Blackmagic Pocket Cinema Camera 4K Teil 1 (Überblick)

Blackmagic Pocket Cinema Camera 4K Teil 1 (Überblick)

Träume scheinen auch mal wahr zu werden. Blackmagic hat den Nachfolger der populären Blackmagic Pocket Cinema Camera im zweiten Quartal 2018 vorgestellt – die Blackmagic Pocket Cinema Camera 4K.

EINFÜHRUNG

Ankündigung und Lieferzeit

Jetzt ist die Kamera endlich auf dem Markt und zwar ziemlich pünktlich wie angekündigt. Doch an den langen Wartezeiten, bis man die Kamera endlich in den Händen halten kann, haben sich nicht geändert. Dafür sind die Kameras von Blackmagic einfach zu beliebt. Viele Vorbesteller und Blogger haben die Kamera bereits. Der normale Käufer muss sich auf längere Lieferzeiten einstellen. Erst hieß es Mitte Februar, dann Ende März, jetzt hört man Gerüchte von Auslieferungen im Mai.
Der Patentstreit mit RED und Adobe bzgl. CinemaDNG scheint hier auch noch ein Grund für die längeren Lieferzeiten gewesen zu sein, aber das ist nur ein Gerücht.


Umweg Ebay

Wenn man nicht so lange Warten will, dann kann man natürlich auch bei eBay nach einer BlackMagic Pocket 4K (Ebay-Link) Ausschau halten. Man muss sich aber auf deutliche Mehrkosten einstellen. Viele haben die Kamera nur vorbestellt, um sie dann teuer auf Ebay zu verkaufen. Viele Händler haben die Kamera für ca. 1400€ brutto im Angebot, bei Ebay wird die Kamera oft für 1799€ oder mehr angeboten. Klar jeder möchte etwas verdienen, aber eine Kamera zu kaufen und nurauf den Hype zu hoffen, um die Kamera dann armen Filmemachern überteuert zu verkaufen …. ich weiß ja nicht.
Unser Artikel zur Blackmagic Pocken Cinema Camera 4k kommt jetzt auch etwas später. Ich habe die Kamera nicht sofort vorbestellt, da wir das letzte mal auch ca. ein Jahr auf die Kamera gewartet haben. Ich wollte dieses mal einfach schauen wie sich die Situation so entwickelt.

Unsere Blackmagic Geschichte

Wir ihr wisst, hatten wir bereits drei Kameras von Blackmagic. Die Blackmagic Pocket, die Blackmagic Micro und die URSA Mini Pro und wir machen uns immer einen Spaß aus den Abkürzungen für die Kameras. Die Blackmagic Pocket Cinema Camera 4K ist dann die BMPCC4K. 
Die Blackmagic Pocket war für uns ein Meilenstein, sie hatte zwar ihre Fehler – besonders die Akkulaufzeit war nicht gerade überragend, aber die Bilder, die diese kleine Kamera geliefert hat, sind schon sehr gut gewesen. Durch den kleinen Formfaktor konnte man die Kamera sehr unkonventionell verwendet und hatte trotzdem ein cineastisches Bild und musste keine Actionkamera verwenden, die oft sehr nach billigem Video aussehen. 

Blackmagic Produktportfolio

Blackmagic hat das Produktportfolio etwas eingedampft und bietet nun folgende Kameras an:

  • Ursa Mini Pro
  • Ursa Broadcast
  • Micro Cinema Camera
  • Pocket Cinema Camera 4K
  • Studio Camera
  • Micro Studio Camera 4K

Die Ursa Broadcast hat bereits nicht mehr den Zusatz Mini im Namen und wir denken, dass Blackmagic bei der nächsten Generation der Ursa Mini Pro das Mini auch weglassen wird. Die Ursprungs Ursa ist ja auch nicht mehr im Programm und so macht das Mini noch weniger Sinn. 

AUSPACKEN UND ERSTER EINDRUCK

Die Blackmagic Pocket Cinema Camera 4K kommt wie immer in einer stylischen Verpackung. Das Verpackungsdesign von Blackmagic erinnert stark an Apple. Alles hat seinen Platz und man sieht sofort was man alles bekommt. So ganz wie bei Apple ist es aber dann auch nicht, in den letzten Jahren hat Apple immer mehr auf Recyclingverpackungen gesetzt und weniger Plastik bei der Verpackung verwendet. Bei Blackmagic liegt die Kamera und das Zubehör noch in Plastikschalen.

die lichtfänger Blackmagic Pocket Cinema Camera 4K
die lichtfänger Blackmagic Pocket Cinema Camera 4K
die lichtfänger Blackmagic Pocket Cinema Camera 4K
die lichtfänger Blackmagic Pocket Cinema Camera 4K
Auspacken

Aber kommen wir doch gleich zur Kamera. Wenn man sie das erste mal in die Hand nimmt, fällt einem sofort auf – die Pocket ist erwachsen geworden. Der Body ist deutlich größer im Vergleich zum Vorgänger und sieht auch hochwertiger aus.

