Wie verwendet man einen Lichtmesser
In diesem Artikel schauen wir uns die Arbeit mit Lichtmessern an und wie man einen Sekonic L-858d Lichtmesser kalibrieren kann. Achtung: Das ist ein sehr langer Artikel. Ich habe aber ein praktisches Inhaltsverzeichnis, falls ihr schon alle Grundlagen zu Lichtmessern wisst und nur wissen wollt wie ihr euren Lichtmesser kalibireren könnt, dann springt zu diesem Abschnitt. Ihr solltet euch aber viel zum Kalibrieren von euren Lichtmesser nehmen, weil der Prozess sehr aufwendig ist und man sehr genau arbeiten muss.
Inhaltsverzeichnis:
Einführung
Ich hab mich in letzter Zeit wieder viel mit Belichtung und Belichtungsmessern beschäftigt. Besonders, weil ich sehr viel mit unterschiedlichen Kameras von Sony (FX6, FX9), RED (KOMODO und RAPTOR), Blackmagic (BMPCC4K, BMCC6K) und ARRI (Alexa Mini) gearbeitet habe. Und irgendwie hat es mich genervt, dass ich teilweise die Kameras von Sony etwas unterbelichtet habe. Ja, ich weiß, man sollte Sony SLOG generell etwas überbelichten, aber ich war irgendwie von Blackmagic, ARRI und RED so gewohnt, dass ich einfach ganz „normal“ (was auch immer normal heißt) belichten konnte. Generell habe ich mich bei Blackmagic und ARRI sehr auf das Bild auf dem Monitor verlassen und habe bei Bedarf den FalseColor gecheckt. Bei RED arbeite ich oft mit den internen Traffic Lights und der EL-Zone auf meinem SmallHD 702 Touch. Verlasse mich hierbei auch sehr auf meinen Monitor.
Sony ist immer so ein bisschen ein Mysterium für mich. Auf den kleinen Onboard-Bildschirmen erkennt man so überhaupt nichts und der Waveform-Monitor liefert auch nicht so ganz verlässliche Ergebnisse. Aber klar, ich arbeite einfach nicht täglich mit Sony.
Daher habe ich mich dann entschlossen wieder viel regelmäßiger meinen Sekonic 478d (Amazon-Link) zu verwenden. Zusätzlich habe ich mir jetzt aber auch noch einen Sekonic 858d geholt, weil ich auch endlich mal einen Spotmeter haben wollte und es hier ein sehr gutes Angebot gab. Ich hätte zwar lieber ein Modell mit echten Knöpfen gehabt, weil ich nicht so ein Mega-Fan vom Touchscreen des 478D bin, aber das Vorgängermodell vom 858d wird immer noch zu utopischen Preisen gehandelt. Wahrscheinlich wollen einfach mehr Leute ein Modell mit echten Tasten.
Und siehe da, das Sony Material war auch nicht mehr so unterbelichtet wie davor. Ich bin einfach jemand, der gerne einen Lichtmesser verwendet. Mit einem Spotmeter im Lichtmesser sieht man natürlich auch nochmal viel professioneller aus.
Weitere Gründe, einen Lichtmesser zu verwenden
Ich fotografiere in letzter Zeit auch wieder viel mehr analog und hier ist ein Lichtmesser natürlich auch sinnvoll, gerade wenn die analoge Kamera keinen eingebauten Lichtmesser hat. Natürlich gibt es auch kleinere Lichtmesser für den Blitzschuh, aber hier habe ich noch keine Erfahrungen gesammelt.
Zwei Lichtmesser für noch mehr Spaß
So, jetzt habe ich zwei Lichtmesser, die ich bei meinen größeren Drehs eigentlich immer dabei habe. Ich dachte eigentlich, dass ich den 478d verkaufen werde, aber irgendwie behalte ich ihn jetzt doch. Er ist auch deutlich kleiner als der 858d und passt somit auch mal besser in die Jackentasche. Das schöne ist auch, dass man einen Lichtmesser einfach jemand anderen (zum Beispiel einem Beleuchter) in die Hand drücken kann. Gerade bei so kleineren Drehs, haben die Leute vom Licht keinen eigenen Lichtmesser. So kann man den Leuten dann ein paar Lichtwerte zurufen und die können sich dann selbst um das Licht und die Messung kümmern.
Ich sehe aber kaum noch Leute, die so richtige mit einem Lichtmesser auf dem Set arbeiten (also zumindest hier bei mir in der Region), da ist es natürlich schön, wenn man dann seinen Leuten im Team am Dreh direkt die Arbeit mit dem Lichtmesser näher bringen kann. Im Film- und Fotobereich mit einem Lichtmesser umgehen zu können ist nicht die schlechteste Fähigkeit ;-).

Leider bekomme ich aber irgendwie unterschiedliche Messwerte mit den beiden Modellen und hier beginnt jetzt meine exzessive Reise der Kalibrierung von Lichtmessern.
Warum sollte man überhaupt das Licht messen?
