Pocket 6K

Eine Blackmagic Pocket 6K im Jahr 2023 kaufen

Lohnt sich eine Blackmagic Pocket im Jahr 2023 noch? Wie auch bei der Blackmagic Pocket 4K gilt: Ja, sie lohnt sich für bestimmte Einsatzzwecke und ist natürlich nicht für jeden geeignet. 

Blackmagic macht es aber einem auch nicht mehr so einfach, so gibt es mittlerweile vier unterschiedliche Versionen der neueren Pocket-Kameras. Im Artikel gehe ich etwas auf die Unterschiede ein und gebe euch eine Empfehlung für einen bestimmten Body. Hauptsächlich werden wir uns aber mit der Pocket 6K G2 beschäftigen. 

Einführung

Die Kamera von Blackmagic begleiten mich jetzt schon eine Weile. Für mich sind sie die perfekten Kameras für Filmemacher, die mehr Wert auf die Bildqualität, eine einfache Bedienung und einen günstigen Preis legen. Natürlich macht eine Sony A7s oder Canon C70 auch hervorragende Bilder, teilweise muss man aber sehr tief in die Tasche greifen und sich die neueste Technologie erst einmal leisten.

Ich verwende meine Pocket 4K noch bei sehr vielen Drehs. Meine Hauptkamera ist die RED KOMODO, aber teilweise ist die RED einfach Overkill für viele kleinere Projekte. Da bin ich mit dem kleineren 4K-Bild einfach besser bedient. Mit den Pocket-Kameras ist man auch oft schneller als mit der RED, sie bootet schneller und man kann sie ohne viel Zubehör direkt verwenden. Ich versuche einfach immer für das jeweilige Projekt die beste Kamera auszuwählen. 

Eine zweite Kamera von Blackmagic (again)

Teilweise brauche ich aber gerade bei den kleineren Drehs, die ich mit der Pocket mache, eine zweite Kamera. Die kleineren Drehs sind meistens Recruitingfilme, die aus vielen Interviews bestehen. Und hier ist eine zweite Perspektive beim Interview durchaus sinnvoll. Bis jetzt habe ich mir hier oft eine zweite Pocket4K von einem Kollegen ausgeliehen oder ich hab die KOMODO als Hauptkamera verwendet und die Pocket 4K dann als B-Kamera. 

Dieser Workflow hat mich aber etwas gestört. Zum einen hat man wieder etwas mehr Aufwand in der Postproduktion, weil man das RED-Material an die Pocketkamera angleichen muss. Zum anderen ist die RED für so kleinere Jobs einfach zu viel. 

Aus diesem Grund, habe ich die Entscheidung getroffen, eine zweite Pocket-Kamera anzuschaffen. Ich hatte bis vor ca. 3 Jahren auch eine zweite Kamera von Blackmagic – die Ursa Mini 4,6K. Ich habe die Kamera damals aber verkauft, weil sie mir für die meisten Anwendungen einfach zu groß war.

4K oder 6K?

Jetzt steht man natürlich vor der Wahl. Kauft man erneut eine Blackmagic Pocket 4K oder holt man sich eine der drei 6K Modelle. Meine Wahl viel recht schnell auf eines der 6K Modelle. Warum? Das lest ihr jetzt. 

MFT vs. EF

Die Pocket 4K hat ja einen MFT-Anschluss und mittlerweile habe ich keine nativen MFT-Linsen mehr. Auf der Pocket 4K ist dauerhaft mein Metabones Cine Speedbooster installiert. Wenn man die Investition für einen zweiten Speedbooster berücksichtigt, dann landet man mit der Pocket 4K + Speedbooster bei ca. 2000€. Eine Pocket 6K G1 bekommt man schon für knapp 1500€. Die G2 für ca. 1900€ und die Pro für 2500€. 