Body

Es gibt mehr Knöpfe auf dem Body, was wir auch immer begrüßen, da man nach bestimmten Funktionen nicht immer ewig in den Menüs schauen muss. Obwohl die Menüs von Blackmagic natürlich sehr übersichtlich sind. Der Griff fühlt sich gut an und die Kamera liegt auch gut in der Hand. Gerade der etwas größere Formfaktor unterstützt dies auch noch. Die Kamera ist ca. 18cm lang, ca 10cm hoch und ca. 9cm tief. Auf der rechten Seite der Kamera befindet sich der Kartenslot. Es können SD-Karten und C-Fast-Karten verwendet werden. Auf der Rückseite ist ein großer 5 Zoll Touchscreen mit einer Auflösung von 1920×1080 und die typischen Buttons für Menü, Play, Zoom-In etc. Der Recordbutton ist prominent auf der rechten oberen Seite und hinzugekommen ist ein Button für Fotos und ein Wahlrädchen mit Push-Funktion. 

die lichtfänger Blackmagic Pocket Cinema Camera 4K
die lichtfänger Blackmagic Pocket Cinema Camera 4K
die lichtfänger Blackmagic Pocket Cinema Camera 4K
Monitor

Der Monitor ist wirklich groß und scharf. Man kann die Schärfe sehr gut beurteilen und die Kamera einfach und schnell bedienen. Wir müssen die Kamera aber noch mehr in richtigen Drehszenarios testen, erst dann kann man wirklich eine fundierte Aussage treffen. Was uns schon mal nicht gefällt ist der festverbaute Monitor. Hier lässt sich nichts Drehen und Schwenken, ein zusätzlicher Monitor ist also fast immer notwendig.

die lichtfänger Blackmagic Pocket Cinema Camera 4K

VERARBEITUNG UND GRÖSSE

Gehäuse und Knöpfe

Der Body der Kamera macht einen hochwertigen Eindruck, ist aber wahrscheinlich nicht so hochwertige verarbeitet wie zum Beispiel eine Canon 5D. Es ist aber nicht so schlimm wie viele andere behaupten. Es ist einfach ein normales Kameragehäuse, kein Magnesium aber ein hochwertiges Plastik. Die Knöpfe fühlen sich auch deutlich besser an, als bei der ersten Blackmagic Pocket und auch nicht so schlecht wie viele andere Blogger behaupten. Die Druckpunkte sind ok, natürlich auch nicht so hochwertig wie bei einer C300, aber der sehr niedrige Preis ist hier wahrscheinlich ausschlaggebend.

MFT-Mount

Was mir nicht gefällt ist der MFT-Mount. Ich habe bei zwei nativen MFT-Optiken ein leichtes Spiel. Die Optiken wackeln ganz leicht im Mount. Das ist echt suboptimal. Abhilfe kann man mit einem Speedbooster schaffen, der dann fest mit dem Cage verschraubt wird. Aber so schränkt man sich natürlich immer etwas mit der Objektivwahl ein und kann nicht mehr so schnell beim Dreh von EF-Optiken auf MFT-Optiken wechseln. Ich habe zwei native Optiken mit dem MFT-Mount der BMPCC4K getestet, das 25mm von Meike (Amazonlink: Meike 25mm) und das 12mm von Olympus (Amazon Link: Olympus 12mm), bei beiden hatte ich dieses leichte Spiel.

Tilta Nucleus-N und BMPCC4k

Hier noch ein Video von der Blackmagic Pocket 4K, wenn man den Tilta Nucleus-N angeschlossen hat. Wenn man die Schärfe zieht, dann wackelt das Objektiv sehr im Mount. Das ist an sich nicht tragbar. Ich habe auch schon mit Blackmagic über das Problem gesprochen, leider wird es als normal abgetan.