Aber zunächst noch etwas zu allgemeinen Erklärung. Fall ihr schon einen Lichtmesser habt und wisst, warum man einen Lichtmesser verwendet, könnt ihr auch direkt ein Kapitel weiterspringen.
Mit einem Lichtmesser ist man unabhängig von der Kamera
Mit einem Lichtmesser könnt ihr unabhängig von eurer Kamera das Licht an einem bestimmten Punkt messen. Wenn man mit einer kleinen DSLM unterwegs ist, dann erscheint einem dieser Grund noch nicht so offensichtlich, weil man ja einfach die Kamera mitnehmen kann und so auch einen Spotmeter hat. Sobald man aber mit größeren Kameras (und hier zähle ich auch schon eine geriggte Pocket4K dazu) unterwegs ist, kann man oft die Kamera nicht mehr so einfach von Ort zu Ort befördern.
Teilweise hat man die Kamera auch einfach nicht zur Hand. Wenn man zum Beispiel einen Film drehen will und sich hierfür eine größere Kamera beim Verleih holen will, dann hat man die Kamera oft nur einen Tag vor dem Dreh zur Verfügung (lest euch hier meinen Artikel zu Kaufen vs. Leihen durch). Das Locationscouting ist aber meistens schon Wochen vor dem Dreh. Mit einem Lichtmesser kann man die Location auch schon grob vermessen und weiß so, mit welchen Lichtwerten man dann beim Dreh rechnen kann.
Mit einem Lichtmesser ist man unabhängig von der Lichtmessung der Kamera
Jede digitale und fast jede analoge Kamera hat einen Belichtungsmesser. Im digitalen Bereich kann man diesen Belichtungsmesser natürlich wunderbar verwenden. Man muss sich aber über die Limitierungen dieser internen Belichtungsmesser bewusst sein. Zunächst misst der interne Belichtungsmesser eine Kamera immer nur das reflektierte Licht. Also das Licht, dass von der Lichtquelle auf unser Subjekt fällt und dann vom Subjekt in die Linsen reflektiert wird.
Bei besonderen Lichtverhältnissen wie zum Beispiel Schnee und LowKey-Szenen kann der interne Lichtmesser falsche Werte liefern, weil der interne Lichtmesser die Szenerie im Bezug zu 18%-Grau betrachtet.
Das ist generelle das Problem von Spotmetern. Es kann also sein, dass der interne Belichtungsmesser einen falsche Werte ausgibt und wenn man blind darauf vertraut, kann man ziemlich böse Überraschungen erleben. Natürlich immer digitalen Zeitaltern auch nicht mehr so, weil man das Ergebnis ja direkt auf dem Bildschirm sehen kann.
Natürlich misst ein Lichtmesser auch immer in Bezug zu 18%-Grau, aber je nach Messmethode (Incident oder Reflective) bekommt man hier verlässlichere Werte.
Mit einem Lichtmesser kann man sich Kontrastverhältnisse einfacher anzeigen und berechnen lassen
Mit einem Lichtmesser kann man in einer Szenerie unterschiedlicher Lichter (z. B. Hauptlicht, Fülllicht, Spitzlicht und weitere) schnell einmessen und vor allem auch diese Werte speichern. Eine Kamera gibt einem meistens nur die Belichtung von einem bestimmten Punkt genau zu diesem Zeitpunkt. Mir ist im Moment nicht bekannt, ob eine Kamera unterschiedliche Messwerte speichern kann.
Mit diesen unterschiedlichen Messwerten kann man sich zum Beispiel den Kontrast zwischen Hauptlicht und Fülllicht ausrechnen. Wenn man zum Beispiel beim Hauptlicht eine F4 und beim Fülllicht eine F2 hat, dann weiß man, dass man ein Kontrast Verhältnisse von 4:1 hat. Das Hauptlicht ist zwei Blenden heller als das Fülllicht.
Mit der Kamera müsste man ganz genau die Hauptlichtseite mit dem Spotmesser treffen, dann sich die Belichtung merken (meistens wird ja nur -3, -2, -1, 0, 1, 2, 3) und dann auf die Fülllichtseite zielen und sich die neuen Werte merken und dann diese Werte miteinander vergleichen. Mit der Zeit bekommt man hier auch Übung, aber ich habe festgestellt, dass man mit dem Lichtmesser hier einfach so viel schneller ist.

Dann gibt es natürlich oft den Einwand – „Aber man hat ja auf einer digitalen Kamera auch Kontrollmonitore.“ Das ist korrekt, natürlich hat man auf den meisten Kameras ein Histogram, Falsecolor oder einen Waveformmonitor. Aber sehr häufig basieren die Werte auf dem bereits korrigiertem Bild und nicht dem LOG-Bild. Bei Cinema Cameras kann man oft auswählen, ob der FalseColor-Monitor auf das Log-Bild oder auf das Bild mit LUT zugreifen soll. Man kann das meistens individuell konfigurieren, aber oft ist es sehr in den Untermenüs versteckt. Manchmal muss man auch unterschiedliche Ausgänge wählen. Also man kann sich zum Beispiel auf dem internen Viewfinder das REC709-Bild anzeigen lassen und dann auf einem externen SDI/HDMI-Ausgang das LOG-Bild. Bei vielen DSLMs hat man aber nur ein Histogramm, dass nicht auf den rohen Sensordaten basiert.