Ich muss sagen, dass mir die Arbeit mit dem Speedbooster auch nicht mehr so 100% gefällt. Es ist einfach ein zusätzliches Glas zwischen Sensor und Optik und hier können viele optische Probleme entstehen. Ein Kollege von mir hat zum Beispiel Probleme mit der Fokussierung auf Unendlich mit seinen Contax Zeiss Linsen. Hier muss man dann wieder den Speedbooster anpassen und läuft Gefahr, dass er dann für andere Optiken wieder nicht passt. Hier geht man immer Kompromisse ein.

Meine eigenen Linsen sind nur noch EF Linsen (Meine DZOFILM Primes kann ich auf PL wechseln) und ich drehe die ganzen kleineren Sachen auch nur mit EF. Sobald ich auf PL drehe, verwende ich sowieso eher die KOMODO mit dem PL-RF-Adapter. 

Bei den 6K-Modellen kann man also die ganzen EF-Linsen nativ ohne Adapter verwenden. Das ist ein Vorteil. Leider verbaut Blackmagic nur die normalen EF-Mounts ohne Verriegelung. Hier kann es sein, dass die Optiken dann leicht im Mount wackeln. Diesen Kompromiss muss man mit der Pocket6K eingehen. An sich sollte man versuchen, irgendwie die Linsen noch einmal zu fixieren. Teilweise gibt es bei größeren EF-Zooms noch Objektivstützen. Diese sollte man auf jeden Fall verwenden, wenn man kein Spiel im Mount haben will. 

Wenn man auch unterschiedliche Linsen (MFT, PL, EF) verwenden will, würde ich eher zur 4K und entsprechendem Adapter raten. Mit dem MFT-Mount ist man deutlich flexibler. 

Die Entscheidung für die 6K stand also fest. Jetzt hat man natürlich die Wahl zwischen 6K G1 oder G2 oder 6K Pro. Meine Wahl fällt auf die 6K G2. 

Pocket 6K
Pocket 6K
Interne ND-Filter

Ich habe mich gegen die Pro entschieden, obwohl ich natürlich die internen ND-Filter sehr gern gehabt hätte. Ich habe aber gelesen, dass die ND-Filter der Pro teilweise sehr starke Farbunterschiede haben. Viele verwenden die internen ND-Filter dadurch gar nicht mehr. Blackmagic sei hier anscheinend nicht ganz so genau mit der Qualitätskontrolle und das ist natürlich sehr schade, aber bei dem Preis auch nicht ganz verwunderlich. 

Außerdem habe ich mir 4×5,65 Steckfilter gekauft und wenn ich wirklich hochwertige ND-Filter verwenden will, dann nehme ich diese. Für die kleineren Drehs reichen oft die günstigeren variablen ND-Filter. 

Ich muss auch sagen, dass ich diese Investition nicht unbedingt geplant habe und ich jetzt nicht knapp 2500€ für eine zweite Pocketkamera ausgeben wollte. Die Zeit wird zeigen, ob ich vielleicht doch eher die Pro hätte nehmen sollen. 

Jetzt hatte ich noch die Wahl zwischen 6K G1 und G2. Hier habe ich mich für die G2 entschieden, weil diese noch ein klappbares Display hat. Das war mein größter Kritikpunkt bei der Pocket4K. Die G2 hat nun endlich ein klappbares Display. Blackmagic hat bei der 6K G2 und bei der Pro auch den Akkutyp gewechselt, man hat jetzt nicht mehr die LP-E6 Akkus, sondern NP-F. Meine LP-E6 Akkus sind mittlerweile auch schon recht alt und haben nicht mehr so viel Kapazität. Hier müsse ich dann wieder in neue LP-E6 Akkus investieren. Passende NP-F Akkus für die G2 habe ich gefühlt im Überfluss, weil viele anderes Zubehör auch NP-F Akkus als Standard hat.  