Lösung: Wackelnde Optiken im MFT-Mount der BMPCC4k

Es gibt eine recht simple Lösung für die wackelnden Optiken. Danke an Frank Glencairn für diesen simplen Tipp. Man nimmt einfach etwas Kreppband und klebt dieses rund um den Mount des Objektives. Ich habe jetzt noch die Ränder mit einem Cutter abgeschnitten, damit es etwas sauberer aussieht. Siehe da, es wackelt nichts mehr. Die Optiken sitzen nun bombenfest im Mount.

die lichtfänger Blackmagic Pocket Cinema Camera 4K MFT Mount fix
Größenvergleich (Größe der Blackmagic Pocket 4K)

Jetzt kommt noch ein Größenvergleich. Die Pocket wirkt auf den Bildern oft kleiner als sie ist. Man darf die Kamera nicht mit einer spiegellosen Kamera verwechseln. Die Blackmagic Pocket 4K ist deutlich größer. Man bewegt sich hier eher im DSLR-Bereich. Hier ein Bild im Vergleich zur Canon 5D Mark 3. Der Monitor der 5D wirkt fast schon komisch klein.

die lichtfänger Blackmagic Pocket Cinema Camera 4K
die lichtfänger Blackmagic Pocket Cinema Camera 4K

Auf der linken Seite sind weitere Anschlussmöglichkeiten. Ein Mini-XLR sorgt für guten Ton. Mit einem USB-C Anschluss kann man die Kamera laden oder über eine Festplatte aufzeichnen, aber dazu später mehr. 

die lichtfänger Blackmagic Pocket Cinema Camera 4K
Stromversorgung und Batterielaufzeit

Natürlich kann man die Kamera auch über Netzstrom betreiben. Ein vollwertiger HDMI-Ausgange (ähnlich wie bei der GH5) ist auch vorhanden. Blackmagic hat sich auch bei den Akkus Gedanken gemacht und die Blackmagic Pocket 4K verwendet jetzt einen Standard LP-E6 Akku. Laut Webseite hält der Akku bei 24fps ca. eine Stunde. Das ist keine gute Akkulaufzeit, wenn man aber bedenkt, dass die erste Blackmagic Pocket Cinema Camera geradeeinmal ca. 20 Minuten durchgehalten hat. 

Externer Strom + Zubehör

Da ich wahrscheinlich selten alleine mit der Kamera drehen werden und immer Zubehör (Monitor oder FollowFocus) an der Kamera habe, werde ich die Blackmagic Pocket Cinema Camera 4K Kamera mit einer externen Stromversorgung betreiben. Wahrscheinlich mit einem V-Mount oder Gripper Akku. 
Es ist aber schön zu wissen, dass man die Kamera auch problemlos mit einem LP-E6 Akku betreiben kann, viele werden noch ein paar von diesen Akkus herumliegen haben, viele SmallHD Monitore (SmallHD 501, Small HD502) oder Canon Kameras brauchen die gleichen Akkus. Auf der oberen und unteren Seite der Kamera befindet sich ein 1/4 Zoll Stativgewinde. Die zwei Stativschrauben sind wunderbar für Cages. 

die lichtfänger Blackmagic Pocket Cinema Camera 4K
die lichtfänger Blackmagic Pocket Cinema Camera 4K
Kühlung + Mikros

Auf der vorderen Seite sieht man noch die Kühlrippen für den Sensor und das Stereomikrofon. In Sachen Audio hat sich zur ersten Blackmagic Pocket viel getan. Die Vorverstärker der ersten Pocket waren eigentlich nicht brauchbar, sie rauschten einfach viel zu stark. Durch den XLR-Eingang bekommt die Pocket die Möglichkeit Mikrofone über Phantom zu speisen. Bei dem XLR- Anschluss handelt es sich um einen Mini-XLR. Bei ein paar Mikros muss man hier aufpassen, informiert euch einfach noch welche Mikrofone man direkt anschließen kann und welche über einen spezifischen Adapter verwendet werden müssen.
Außerdem hat sie auf der vorderen Seite einen weiteren Recordknopf. Einen Lautsprecher gibt es auch noch.

die lichtfänger Blackmagic Pocket Cinema Camera 4K
die lichtfänger Blackmagic Pocket Cinema Camera 4K
Cage für die Blackmagic Pocket 4K

Wir haben uns den Cage von Smallrig (Amazon-Link) für die Blackmagic Pocket 4K geholt. Der Cage bietet eine integrierte Natorail und die Möglichkeit einen HDMI-Schutz (Amazon-Link), eine Halterung für die Festplatte (Amazon-Link) und eine Single-Rod-Clamp (Amazon-Link) zu befestigen. Ich werde in Teil 3 noch genauer auf den Cage und die einzelnen Bestandteile eingehen und die Vor- und Nachteile erläutern.

die lichtfänger Blackmagic Pocket Cinema Camera 4K
die lichtfänger Blackmagic Pocket Cinema Camera 4K
die lichtfänger Blackmagic Pocket Cinema Camera 4K
die lichtfänger Blackmagic Pocket Cinema Camera 4K
die lichtfänger Blackmagic Pocket Cinema Camera 4K

Was viele vergessen, eine volle Version von DaVinci Resolve ist auch im Lieferumfang enthalten. Man kann also direkt mit dem Filmen, Schneiden und Color Graden loslegen. 