Lange Rede kurzer Sinn, ein Lichtmesser ist durchaus eine sinnvolle Investition.
Braucht man unbedingt einen Lichtmesser?
Josef, jetzt ganz ehrlich, braucht man wirklich unbedingt zu jeder Zeit immer einen Lichtmesser? Meine ganz ehrliche Meinung. Der Großteil von Filmemachern braucht heutzutage keinen Lichtmesser mehr. In unserer schnelllebigen Content-Zeit wird nur noch sehr wenig Wert auf eine konstante Belichtung oder konstante Kontrastverhältnisse gelegt. Oder auf konstante Qualität, aber das ist ein anderes Thema 😉 Stichwort: „Ich film einfach alles mit 50p …, dann kann ich egal wann eine Slowmotion machen“.
Ich habe zwar bei jedem Dreh meinen Lichtmesser dabei, weil er einfach in meiner Kameratasche ist, verwende ihn aber nicht immer. Die Kameras sind mittlerweile auch so gut, dass man sehr gut über einen externen Monitor mit Scopes arbeiten kann. Die kleinen internen Monitore kann man meiner Meinung nach eher vergessen und dienen vielleicht noch, um ungefähr die Kadrierung während der Aufnahme zu kontrollieren und um die Menüs der Kamera aufzurufen (I’m looking at you Sony FX6 … was für ein Drecksmonitor). Blackmagic geht hier mit positivem Beispiel voran und verbaut bei den meisten Kameras ein 5-Zoll Display. Ich muss aber auch sagen, dass ich zu 95% mit Kinokameras oder CinemaCamcordern arbeite und daher bestimmte professionelle Workflows gewohnt bin. Ich kann mich auch oft deutlich besser auf die internen Kontrollmonitore meiner RED verlassen.
Ich habe aber durchaus festgestellt, dass ich deutlich besser arbeite, wenn ich einen Lichtmesser verwende. Es ist einfach ein zusätzlicher Schritt, der einen auch nochmal nachdenken lässt.
Die beiden Messmethoden eines Belichtungsmessers
Schauen wir uns jetzt die beiden Messmethoden eines Belichtungsmessers an. Ein Belichtungsmesser misst in der Regel immer das ankommende Licht (Incident Messung). Teilweise haben die Lichtmesser noch einen Spotmeter und können so das reflektierte Licht messen. Siehe Sekonic 858d vs. 478d
Incident
Schauen wir uns als Erstes die Incident Messung an
Bei der Incident Messung arbeitet man mit der Kalotte. Die Incident-Messung misst das Licht, das direkt auf das Motiv fällt, und liefert dadurch ziemlich verlässliche Werte, weil das Motiv nicht berücksichtigt wird. Das bedeutet, ihr bekommt eine genaue Wiedergabe von Tonalität, Farben und Kontrasten, unabhängig davon, wie das Motiv selbst aussieht – ob hell, dunkel oder strukturiert. Wenn ein Motiv heller als Mittelgrau ist, erscheint es im Bild auch entsprechend heller. Und wenn es dunkler als Mittelgrau ist, bleibt es auch dunkel. Ihr solltet euch aber angewöhnen das ankommende Licht immer gleich zu messen. Teilweise wird hier empfohlen den Lichtmesser in Richtung Kamera zu halten und dann mit der Hand jeweils die Lichtseite, die man nicht messen möchte abzudecken. Ich messe aber immer in die Richtung vom ankommenden Licht. Wichtig ist aber, dass ihr einfach immer die gleiche Messmethode nehmt.

Teilweise könnt ihr Lichtmessern auch die Kalotte einfahren. Mit dieser Methode kann man dann flache Oberflächen messen. Im ausgefahrenen Zustand werden volumetrische Körper gemessen. Ein Gesicht ist zum Beispiel ein volumetrischer Körper.

Reflective
Schauen wir uns jetzt den Spotmeter an, der das reflektierende Licht misst.
Belichtungsmesser, die das reflektierte Licht messen – dazu zählen auch die in Kameras eingebauten –, erfassen die Lichtmenge, die vom Motiv zurückgeworfen wird. Das Problem dabei? Diese Messungen werden durch die Reflexionen der Oberfläche beeinflusst. Das verfälscht den Messwert. Stellt euch eine schöne Schneelandschaft vor. Der Schnee reflektiert natürlich sehr viel licht und euer Spotmeter wird euch dann sagen, dass ihr abblenden müsst. Hier kann man natürlich mit einer Graukarte arbeiten und generell am Anfang einer Szene immer erst die Graukarte ins Bild halten und von dieser Karte eine Messung machen. Diese Methode ist aber nicht immer ganz praktikabel.


Was bringt einem dann der Spotmeter in einem externen Gerät, wenn die Kamera auch einen integrierten Spotmeter hat?