4K vs. 6K Auflösung

Jetzt habe ich meinem letzten Artikel „Eine Blackmagic Pocket 4K im Jahr 2021 kaufen“ schon geschrieben, dass ich nicht unbedingt die Auflösung von 6K brauche. Das hat sich im Jahr 2023 auch nicht geändert. Leider bekommt man aber keine Pocket Kamera 4K G2 mit EF-Mount. Hier hat sich Blackmagic ganz klar für den Weg „Mehr Auflösung“ entschieden. Vor ein paar Jahren war Blackmagic noch eher wie ARRI, mittlerweile gehen sie eher den Weg von RED und packen immer noch mehr Auflösung in die Kameras. Das ist leider so und da kann man auch nichts machen. Wenn man einer Blackmagic Pocketkamera mit einem EF-Mount, NP-F Akkus und einem Klappdisplay haben will, dann bekommt man eben auch die Auflösung von 6K. Man könnte sich natürlich noch eine Ursa Mini 4,6K anschauen, aber mir sind die Ursa Minis einfach auch immer noch zu groß für die kleineren Drehs. 

Teilweise ist es natürlich auch ein Vorteil, wenn man eine 4K Timeline hat und das 6K Bild dann downsampelt.

Hallo Super35-Sensor

Bei den 6K Pockets bekommt man auch endlich wieder einen Super35mm Sensor. Keine Frage, der MicroFourThirds Sensor der Pocket4K ist super. Mich nervt aber der Cropfaktor von 2. Eine 35mm auf MFT fühlt sich einfach nicht so an, wie einer 35mm auf einem Super35 Sensor

Jetzt könnte man natürlich wieder einen Speedbooster verwenden, aber ich habe ja bereits geschrieben, warum ich nicht mehr unbedingt Speedbooster verwenden will. 

Seit meiner alten Canon C300 bin ich Super35 einfach sehr gewohnt, ich weiß einfach wie sich die unterschiedlichen Optiken verhalten und wo ich stehen muss, wenn ich eine bestimmte Einstellungsgröße haben will. Bei der Pocket4K mit 0,64x Speedbooster war es irgendwie immer so ein Kompromiss – der Cropfaktor von 1,2 mit 0,64x Speedbooster liegt einfach genau zwischen 1 (Vollformat) und 1,5x (Super35). 

Bildqualität der Pocket 6K G2

Die Bildqualität der Pocketkameras war schon immer sehr gut. Die Pocket 6K G2 hat etwas mehr Dynamik wie die Pocket 4K. Das merkt man auch beim Rauschverhalten der Kamera. Die Pocket 4K neigt etwas schneller zu Chromarauschen, die Pocket 6K ist hier etwas besser. 

Wie immer gilt, die Pocketkameras sind keine LowLight-Kameras, man muss dem Sensor immer das passende Licht geben. 

Der Begriff LowLight nervt mich aber auch schon seit Jahren. Viele verwenden LowLight als Synonym für NoLight und drehen einfach komplett ohne sich Gedanken zum Licht zu machen. „Die Kameras sind doch lichtstark“, dann bekommt man die typischen verrauschten Filme ohne Look. Macht nicht den gleichen Fehler. Ich war auch mal in meinem Praktikum auf einem kleinen Job und hatte kein Licht dabei. Ich habe dann einfach gesagt „Das gleiche ich mit der Blende aus“. Was für ein Quatsch. Aber diesen Fehler muss glaub jeder einfach gemacht haben. Ich sage nicht, dass man bei jedem Job immer Licht dabei haben muss (obwohl ich es fast wirklich habe, selbst wenn es nur eine kleine Aputure MC ist), aber man sollte wirklich wissen, was man tut, wenn man nur mit natürlichem Licht arbeiten will.

RollingShutter

Die 6K hat natürlich auch einen RollingShutter Sensor, durch die höhere Auflösung wird dieser auch etwas langsamer ausgelesen. Den typischen Wobble-Effekt durch den Rolling Shutter sieht man deutlich. Hier schneidet die Pocket4K viel besser ab. 

Ich bin mittlerweile schon sehr verwöhnt vom GlobalShutter der Red Komodo. Die Aufnahmen der Komodo lassen sich super einfach stabilisieren und man bekommt nicht die typischen Stabilisierungsartefakte. Bei der Pocket6k ist es genau das Gegenteil, man muss viel vorsichtiger mit der Kamera filmen und Aufnahmen aus der Hand gehen nicht so leicht von der Hand (geplanter Witz). 