EINSATZGEBIET

Laut Blackmagic eine Allzweckkamera

Blackmagic schreibt auf der Webseite „It features an all new handheld design that puts the latest advanced digital film technology into the palm of your hand!“. Es werden Actionreichen Bilder gezeigt bei denen der Kameramann auf einem Quad einen Motocrossfahrer filmt, aber auch typische Interviewszenarien, Hochzeiten, Actionsports und vieles mehr. Blackmagic möchte, dass man die Kamera überall einsetzt. 

 

Unsere Einschätzung

Die Kamera ist natürlich sehr frisch auf dem Markt und wir konnten sie noch nicht in vielen Szenarios einsetzen, aber ein paar Sachen konnten wir schon testen. Auf dem Stativ ist die Kamera natürlich wunderbar, durch das geringe Gewicht braucht man auch kein großes Stativ und kann somit sehr leicht unterwegs sein. Handheld ist ohne Bildstabilisator im Objektiv wieder etwas schwieriger, komplett ohne Unterstützung haben wir uns zurück in die Zeit vom Filmen mit Spiegelreflex gefühlt. Die Pocket 4K hat im Gegensatz zur Panasonic GH5 keinen stabilisierten Sensor.
Man hat einfach einen Fotoapparat in der Hand und durch die fehlenden Stabilisationspunkte kann man nicht so wackelfrei aus der Hand filmen. Hierfür empfehlen wir noch eine Handschlaufe oder einen Cage mit Griff und evtl. eine Monitorlupe. 

BMPCC4k auf dem Gimbal

Durch den ungewöhnlichen Maße des Kamerabodies ist es etwas schwieriger die Kamera auf einen normalen Einhandgimbal zu bekommen. Ein Zwei-Handgimbal mit einem breiten Schlitten sollte keine Probleme bereiten. Wir haben die Pocket4K auf dem Ronin-S und den Zhiyun Crane 3 Lab getestet (Amazonlinks: Ronin-S oder Zhiyun Crane). Auf dem Zhiyun 3 konnte ich die Pocket4K sehr leicht ausbalancieren. Beim Ronin-S braucht man etwas mehr Geduld und evtl. ist sogar ein leichtes Zusatzgewicht sinnvoll. In Teil 3 von unserer Blackmagic Pocket Cinema Camera 4K Serie gehen wir genauer auf die unterschiedlichen Rigs und Einsatzszenarios ein. Wir werden dann auch genauer die einzelnen Komponenten vorstellen.

BEDIENUNG UND TECHNIK

Blackmagic OS

Die Bedienung ist einfach und wenn man die Menüs von Blackmagic kennt und vielleicht auch eine URSA Mini Pro hat, dann wird man mit der Menüstruktur und den Anzeigen auf dem Display sofort klar kommen. Das lieben wir an Blackmagic, das OS ist auf allen Kameras ähnlich oder sogar gleich und so kann man schnell zwischen unterschiedlichen Kamerasystemen wechseln ohne dass man die Menüs neu lernen muss.
Man kann auf der Kamera unterschiedliche Presets speichern und diese auch zu anderen Blackmagic Kameras per Speicherkarte übertragen. Außerdem kann man auch noch LUTs auf der Kamera speichern. 

Fakten (Auflösung, Framerates, Codecs)

Jetzt kommen wir zu den Hardfacts. Die Blackmagic Pocket 4K hat einen aktiven 4K 4/3 Sensor. Blackmagic gibt an, dass man 13 Blenden Dynamik hat und Dual ISO mit einer maximalen ISO von 25600. 