Bei der Kamera wird der Spotmeter oft von den gewählten Optiken beeinflusst. Bei einem Weitwinkel nimmt der Spotmeter eine größere Menge auf, wie bei einem Teleobjektiv. Ein externer Belichtungsmesser mit einem Spotmeter hat oft einen festen Winkel von zum Beispiel 1°. So liefert der externe Spotmeter immer eine verlässlichere Messung.
Was bringt ein Spotmeter überhaupt, wenn er teilweise falsche Werte liefert?
Wie bei jedem Messgerät muss man auch seinen Kopf bei der Messung einschalten und nicht blind auf die Technik vertrauen. Bei schwierigen Lichtsituationen müsst ihr einfach im Hinterkopf haben, was der Spotmeter misst und wie ihr das Ergebnis interpretieren müsst.
Teilweise habt ihr aber auch Motive, die ihr nicht direkt mit dem Incident-Meter messen könnt, weil ihr zum Beispiel gar nicht an das Objekt herankommt (zum Beispiel eine schöne Landschaft mit Schlucht oder sowas). Mit dem Spotmeter könnt ihr hier trotzdem eine Messung machen.
Mittelgrau
Egal welcher Belichtungsmesser, alle sind darauf ausgelegt, Licht auf eine standardisierte Weise zu messen. Sie gehen davon aus, dass jedes Motiv eine durchschnittliche Reflexion hat – das sogenannte Mittelgrau, das genau zwischen Schwarz und Weiß liegt. Im Zonensystem entspricht das der Zone V. Dieser Mittelgrau-Standard hilft reflektierenden Belichtungsmessern dabei, in den meisten „durchschnittlichen“ Lichtsituationen korrekt zu messen. Aber eins muss klar sein: Ein Belichtungsmesser kann nicht sehen oder interpretieren, was ihr seht. Er misst nur die Lichtmenge, die auf das Motiv trifft. Ihr müsst das Ergebnis aus dem Lichtmesser immer interpretieren.
Lichtmesser und Speedbooster
Ok kommen wir zu einer Besonderheit. In den letzten Jahren sind ja Speedbooster sehr beliebt geworden. Gerade, weil viele den „Vollformat-Look“ mit einer Crop-Sensorkamera haben wollten. Wenn man mit einem Speedbooster arbeitet, bekommt man ja fast eine zusätzliche Blende. Meine Blackmagic Pocket 4K Cinema Camera verhält sich mit dem Speedbooster bei ISO400 eher wie ISO640 – ISO800. Diese Blende muss man natürlich bei der Messung berücksichtigen.
Man kann hier den Lichtmesser einfach auf ISO800 einstellen (wenn man mit ISO400 filmt). Oder man stellt die Exposure Compensation im Lichtmesser auf +1 (Measured Value) oder auf -1 (Exposure Level).
Lichtmesser kalibrieren
Die Kameras haben sich zwar in den letzten Jahren alle sehr angeglichen. Aber sie liefert dennoch immer noch unterschiedliche Ergebnisse. Gerade der Kontrastumfang unterscheidet sich natürlich bei einer Mittelklasse DSLM zu einer hochpreisigen Kinokamera. Mit den neueren Modellen von Sekonic hat man ja ideale Werkzeuge, um sich den Kontrastumfang in einer Szene anzeigen zu lassen. Blöd nur, wenn der angezeigte Kontrastumfang nicht mit dem Kontrastumfang der Kamera übereinstimmt.
Daher sollte man individuelle Kameraprofile für seinen Lichtmesser erstellen. Am besten für alle Kameras, die man verwendet. Mit einem kalibriertem Lichtmesser kann man auch unterschiedliche Kameras besser miteinander vergleichen. Also wenn man zum Beispiel selbst eine Pocket4K und eine RED KOMODO hat (ich nehme jetzt diese Kameras als Beispiel, weil ich diese Kameras besitze), dann kann man beim Einmessen schauen, welche Kamera hier die besseren Ergebnisse liefern würde.
Wie kalibriert man seinen Lichtmesser
Hierfür gibt es einen standardisierten Prozess, der von Sekonic empfohlen wird. Ihr braucht hierfür euren Belichtungsmesser, eine Kamera, Licht, Optiken mit T-Stops, ein Stativ, Belichtungskarte und etwas um Notizen zu machen.
Es gibt unterschiedliche Belichtungskarten. Sekonic hat das Target I und das Target II. Von X-Rite gibt es den ColorChecker und ColorChecker Passport. Je nach Belichtungskarte bekommt man unterschiedlich verlässlichere Ergebnisse. Auch der Aufwand unterscheidet sich massiv, je nachdem welche Karte man verwendet.
Sekonic Target I
Das Target I hat sieben graue Felder und ein komplett weißes und ein komplett schwarzes Feld. 18 % Grau sind auf der Rest der Karte und auf der Rückseite. Bei dieser Belichtungskarte braucht man 11 Belichtungen (bei +/-5EV) und 21 Belichtungen (bei +/-10EV). Das sind schon eine Menge Belichtungen.