Formfaktor der 6K G2

Blackmagic hat mit der 6K Pro das Gehäuse der Kamera im Gegensatz zur 4K angepasst. Die 6K G2 hat auch dieses etwas neuere angepasste Gehäuse, ohne die internen ND-Filter (daher fallen auch zwei Knöpfe weg). Aber keine Angst, die BMPCC 6K G2 hat immer noch den typischen Formfaktor einer alten DSLR, der einen teilweise wahnsinnig macht. Die Kamera ist auch deutlich bulliger als die 4K. Das stört mich persönlich auch extrem. Die Kamera fühlt sich wie eine alte Canon 1D an. Für Fotos is dieser Formfaktor durchaus sinnvoll, aber zum Filmen ist es eher suboptimal. Hier mal kurz ein Vergleich zur Pocket4K. Ich habe auch bewusst den Cage der Pocket4K dran gelassen, damit man sieht, wie große die Pocket6K ist. 

Pocket 6K vs. Pocket 4K
Pocket 6K vs. Pocket 4K
Pocket 6K vs. Pocket 4K

Jetzt noch kurz ein Vergleich zur Canon 5D.

Pocket 6K vs. 5D
Pocket 6K vs. 5D

Mittlerweile bekommt man aber ein Klappdisplay, man braucht also nicht mehr unbedingt einen externen Monitor, den man in alle Richtung verstellen kann. 

Blackmagic hat den neueren Body der Kamera so gestaltet, dass man laut Blackmagic nicht mehr unbedingt einen Cage braucht. Das wird sich aber etwas mit der Zeit zeigen. Ich vertraue da Blackmagic nicht so sehr, weil sie dann doch oft sehr fragwürdige Design-Entscheidungen treffen. 

Pocket 6K Display
Pocket 6K Display
Pocket 6K Display

Versteht mich nicht falsch. Ich denke, dass die Pocketkameras von Blackmagic im Moment das beste Preis-Leistungs-Verhältnis auf dem Markt haben. Man bekommt wirklich sehr viel für sein Geld, ich würde mir aber wünschen, dass man nicht unbedingt am typischen Design einer DSLR festhält. Mittlerweile haben wir ja dann doch schon 2023 und Filmen mit einer DSLR war eher so 2010 – 2014. 

Akkulaufzeit der 6K G2

Die Pocket 6K G2 hat nicht mehr die alten LP-E6 Akkus von Canon. Blackmagic verwendet jetzt die NP-F Akkus von Sony. Dadurch bekommt man etwas mehr Akkulaufzeit. Eine besonders gute Akkulaufzeit bekommt man aber auch hier nicht, weil der 6K Sensor natürlich mehr Strom verbraucht und man ja weiterhin das große 5 Zoll Display an der Rückseite hat. Mittlerweile kann man aber über das Betriebssystem der Kamera einstellen, dass sich das Display nach einer Zeit dimmen soll, wenn man die Kamera gerade nicht verwendet. Dadurch kann etwas Akkulaufzeit gewonnen werden. Bei längeren und größeren Drehs sollte man aber weiterhin über eine externe Batterielösung nachdenken. Das können größere NP-F Akkus sein oder einfach V-Mounts. Dann muss man sich natürlich wieder Gedanken zum Rigging machen. Ohne Cage wird es wahrscheinlich schwierig, eine externe Stromversorgung zu verwenden. 

Preis der Blackmagic Pocket 6K G2

Beim Preis waren die Blackmagic Pocket Cinema Cameras immer unschlagbar. Bereits die erste BMPCC war mit knapp 1000€ ein echtes Schnäppchen zum Erscheinungsdatum. Bei Blackmagic hat man schon immer eine raw-Filmkamera bekommen. Mit der 6K G2 hält Blackmagic auch am günstigen Preis fest. Die Kamera hat einen UVP von ca. 2100€. Mittlerweile bekommt man sich aber oft unter 2000€. Ich habe sie in einem Angebot für 1880€ brutto gekauft, also netto 1579€. Bei anderen Herstellern muss man für die gleichen Features oft viel mehr investieren. 

