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Blackmagic Micro Cinema Camera Teil 3

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In den letzten beiden Teilen (Teil1 und Teil2) haben wir euch die BlackMagic Micro vorgestellt und ihr Bild mit der BMPCC verglichen. In diesem Artikel stellen wir euch jetzt unterschiedliche Kombinationen der BMMCC aus der Praxis vor. Wir haben die Kamera jetzt seit ein paar Wochen bei uns im Einsatz und schnell hat sich herauskristallisiert, wie man die Kamera einsetzen kann.

BMMCC + Nebula 4000 Lite

Wir haben euch ja bereits unseren Einhandgimbal Nebula 4000 Lite vorgestellt und auch in Kombination mit der BMPCC. Man kann die Micro natürlich auch auf dem Gimbal verwenden. Natürlich braucht man hier auch eine Möglichkeit, den Monitor am Gimbal zu befestigen, damit man nicht komplett blind filmt. Wir verwenden ein Z-Rail von Zacuto und den kleinen MagicArm von Zacuto. Man muss sich etwas umgewöhnen, da der Gimbal mit Monitor natürlich etwas schwerer wird. Dafür kann man den Monitor über den MagicArm auch in unterschiedliche Positionen bringen und hat somit immer einen guten Blick auf den Monitor. Wenn man die BMPCC auf dem Nebula ohne Monitor verwenden hat, dann konnte man bei bestimmten Kamerafahrten und Bewegungen das Display nicht mehr sehen und musste somit fast blind arbeiten, man musste sich auf sein Gefühl verlassen.

Aber so ganz hat uns die Micro auf dem Nebula 4000 noch nicht überzeugt, wir müssen hier auf jeden Fall noch an den Einstellungen arbeiten und auch das störrische HDMI-Kabel durch ein leichteres, flexibleres Kabel ersetzen. Wahrscheinlich ist hier aber auch schon der Nebula ausgereizt, weil es an sich nur ein Einhandgimbal ist. Das zusätzliche Gewicht vom Monitor ist fast schon zu viel für den Einhandbetrieb und man bekommt nur sehr schwer ruhige Fahrten hin.

BMMCC + Einbeinstativ

Da wir zwei BMPCCs haben, hat sich bei uns eine feste Arbeitsweise mit den beiden Kameras etabliert. Eine wurde in der Regel auf dem Gimbal verwendet und die zweite auf dem Einbeinstativ. Die BlackMagic Micro kann man natürlich auch auf dem Einbeinstativ verwenden. Den Monitor befestigt man am Cage und kann so auch das Bild beurteilen. Durch das geringe Gewicht der BMMCC kann man auch locker den ganzen Tag mit dieser Kombination drehen. Früher mit der 5D + 70-200mm Objektiv + Mikrofon hat man das Gewicht trotz Einbeinstativ gemerkt. Wenn man viel laufen muss, dann geht das Stativ mit Kamera schon auf die Arme. Die Blackmagic Micro ist hier deutlich angenehmer. Wir haben hier exemplarisch das Einbeinstativ genannt, natürlich kann man die Micro auch auf einem normalen Dreibeinstativ verwenden.

BMMCC + Schulterrig

Wir geben zu, es sieht schon komisch aus, wenn die BMMCC auf einem riesigen Schulterstativ von Zacuto ist, das komplette Rig wirkt total überdimensioniert für diese kleine Kamera, aber am Ende zählt nur das Ergebnis. Die BMPCC ist bei uns die B-Kamera und kommt nicht wirklich auf der Schulter zum Einsatz, wir wollten es bei der BMMCC aber trotzdem ausprobieren. Normalerweise sollte die Kamera direkt auf der Schulter sitzen und so optimal das Gewicht verteilen, wenn die Kamera zu weit vorne sitz, dann ermüden die Arme schneller, da man immer gegen das Gewicht der Kamera arbeiten muss. Durch die sehr kleine Größe der Kamera muss man etwas improvisieren, wenn man die Kamera mit einem Olympus 12mm Objektiv direkt über der Schulter verwendet, dann ist die Kamera zwar gut ausbalanciert, man kommt aber sehr schlecht an die Bedienelemente oder an den Schärfering des Objektives. Der kurze MagicArm von Zacuto ist hier auch schon fast zu kurz, da man den Monitor schon zu dicht vor dem Gesicht hat. Das Schärfenproblem bekommt man mit einem größeren Objektiv in den Griff. Da man auf der Schulter sowieso nicht die geringe Größe der Kamera braucht, kann man getrost auch ein größeres Canonobjektiv an der Kamera adaptieren, der Schärfering wandert somit etwas weiter nach vorne. Das Monitorproblem kann man über einen längeren MagicArm oder Z-Rail lösen. Man muss etwas basteln, aber man kann die BMMCC auch auf der Schulter verwenden und wenn alles gut eingestellt ist, dann macht dies auch richtig Spaß.

BMPCC Handheld

Handheld passt an sich nicht wirklich zu unserer Arbeitsweise, aber wir wollen uns auch etwas weiterentwickeln und können uns bei bestimmten Einsatzzwecken auch Shots aus der Hand vorstellen. Gerade wenn man dann zusätzlich noch mit 50p arbeitet. Durch die leichte Slowmotion kann man Wackler etwas kaschieren, natürlich nicht so stark, wie bei 240p.

Die BMMCC ist nicht wirklich für den Handheld-Betrieb ausgelegt. Normalerweise hält ein Rechtshänder die Kamera in der rechten Hand, bei der Pocket passt dies wunderbar, da die Micro aber ein kleiner Würfel ist, kann man sie nicht gut halten. Wenn man dann noch HDMI-Kabel vom Monitor einsteckt, hat man noch weniger Platz um die Kamera zu halten. Man braucht auf jeden Fall einen Haltegriff auf der rechten Seite, der noch genug Platz für das HDMI-Kabel lässt.

Fazit

Ihr seht die Blackmagic Micro Kamera ist sehr flexibel einsetzbar und man muss sich eigentlich fast keine Gedanken machen. Einzig der zusätzliche Monitor ist ab und zu etwas nervig, es ist immer ein zusätzliches Gerät. Man muss einfach eine Zeit mit den unterschiedlichen Setups arbeiten, dann merkt man schnelle für welches Setup sich die Micro am besten eignet. Bei uns ist die Micro eher auf dem Einbeinstativ, im Schulterbetrieb verwenden wir dann doch lieber die Canon C300, durch die bessere Ergonomie ist das Arbeiten mit der größeren Kamera deutlich angenehmer.

Leider überzeugt uns die Micro auf dem Nebula4000 Lite nicht. An sich wollten wir hier eine Alternative zur Blackmagic Pocket, da die Micro noch 50p bietet. Mit dem zusätzlichen Monitor hat man wahrscheinlich die Grenze der günstigen Einhandgimbals erreicht.

In Teil 4 könnt ihr lesen, warum wir uns von der Blackmagic Micro wieder verabschiedet haben.

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