Ich habe mir das Target I bei Manfrotto bestellt, da es hier verfügbar war. Irgendwie gehört Sekonic auch zum Konzern von Manfrotto, also so habe ich es zumindest verstanden. 170 € + Zoll will Sekonic für ein Stück Pappe … . Das teuerste Stück Pappe, dass ich jemals gekauft hatte. Der Artikelstandort wurde mit Deutschland angegeben, die Sendung kam aber trotzdem aus nicht Deutschland und so musste ich dann auch noch Zoll bezahlen.

Sekonic Target II
Das Sekonic Target II hat insgesamt 25 Graufelder, die immer 1/6 Blendenstufen Unterschied haben. Mit dieser Belichtungskarte braucht man drei Belichtungen bei +/-5EV und 5 Belichtungen bei +/-10EV. Diese Belichtungskarte liefert die besten Ergebnisse mit dem geringsten Aufwand. Leider gibt es diese Belichtungskarte nicht mehr bei Sekonic oder einem anderen Onlineshop zu kaufen. Man muss hier Glück haben, dass mal eine bei Ebay auftaucht.
Drei Wochen nach meiner Bestellung vom Target I habe ich einen Target II bei Kleinanzeigen entdeckt und musste natürlich hier direkt zuschlagen. Jetzt habe ich zwei sehr teure Karton-Karten gekauft. Das fühlt sich schon etwas schräg an.

X-Rite ColorChecker
Man kann auch mit den Color Checkern (Link zu Fotokoch) von X-Rite den Belichtungsmesser kalibrieren. Meine ersten Kalibrierungstests habe ich mit meinem guten alten ColorChecker Passport (Link zu Fotokoch) gemacht. Alt ist hier auch das Stichwort, weil der ColorChecker auch schon gute 10 Jahre auf dem Buckel hat. Teilweise kann es natürlich sein, dass die Testfelder dann nicht mehr ganz so genau sind. Die ColorChecker habe nicht so viele graue Testfelder und sind daher auch nicht so genau wie die teuren Target I und Target II Pappkartons.

Die Belichtungskarte aufbauen und einleuchten
Fangen wir mit dem Abfilmen der Belichtungskarte an. Für den kompletten Prozess braucht ihr wahrscheinlich ca. 2h. Der Prozess wird auch in der Anleitung von den Belichtungskarten beschrieben. Man soll die Karte möglichst gleichmäßig ausleuchten und genau senkrecht zur Kamera platzieren. Hier geht es darum, dass einfach keine Schatten auf der Karte entstehen und später die Software alles genau erfassen kann. Am besten packt man alles auf unterschiedliche Stative und dunkelt auch den Raum komplett ab. Das Licht muss natürlich beim kompletten Prozess einheitlich bleiben.
Dann leuchtet man die Belichtungskarte bei eurer gewünschten ISO und FPS mit einer Blende 11 und 180° Shutter ein. Mit eurem Lichtmesser könnt ihr das ganz genau kontrollieren. Falls ihr einen Spotmeter im Lichtmesser habt, dann messt ihr die Karte dann auch mit dem Spotmeter und schreibt euch den Wert auf. Das dient dazu, dass man später die beiden Messmethoden aufeinander abstimmen kann.
Setzt den Weißabgleich mit der Belichtungskarte. Je nach Karte oder ColorChecker müsst ihr ein anderes graues Kästchen hernehmen.
Belichtungsschritte filmen
So jetzt geht es los mit dem Abfilmen der einzelnen Belichtungsstufen. Ihr müsst einmal nach +10 EV und nach -10 EV. Dabei solltet ihr, wenn möglich alle Belichtungsschritte in der Kamera über ISO, Blende und zur Not ND-Filter machen. Ihr könnt natürlich auch das Licht anpassen. Aber die Messung wird genauer, wenn ihr das Licht nicht anpassen müsst.
Ihr solltet auch jede Belichtungsaufnahme separat benennen. Das könnt ihr entweder über die Metadaten in der Kamera machen oder einfacher mit einem Stück Papier, das neben die Belichtungskarte haltet. Für die -10 EV Belichtung braucht ihr wahrscheinlich noch eine Taschenlampe, damit ihr eure Notizen anleuchten könnt.
MiddleGrey eurer Kamera festlegen
Jetzt müsst ihr noch einen Wert für Middle Grey für eure Kamera festlegen. Einige Hersteller, wie ARRI oder Sony geben den Middle Grey Wert (auf IRE gerechnet) der eigenen Kameras an mit den jeweiligen Log-Profilen mit REC709 Konvertierung an. RED macht das leider nicht. In einem Reddit Thread habe ich jetzt gelesen, dass die KOMODO bei ISO800 MiddleGrey bei 512IRE haben sollte.
Jetzt schaut euch wieder 18 % Grau auf eurer Belichtungskarte an und passt die Belichtung in der Kamera so an, dass ihr den exakten IRE-Wert für euere Kamera habt. Hierfür müsst ihr natürlich mit dem Waveform-Monitor arbeiten. Jetzt könnt ihr mit der Blende noch + und – 5IRE mit eurer Kamera machen. So hat ihr später in der Postproduktion auch noch einen Vergleich.
