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LED-Lichter

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LED-Lichter ist heutzutage nicht mehr wegzudenken, in jedem Bereich sind sie nun vertreten. Straßenlaternen werden auf LEDs umgestellt, zuhause kann man mit LEDs die Farben der Lichter im Laufe des Tages genau auf bestimmte Stimmungen und Situationen anpassen und im Automobilbereich werden LEDs für erhöhte Sicht und mehr Sicherheit eingesetzt. Die LED-Technik macht den Alltag um einiges einfacher.

Im Filmbereich ist dies leider nicht so einfach. Natürlich werden hier auch immer mehr LEDs verwendet, die Vorteile liegen auf der Hand: Es wird weniger Strom benötigt und man kann viele LEDs über Akkus betreiben, man ist also sehr flexibel im Lichtaufbau. Man braucht nicht unbedingt eine Stromquelle und kann somit die Lichter fast beliebig platzieren. Man hat mehr Licht zur Verfügung. Die Farbtemperatur kann bei vielen LEDs angepasst werden (siehe Walimex Bi-Color 312).

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Leider sind viele Mängel noch nicht behoben und gerade bei Billiganbietern werden immer noch schlechte Panels verbaut.

Die meisten LEDs haben immer noch kein volles Farbspektrum. Das Farbspektrum einer Lampe ist für die Farbdarstellung verantwortlich. Schlussendlich betrifft das den Sensor, mit welchen Informationen kommen die Farben am Sensor an. Der Farbwiedergabeindex von LEDs ist nicht hoch, die klassische Glühbirne und Halogenlampen haben ein kontinuierliches Vollspektrum, dadurch eine sehr hohe Farbwiedergabe. LEDs sind diskontinuierliches Licht mit Farbspitzen, hier leidet der Farbwiedergabeindex. Besonders bei günstig produzierten LEDs macht man Abstriche bei der Farbwiedergabe. Für das menschliche Auge ist das nicht relevant, aber der Kamerasensor leidet sehr darunter. Besonders Hauttöne sehen durch LED-Licht sehr komisch aus und lassen sich auch nur schwer korrigieren. Lediglich im Premiumpreissegment gibt es vereinzelt LEDs mit einem vollen Farbspektrum und einer guten Lichtqualität.

Folgende Bilder zeigen, wie Hauttöne unter LED-Licht aussehen. Die ersten beiden Bilder wurden jeweils mit der Walimex LED 312 Bi-Color mit ca. 3200K und ca. 5000K gemacht. Beim dritten Bild wurde die Hand mit einer ARRI 350 beleuchtet. Die Bilder wurden nicht bearbeitet.

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Ein Beispiel in der Praxis ist Konzertbeleuchtung, denn immer mehr Lichttechniker bei Konzerten stellen auf LEDs um. Viele Eventfilmer leiden sehr darunter. Wenn ein roter Scheinwerfer die Haut trifft und die Kamera filmt gerade genau dieses Motiv, dann clipt die Haut in der Regel sofort, man kann das Rot auch nicht in der Post herausfiltern. Dem Publikum fällt das überhaupt nicht auf und die Konzertbeleuchter freuen sich über den geringen Energieverbrauch, die hohe Leistung und die geringe Hitzeentwicklung. Die Eventfilmer haben das Nachsehen. Die Filmaufnahmen sind natürlich nicht kaputt, aber die Qualität leidet doch sehr darunter. dielichtfanger-LED-LED-Problem

Wir sind mit der Qualität von LEDs immer noch nicht zufrieden und verwenden daher immer noch Halogenlampen, HMIs und hochwertige Leuchtstoffröhren wie zum Beispiel Kinoflo. In unserem Artikel Lichtspieler: Lichtarten und Lichtmodifikation stellen wir euch die unterschiedlichen Lichter, die man bei einer Filmproduktion verwenden kann, vor.
Wir können jedem nur empfehlen, die Lichter vorher auszuprobieren, gerade bei LEDs gibt es enorme Unterschiede in der Qualität. Viele Kameraverleihe haben auch Lichter im Angebot und man bekommt viele schon für 5€ pro Tag. Hier kann man dann unterschiedliche Lichter ausprobieren und dann festlegen, welches man sich zulegen will.

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