Folgende Auflösungen stehen zur Verfügung:

  • 4096×2160 (4K)
  • 3840×2160 (UltraHD)
  • 1920×1080 (FullHD)

Die Framerate hängt von der Auflösung ab, aber man kann folgende Framerates wählen:

  • 23.98
  • 24
  • 25
  • 29.97
  • 30
  • 50
  • 59.94
  • 60
  • 120 (HD windowed)
Sensor

Der Sensor der Blackmagic Pocket 4K ist gegenüber dem Vorgänger größer geworden und es ist jetzt ein richtiger MicroFourThirds Sensor (18.96mm x 10mm). Bei der ersten Blackmagic Pocket war der Sensor noch Super16. Dadurch hat man einen Crop von ca. 2,8 (habe auch mal 3 gelesen).
Bei der Blackmagic Pocket 4K ist der Crop ungefähr 1,9 im Vergleich zu Vollformat. Metabones hat übrigens einen neuen Speedbooster speziell für die Pocket 4K angekündigt. Damals gab es ja auch speziell einen Speedbooster (Amazon-Link) für die erste Pocket. Hier kommt ihr noch zu unserem Artikel über den Metabones Speedbooster XL und zum neuen Artikel über den Metabones Speedbooster XL BMPCC4K (ein Speedbooster speziell für die Pocket4K).

Folgende Codecs stehen zur Verfügung:

  • Blackmagic RAW Constant Quality (Softwareversion 6.2)
  • Blackmagic RAW Constant Bitrate (Softwareversion 6.2)
  • CinemaDNG RAW (Softwareversion 6.1 und davor)
  • CinemaDNG RAW 3:1 (Softwareversion 6.1 und davor)
  • CinemaDNG RAW 4:1 (Softwareversion 6.1 und davor)
  • ProRes 422 HQ QuickTime
  • ProRes 422 QuickTime
  • ProRes 422 LT QuickTime
  • ProRes 422 Proxy QuickTime

Also praktisch ProRes und Blackmagic RAW oder ProRes und CinemaDNG. Es kommt auf die Firmware an, man sollte also wenn man unbedingt CinemaDNG behalten will, ein Backup von der alten Firmware machen. Bei der Datenrate kommt man auf Werte von max. 272MB/s (bei 4K CinemaDNG RAW) und min. auf 5,6MB/s bei 1080p ProRes Proxy.

AUFZEICHNEN AUF SSD FESTPLATTEN

Arbeiten mit SSD-Festplatten

Kommen wir zu einem sehr interessanten Feature der Blackmagic Pocket Cinema Camera 4K. Wir bereits erwähnt, hat die Pocket 4K eine USB-C Schnittstelle und man kann direkt auf Festplatten sein Material aufzeichnen. Das gute dabei ist, dass die lästigen Kopierzeiten für SD- und C-Fast-Karten wegfällt. Man schließt die Platte einfach von der Blackmagic Pocket 4K ab und an seinen Schnittrechner an und es kann losgehen. Natürlich braucht man entweder eine USB-C Schnittstelle oder einen Adapter.

Empfohlene Speichermedien verwenden

Man sollte übrigens nur von Blackmagic empfohlene Speichermedien (C-Fast, SD, SSD) verwenden. Habe schon öfters gelesen, dass man mit billigeren Speichermedien viele dropped Frames oder ähnliches hat. Gerade beim Speichermedium sollte man nicht sparen. Wir haben uns jetzt eine Samsung T5 mit 1TB (Amazon-Link) geholt und werden diese ausgiebig testen.

die lichtfänger Blackmagic Pocket Cinema Camera 4K
die lichtfänger Blackmagic Pocket Cinema Camera 4K

FAZIT

Wir hatten hohe Erwartungen an die Blackmagic Pocket Cinema Camera 4K und diese Erwartungen wurden bestätigt. Blackmagic baut einfach durchdachte Kameras für einen geringen Preis. Man kann ja noch so viel meckern über den Formfaktor oder die Batterielaufzeit oder oder oder, aber man darf einfach nicht den günstigen Preis vergessen. Für ca. 1500€ bekommt eine kleine Kinokamera und ein Schnittprogramm/ColorGrading-Programm.
Natürlich braucht man noch etwas Zubehör für die Kamera. Ein Cage ist sinnvoll aber nicht unbedingt notwendig. Wenn man nur auf dem Stativ dreht, dann braucht man nicht unbedingt einen Cage. Zusätzliche Akkus sind notwendig, wenn man nicht mit einer externen Batterielösung arbeiten will.

Codecs der BMPCC4K

Im nächsten Teil gehen wir wieder näher auf das Bild und die Codecs der Blackmagic Pocket 4K ein. Hier erfahrt ihr den Unterschied zwischen CDNG und BRAW.

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die lichtfänger Josef Sälzle

Hi, ich bin Josef und schreibe bei die lichtfänger über Kamera– , Lichttechnik und über alles was das Filmemachen angeht. Bei Fragen könnt ihr mir gerne eine Mail schreiben.