Weitere ISO mit einer Kamera
Ihr macht die Kalibrierung ja immer nur für eine bestimmt ISO einer Kamera. Auf dem Set kann es natürlich sein, dass ihr mit mehreren ISO-Werten arbeitet. Normalerweise ist die Dynamik bei vielen Cinema Cameras ja gleich, egal welche ISO man wählt. Aber teilweise nimmt die Dynamik natürlich ab, wenn man höhere ISO-Werte verwendet (siehe mein Blogpost zur Dual-ISO bei der Pocket4K). Ihr solltet also für jede ISO, mit der ihr hauptsächlich arbeitet ein Sekonic Profil erstellen. Bei der Pocket4K wäre das bei mir zum Beispiel ISO400 und ISO3200. Bei der KOMODO ist es bei mir 400 und 800.
Sekonic DataTransferSoftware
Nachdem wir unsere Belichtungsreihe in der Kamera aufgenommen haben, beginnt der noch spaßigere Teil. Wir müssen die Ergebnisse auswerten. Aber zunächst müssen wir das Material ordentlich in der NLE eurer Wahl sortieren. Ich verwende DaVinci Resolve und würde das euch auch empfehlen. Ich habe einen kostenlosen Resolve Online-Kurs.
Also zunächst solltet ihr in Resolve euer Material sortieren. Ich würde unterschiedliche Ordner für eure Kameras und die jeweiligen ISO machen. Also Ordner und Unterordner und dann das Material dementsprechend verteilen. Neue Kameras könnt ihr einfach diesem Projekt hinzufügen, so ist alles schön ordentlich an einem Platz.
Wenn ihr das Material in die Ordner gepackt habt, dann könnt ihr eine Timeline für eine Kamera und gewählte ISO erstellen. In diese Timeline packt ihr dann das Material. Das Material müsst ihr jetzt sortieren von -10EV zu +10EV. Hier kommt es also darauf an, wie ihr das Material aufgenommen habt. Falls ihr bei 0 EV angefangen habt (wie ich), dann müsst ihr die Clips etwas umsortieren.
Standard REC709 LUT auf das Material anwenden
Jetzt wendet ihr eure Standard REC709 LUT auf das Material im Color Tab von Resolve an. Ich verwende die Phantom LUTs bei meiner RED KOMODO und die Standard Blackmagic LUTs bei der Pocket4K. Natürlich könnt ihr auch einen Colorspace Transform machen. Wichtig ist, dass ihr bei einem Bild landet, dass ihr zum Großteil auf dem Set anschaut. Ihr könnt auch das LOG-Bild beibehalten und den Lichtmesser darauf kalibrieren. Würde ich aber nicht empfehlen, weil LOG einfach nicht auf dem Set angeschaut werden sollte. Zu diesem Thema habe ich auch schon ein YouTube Video gemacht.
REC709 kann natürlich nicht so viel darstellen wie REC2020 oder das LOG, aber wenn ihr euch beim REC709 Bild auf dem Set unsicher seid, dann könnt ihr ja ganz normal noch den Kontrollmonitor der Kamera checken. Bei meiner KOMODO schaue ich hier auf die TrafficLights oder die Exposure-Anzeige.
Je nach Projekt könnt ihr natürlich auch kreativere LUTs auf das Testmaterial anwenden und dann für diese spezifische LUT ein Profil für den Sekonic erstellen. Mit dem kostenpflichtigen Plugin Dehancer kann man ja analoge Filme simulieren und sich daraus auch LUTs für die eigenen Kameras erstellen.
Stills aus dem Material erstellen
Im nächsten Schritt müsst ihr jetzt die Stills, die ihr in der Sekonic-Software braucht, erstellen. Im ColorTab bei den Stills könnt ihr auch wieder Ordner erstellen. Das macht ihr jetzt auch wieder für eure Kamera mit der gewählten ISO. Dann klickt ihr im Viewer mit der rechten Maustaste und wählt dann „Grab All Stills“ und dann „From Middle Frame“. Resolve erstellt jetzt die Stills von allen Clips. Dabei wählt Resolve die Mitte von einem CIip für das jeweilige Still. Das ist sehr angenehm, weil man ja am Anfang vom Clip vielleicht noch die Notizkarte oder Klappe im Bild hatte.
Überprüft dann alles Stills, ob es auch wirklich alle von -10 EV bis +10 EV sind. Exportiert jetzt diese Stills als JPG. Im Finder (oder Explorer) könnt ihr jetzt diese JPGs noch umbennen. Das ist sinnvoll, wenn ihr zum Beispiel die Beschriftung nicht dauerhaft im Bild habt. In der DTS-Software seht ihr dann am Dateinamen, um welche Belichtungsstufe es sich handelt.
