen oder man benutzt den Monitor als praktischen Spiegel. 

Knöpfe statt Touchscreen

Der Monitor hat Knöpfe für die Bedienung. Finde ja Touchscreen nicht schlecht, aber oft ist die Bedienung mit Knöpfen einfach zuverlässiger. Auf die Bedienung mit den Knöpfen gehe ich noch im weiteren Abschnitt ein.

Verarbeitung und Bedienung

Bei der Verarbeitung muss man wieder Kompromisse eingehen. Das Gehäuse des Monitors fühlt sich wieder etwas minderwertig an, dafür haben die Knöpfe einen schönen Druckpunkt. Die Knöpfe sind aber sehr laut. Das sollte man bedenken, wenn der Take gerade läuft. Wenn man hier noch etwas einstellen will, dann wird einem der Tonmann wahrscheinlich eine mit der Angel überziehen. Hier haben wir wieder einen Vorteil bei einem Monitor mit Touchscreen. 

Das Lite steht vermutlich für leicht und der Monitor ist auch wirklich leicht. Jetzt kommt es natürlich darauf welchen Akku man mit dem Monitor verwenden. Mit einem NP-F 6600mAh ist der Monitor nicht mehr so leicht. Aber dann nimmt man einfach einen Akku mit weniger Leistung.

Qualität des Displays

Das Display wirkt hochwertig und man kann die Schärfe und das Bild sehr gut beurteilen. Man kann auch die RGB-Werte einstellen und so das Display noch einmal genauer kalibrieren. Man verzichtet durch den fehlenden Touchscreen natürlich auf etwas Komfort. Mit einem Touchscreen kann man die Helligkeitsregler schneller einstellen, mit den Knöpfen ist das oft etwas mühsamer.

Menüführung

Die Bedienung des Monitors ist auch wieder sehr einfach. Man muss sich wieder mit der Menüführung beschäftigten, aber nach einer Zeit geht das Locker von der Hand. Auf zwei Funktionstasten kann man wieder individuelle Funktionen legen. Ich habe meistens auf einer Funktionstaste den FalseColor und auf der anderen Funktionstaste die Zoom-In Funktion. 

Hier gefällt mir aber beim SmallHD die Touchzoom-Funktion mehr. Mit zwei Fingern kann man, ähnlich wie bei einem Smartphone, das Bild schnell heranzoomen und so optimal die Schärfe bestimmen.

Die Funktionstasten sind aber reine Ein/Aus Schalter. Man kann also eine Funktion nur ein- und ausschalten. Ich fände es mal cool, wenn man eine Taste 2x drücken könnte und man bekommt eine andere Funktion. Man muss sich zwar mehr Tastenkombinationen merken hat aber auch mehr Möglichkeiten. 

Funktionen und Helligkeit

Der Andycine Monitor bietet viele branchenübliche Funktionen. Peaking, FalseColor, FrameGuides, AnamorphicSqueeze oder Zebras. Hier scheinen die günstigen Monitore sich sehr ähnlich zu sein. Man kann auch wieder keine LUTs auf den Monitor laden. Mir natürlich wieder relativ egal, weil ich ja das Bild mit LUT von der Pocket4K direkt übertragen kann. 

ANDYCINE A6 Lite
ANDYCINE A6 Lite
ANDYCINE A6 Lite

Wie schon öfters geschrieben, hat man keinen Ultrabright-Monitor. Man muss also darauf achten, dass kein direktes Sonnenlicht auf den Monitor fällt. 

Der Monitor nimmt fast alle Signale an. Bei 4K 30p ist aber Schluss. Ein reines 4K 50p Signal kann der Monitor nicht verarbeiten. Zum Glück kann die Pocket4K die 50p auf einer 25p Timeline aufzeichnen. Man hat dann direkt eine 50% Slowmotion, der Monitor kann aber das Signal anzeigen. 

Alternative zum SmallHD Focus

Viele 5 Zoll Monitore auf dem Markt muss man natürlich mit dem SmallHD Focus vergleichen. Nicht nur, weil ich den SmallHD Focus selber habe, sondern weil SmallHD einfach gute Monitore macht. Die Qualität zahlt man natürlich. Für einen SmallHD Monitor zahlt man schnell mal den doppelten oder dreifachen Preis.
Ich würde sagen, dass man sich den Monitor von ANDYCINE einfach mal anschauen und testen soll. Wenn einen die etwas geringere Qualität des Gehäuses und der fehlende Touchscreen nichts ausmacht, dann ist der A6 Lite wirklich eine gelungene Alternative zum Focus. Wenn man unbedingt einen Touchscreen braucht, dann könnte man sich auch den ANDYCINE A6 Plus anschauen. Dieses Monitor hat auch einen Touchscreen.

ANDYCINE A6 Lite
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ANDYCINE A6 Lite
ANDYCINE A6 Lite
ANDYCINE A6 Lite

Im folgenden Bild zeige ich euch mal beide Monitorhalterungen und hier sieht man meiner Meinung nach deutlich den Qualitätsunterschied. Schon allein das Metall bei SmallHD wirkt hochwertiger. Und bei der Halterung von SmallHD kann man mit einer extra Schraube noch einstellen, wie stark der Widerstand für die Drehung des Monitors ist.
Außerdem hat man bei der Halterung von SmallHD einen kleinen Verdrehschutz. Im SmallHD Focus ist eine passende Aussparung im Gehäuse hierfür.

ANDYCINE A6 Lite

Fazit

So kommen wir zum Fazit. Ihr fragt euch bestimmt auch schon, wie lange man über einen 5 Zoll Monitor schreiben kann. Mir gefällt der Andycine A6 Lite Monitor sehr. Er macht genau das, was er soll und hat auch noch einen zusätzlichen HDMI Anschluss. Für den Preis ist der Monitor meiner Meinung nach unschlagbar. 

Ich wünschte mein SmallHD Focus hätte einen zweiten HDMI-Anschluss. Dann wäre der Monitor wirklich nahezu perfekt für mich. Aber durch den fehlenden HDMI-Out musst ich mich einfach nach einer Alternative umschauen.

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Hi, ich bin Josef und schreibe bei DIE LICHTFÄNGER über Kamera– ,
Lichttechnik und über alles was das Filmemachen angeht.
DIE LICHTFÄNGER machen Imagefilme, Werbefilme und Produktfilme.
Bei Fragen könnt ihr mir gerne eine Mail schreiben.

die lichtfänger Josef Sälzle