Lohnt sich jetzt die Pocket 6K im Jahr 2023

Die Pocket 6K G2 ist ja noch nicht so lange auf dem Markt, aber an sich ist es ja eine Blackmagic Pocket 6K G1 mit neuerem Body. Die G1 ist schon etwas länger auf dem Markt, aber meiner Meinung nach immer noch relevant. Mit der G2 bekommt man dann noch ein paar sehr nützliche Neuerungen. 

Wie bei meinem Artikel zur 4K möchte ich hier ein paar Kaufentscheidungs-Szenarien durchgehen.

Mögliche Szenarien

Ich bin komplett neu beim Filmen und möchte einfach ein System, dass ohne viel Schnick-Schnack funktioniert. 

Hier würde ich nicht unbedingt die Pocket6K G2 als Einstiegskamera empfehlen. Ich denke, dass man hier mit einer Sony, Canon oder Panasonic besser bedient ist. Die DSLMs der großen Hersteller sind teilweise vielseitiger, weil man Foto und Video in einem Body bekommt und oft noch einen sehr guten Autofokus, den man am Anfang seiner Karriere wahrscheinlich öfters gut brauchen kann. Die BMPCC6K G2 liefert das bessere Bild, keine Frage. Aber gerade der fehlende Autofokus macht es nicht so einfach, mit der Kamera zu arbeiten. 

Ich möchte direkt ein schönes Kamerabild und möchte keine Farbkorrektur machen

Hier bin ich etwas hin- und hergerissen, die Pocket6K macht ein sehr gutes Bild im Film- und im Videoprofil. Beim Videoprofil muss man natürlich genau auf die Belichtung aufpassen, weil man nicht so viel Spielraum in der Farbkorrektur hat. Hier könnten Anfänger auch etwas überfordert sein, wenn man noch nicht genau weiß, wie man mit den Pocketkameras umgehen soll. Die ISO verhält sich ja nach dem Exposure Index. 

Das wahre Potenzial entfaltet die Pocket6K aber erst mit BRAW und im Film-Profil. 

Ich habe gehört, dass die Pocket6K G2 die beste Kamera ist und ein sehr schönes Bild macht

Kauf dir keine Pocket6K. 

Ich habe bereits eine DSLM und möchte mich weiterentwickeln

Die Pocket6K könnte hier ein erster Schritt in die Welt der Cinema Kameras sein. Man muss sich auf ein paar Besonderheiten einstellen, wird aber mit sehr schönen Bildern (nach der Farbkorrektur) belohnt. Du könntest aber auch bei dem jeweiligen DSLM-Hersteller schauen, ob es eine Cinema Camera im Angebot gibt. Heißt bei zum Beispiel die C70 oder C300 Modelle und bei Sony die FX3 oder FX6. 

Ich habe bereits eine sehr hochwertige Cinema Camera und brauche ein B-Kamera

Du kennst dich gut genug aus, entscheide selber, ob die Pocket6K für dich geeignet ist. 

Ich möchte mit dem szenischen Filmen anfangen und sehe mich in der Zukunft auch an einer Filmhochschule/oder möchte in größeren Teams arbeiten

Kauf die Pocket6K G2 oder Pocket6K Pro. Hier bekommst du einen günstigen Einstieg in die Welt der Cinema Kameras. Beschäftige dich aber auch mit dem notwendigen Zubehör (FollowFokus, V-Mount, Monitor, etc.).

Soll ich die Pocket6K G2 oder Pocket6K Pro kaufen?