Material auswerten
Jetzt müsst ihr euer Material auswerten. Und zwar könnt ihr das auch wieder in Resolve machen. Hierfür müsst ihr die unterschiedlichen Clips bewerten. Wo ist das Material über- und unterbelichtet. Ihr schaut ihr natürlich an den Rändern der Belichtung, also eher bei den höheren und niedrigeren Belichtungsreihen. Wo kann man keine Informationen aus den Highlights wiederherstellen (Geclippt) und wo sind die Schatten für euch schon zu verrauscht (Crushed).
In Resolve wählt ihr jetzt das Qualifier-Tool aus und dann klickt ihr mit der rechten Maustaste in das Viewer-Fenster und wählt „Show Picker RGB“. Jetzt bekommt ihr 8-Bit Werte von eurem Material. Schreibt euch alle Werte auf! Das braucht ihr dann gleich in der Sekonic DTS-Software.
Ihr müsste später in der Software 5 Werte festlegen: Clipping Point (+), Dynamic Range (+), Dynamic Range (-), Clipping Point (-) und Midtown.
- Dynamic Range (+): Das ist der maximalste RGB-Wert, den ihr in euren Belichtungen findet könnt. Bei 8-Bit hat man 256 Werte, aber in der Regel wird das Material davor schon clippen.
- Clipping Point (+): Hier müsst ihr das graue Feld finden, das für euch eine akzeptable Helligkeit (vor dem Clippen) hat. Es sollten hier noch Details erkennbar sein.
- Clipping Point (-): Hier müsst ihr auch wieder das graue Feld finden, das noch eine akzeptable Helligkeit (vor dem Crushen) für euch hat. Hier sollten auch noch Details erkennbar sein und nicht nur Rauschen.
- Dynamic Range (-): Niedrigster Wert, den ihr finden könnt.
- Midtown: Hier könnt ihr die Graukarte nehmen und den Wert mit der optimalen Belichtung für euch.
Sekonic DTS-Software starten und Profil erstellen
Startet jetzt die Sekonic Software und wählt aus dem Menü „Erstelle neues Profil“ aus. Wählt dann den „erweiterten Modus“ aus. Wir wollen ja alles möglichst genau machen. Dann müsst ihr auswählen, welche Belichtungskarte ihr verwendet habt. Ich wähle natürlich das Target II aus. Beim Dynamikumfang links könnt ihr auch noch auswählen, ob ihr 5 oder 10 Stufen machen wollt. Ich würde euch hier 10 empfehlen, weil wir es ja wie gesagt sehr genau haben wollen. Dann klickt ihr unten auf „weiter“. Die Buttons Weiter und Zurück sehen nicht klickbar aus, sie sind es aber. Im nächsten Punkt müsst ihr dann auswählen, ob ihr Dauerlicht oder Blitz verwendet habt. Da wird ja hier eher im Filmbereich unterwegs sind, gehe ich davon aus, dass ihr auf „Dauerlicht“ klickt. Im nächsten Punkt stellt ihr jetzt eure Kameraparameter ein und die wie die Belichtungskarte beleuchtet wurde. Einmal für die Lichtmessung (incident) und für die Objektmessung (reflective). Ihr habt euch ja den Wert der Objektmessung beim Einleuchten der Karte aufgeschrieben.
Dann müsst ihr eure Bilder auswählen. Jetzt beginnt der nervige Teil. Ihr müsst nämlich jetzt bei allen Bildern separat die gewählte Blende, Verschlusszeit und EV-Korrektur (ND-Filter) festlegen. Je nach Belichtungskarte ist das mehr oder weniger aufwendig. Mit dem grünen Häckchen könnt ihr dann die Bilder auswählen. Wenn ihr alle habt, könnt ihr zum nächsten Schritt gehen. Jetzt müsst ihr der Software die Ecken von der Belichtungskarte zeigen (wenn die Software die Ecken nicht erkannt habt). Ihr könnt hier kleine Fadenkreuze auf die jeweiligen Punkte auf der Karte ziehen. Macht das beim ersten Bild und klickt dann auf die anderen Bilder. Die Software behält die gesetzten Ecken bei. Hier zahlt sich jetzt eure Genauigkeit bei der Aufnahme aus.
Wenn ihr jetzt auf „weiter“ klickt, wird das Profil erstellt.
Profil speichern und auf den Lichtmesser übertragen
Der schwerste Teil ist jetzt vollbracht. Die Software zeigt euch jetzt die Bereiche an, die ihr vorhin in Resolve mit dem ColorPicker angeschaut habt. Ihr könnt dann eure Werte und die Werte der Software vergleichen und bei Bedarf auch noch Anpassungen machen. Die DTS-Software ist hier sehr konservativ, bei der KOMODO hat sie mir nur ca. 8 Blendenstufen Dynamikumfang angezeigt. Im Rec709-Bild mag das auch so sein, aber ich weiß ja, dass man durch das LOG deutlich mehr Dynamik hat.
Videoserie zum „Lichtmesser kalibrieren“
Habe den ganzen Kalibrierungsprozess auch noch als Video für euch.
Meine Werte für die KOMODO
- Dynamikumfang (+) = 252
- Begrenzungspunkt (+) = 245
- Mid.Tone = 102
- Dynamikumfang (-) = 12
- Begrenzungspunkt (-) = 9
Wenn alles passt, könnt ihr das Profil jetzt abspeichern. Ich verwende den Kameranamen und die gewählte ISO. Danach wählt ihr das Profil an und übertragt es auf den Lichtmesser.
Profil verwenden
So, jetzt müsst ihr natürlich das Profil auf eurem Lichtmesser auswählen und dann verwenden. Ihr werdet feststellen, dass man am Anfang noch überhaupt keinen Dynamikbereich auf dem Lichtmesser seht. Ihr müsst davor nämlich den Midtown auswählen. Hierfür könnt ihr in eurer Szene eine Graukarte verwenden und dann die Graukarte zum Beispiel mit dem Spotmeter mit der derzeitigen Beleuchtung Einmessen. Dann klickt ihr im Lichtmesserauf „Mid. Tone Set“ und dann auf „Set from Current Measurement“. Jetzt zeigt euch der Lichtmesser die Bereiche an, die ihr vorher in der Software gesehen habt.
Weitere ISO für ein Profil erstellen
Der Dynamikumfang eurer Kamera kann sich ja je nach der gewählten ISO ändern. Daher sollte man für jede ISO, die ihr hauptsächlich verwendet, eine Messung im Profil haben. Ihr könnt die zusätzliche ISO natürlich einem bereits erstellen Profil hinzufügen. Dafür klickt ihr auf das Profil und wählt dann „Bearbeiten der Profile“ aus. Jetzt könnt ihr „ISO hinzufügen“ auswählen. Ihr müsst natürlich die vorherigen Schritte alle neu machen.
Fazit
Der Prozess der Kalibrierung ist schon sehr aufwendig und man braucht auch beim ersten Mal sehr lange, weil man noch nicht so routiniert ist. Ich habe ca. 3,5h bei der ersten Kalibrierung gebraucht. Man wird aber belohnt mit einem kalibriertem Lichtmesser, auf den man sich in der Regel sehr gut verlassen kann.
Schaut euch auch den Guide für die DTS-Software an. Hier steht auch der komplette Kalibrierungsprozess. Teilweise werden aber etwas schwierigere Punkte in einem Nebensatz abgespeist. Ich hoffe, dass das mit meiner Anleitung etwas klarer geworden ist.
Muss ich die Kalibrierung wirklich machen?
Machen muss man dieses ganze Procedere natürlich nicht, man kann auch mit den Standard-Einstellungen mit dem Lichtmesser arbeiten. Wenn man nur mit einer Kamera unterwegs ist und regelmäßig die Kontrollmonitore checkt, dann fährt man auch ganz gut ohne kalibrierten Lichtmesser. Ich habe das jahrelang auch so gemacht. Bei der Kalibrierung lernt man aber sehr viel, vor allem die einzelnen Blendenabstufungen und das rechnen mit den Blenden.
Ich könnt euch natürlich auch das sehr aufwendige Abfilmen der Belichtungskarte sparen und meine Bilder für die Kalibrierung verwenden. Ich lade hier alle Bilder in ein guten Auflösung hoch. Natürlich bringt euch das nicht viel, wenn ihr nicht auch eine RED KOMODO habt. Bei Zeiten werden ich hier noch mehrere Kamera-Modelle hinzufügen. Ich muss diese Kameramodelle natürlich ein paar Tage haben, damit ich auch die Belichtungsreihe damit abfilmen kann. Bei mir im Keller ist dieses Setup nicht dauerhaft aufgebaut, daher geht das auch nicht mal schnell so nebenbei.
Videos zur Kalibrierung
Ich habe die Videos bewusst an das Ende gepackt. Ich dachte mir, dass es besser ist, wenn man alles einmal gelesen hat und dann sich meine Kalibrierung als Video anschaut. So sieht man auch schon direkt, dass ich bei meinem ersten Video nur den X-Rite ColorChecker Passport hatte und noch nicht die Sekonic Targets.
Ich habe über den ganzen Prozess drei Videos erstellt.
KOMODO – ISO 800 – 25p
In diesem Abschnitt gebe ich euch jetzt meine Testbilder. Mit diesen Testbildern könnt ihr selbst ein Profil für euren Sekonic Lichtmesser stellen. Zusätzlich lade ich hier aber auch noch mein Sekonic Profil für die KOMODO bei 25p und ISO800 hoch. Ihr könnt einfach auf die Bilder klicken und euch die volle JPG-Auflösung herunterladen.
Bei diesen Bildern ist bereits meine LUT für die KOMODO von PhantomLuts hinterlegt. Es ist die Standard Neutral Komodo G1 LUT.
Falls ihr eure eigene LUT verwenden wollt, hier noch die LOG-Bilder, die direkt aus der Kamera kommen.
Mein KOMODO-Profil für den Sekonic Lichtmesser gibt es hier: KOMODO