Hier kommt es etwas auf euer vorhandenes Zubehör an. Wenn ihr bereits ND-Filter mit Mattebox habt und es gewohnt seit auch mit dieser zu arbeiten, dann könnt ihr euch die G2 holen. Wenn ihr noch keine ND-Filter habt und auch nicht unbedingt mit variablen ND-Filtern arbeiten wollt, könnte die Pro die richtige Kamera für euch sein, weil ihr hier interne ND-Filter bekommt. Ihr bekommt aber nur drei Stufen mit der Pro. Zwei Blenden, vier Blenden und sechs Blenden. Sechs Blenden könnte an sehr hellen Tagen etwas zu wenig sein, wenn ihr offenblendig drehen wollt. Hier braucht ihr noch einen stärkeren ND-Filter. Testet außerdem die unterschiedlichen ND-Stufen mit einem ColorChart, so könnt ihr immer die jeweiligen Farbunterschiede für die Post dokumentieren. 

Die Blackmagic Pocket 6K G2 ist nicht für jeden geeignet

Bei den Pocket-Kameras handelt es sich um eine echte Cinema Kamera. Daher auch der Name Pocket Cinema Camera.

Man muss daher auf viele Sachen verzichten. Man hat keinen Autofokus und keinen stabilisierten Sensor (dafür bekommt man mittlerweile die Giro-Daten). Man dreht im ProRes oder BRAW und braucht daher viel Speicherplatz. Man hat keine gute Akkulaufzeit mit dem internen Akku. Man braucht für die Arbeit unter Umständen viel Zubehör.

Hier unterscheiden sich Cinema Kamera auch nicht sehr stark von Hersteller zu Hersteller. Cinema Camcorder sind in der Regel etwas drehfertiger, dafür ist man nicht mehr ganz so flexibel. In meinem Artikel „Welche Kamera zum Filmen“ gehe ich noch genauer auf die Unterschiede ein.

Im Moment haben die meisten Cinema Kameras (ARRI, SONY, KINEFINITY) keinen Autofokus und keinen stabilisierten Sensor. Canon bringt den Autofokus langsam ins Spiel und bei den neuere DSMC3 REDs hat man auch einen Autofokus (oft noch im Beta-Status).

Wenn man sich eine Pocket6K kauft, muss man sich einfach bewusst sein, dass man eine Cinema Kamera kauft und somit auf Funktionen verzichten muss. Dafür wird man mit einem sehr schönen Bild belohnt (wenn man weiß, was man tut) und hat sehr viele Optionen in der Farbkorrektur.

Zusammenfassung

Ich denke, dass ihr mit diesem Artikel einen ganz guten Überblick über die Pocket6K G2 bekommt. Ist es die richtige Kamera für euch? Diese Frage kann ich euch natürlich nicht zu 100% beantworten, der Artikel wäre dann auch deutlich kürzer. Es gibt nicht die perfekte Kamera. Auch wenn euch das viele YouTube erzählen. Ihr werdet immer Kompromisse eingehen müssen.

Kann man sich also 2023 bedenkenlose eine Blackmagic Pocket 6K kaufen? 

Jein. 

Blackmagic Pocket 6K G2 kaufen

Generell würde ich euch empfehlen die Pocket 6K nicht unbedingt gebraucht zu kaufen. Oft bekommt man bei den gebrauchten Pocket keine DaVinci Resolve Studio Version dazu, weil die Verkäufer die einfach oft behalten (was auch vollkommen logisch ist). Falls ihr noch keine DaVinci Resolve Studio habt, dann solltet ihr wirklich die Kamera neu beim Händler kaufen.

Folgende Shops kann ich empfehlen:

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*es handelt sich um Fotokoch-, Amazon-, EBay-, SmallRig oder Thomann-Affiliate Links.
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Josef Sälzle DIE LICHTFÄNGER

Hi, ich bin Josef, Kameramann und Filmemacher.
Ich schreibe in meinem DIE LICHTFÄNGER Blog über die Theorie des Filmemachens, schaue mir die Technik an
und gebe euch Tutorials zu unterschiedlichsten Themen.

Mit meiner Filmproduktion DIE LICHTFÄNGER mache ich Filme für Unternehmen sowie für Selbstständige. Bei Fragen könnt ihr mir gerne eine Mail schreiben.

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