die lichtfänger Unterscheid F-Stop T-Stop

Unterschied t-Stop und f-Stop

In unserem Artikel „Filmen mit Spiegelreflex: Welches Objektiv“ haben wir euch einige Objektive zum Filmen vorgestellt. Wenn man sich etwas mehr mit der Materie beschäftigt und vielleicht in eine „richtige“ Cine-Optik investieren will, dann begegnet man oft dem Wert t2.8 und nicht f2.8. Dies liegt daran, dass der f-Stop nur ein berechneter Wert ist und man im Cinemabereich genauere Werte braucht – den T-Stop. Hierbei handelt es sich um einen real gemessenen Wert der Optik.

Inhaltsverzeichnis

F-STOP

Der F-Stop wird durch den Quotienten von Brennweite und Frontelement (erste Linse) berechnet. Die erste Linse vom Canon 50mm 1.4 hat ungefähr einen Durchmesser von 35 mm. Wenn man jetzt 50 mm durch 35 mm teilt, dann kommt man ungefähr auf ein Ergebnis von 1,42, also gerundet 1,4. Die Blende ist daher f1,4.

die lichtfänger Unterschied f-stop T-stop
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T-STOP

Probleme mit F-Stops

Da der f-Wert nur berechnet ist und die physikalischen Größen Streuung und Reflexionen nicht berücksichtigt werden, können sich Fehler einschleichen. In der Fotografie ist dies nicht so das Problem, da man meistens nur ein Bild betrachtet. 
Beim Film sieht man aber mehrere Bilder und vor allem Szenen hintereinander. Beim Film möchte man oft die gleiche Belichtung innerhalb einer Szene behalten. Das bedeutet – wenn man die Nahaufnahme mit einer Blende von 2,8 ausgeleuchtet und belichtet hat, dann möchte man die Totale auch mit einer Blende von 2,8 belichten, damit die Szene die gleiche Helligkeit behält. 

 

Filmen mit F-Stop Objektiven

Wenn man jetzt die Close Up mit einem Canon 50 mm aufnimmt und die Totale mit dem Canon 24-70 mm, dann wird man bei der gleichen Blende leicht unterschiedliche Belichtungen erhalten. Hier muss man dann evtl. mit der Beleuchtung oder mit der Kameraeinstellung nachjustieren und dies kostet Zeit. Wenn man die Belichtung gleich lassen kann, dann kann man einfach weiterdrehen und muss nichts mehr anpassen.

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Mit T-STOP Objektiven arbeiten

Cineoptiken werden in t-Stops angegeben, da diese genau ausgemessen wurden, um auf dem Set keine Zeit bei der Belichtung und Beleuchtung zu verlieren und um ein konstantes Ergebnis zu bekommen.
Man kann einfach einmal mit einer bestimmten Belichtung einleuchten und weiß, dass man dann mit einer 35mm bei T2 die gleiche Belichtung bekommt, wie mit einer 50mm bei T2.
Daher sind Cineoptiken auch deutlich teurer als das Fotooptiken. Cineoptiken werden mit einer höheren Präzision gefertigt.

Zusammenfassung

Also F-Stop ist ein berechneter Wert und T-Stop ein gemessener Wert. Aus der Praxis kann ich aber sagen, dass man natürlich auch mit F-Stop Objektiven wunderbare Ergebnisse bekommt. Viele werden auch nicht unbedingt den Unterschied zwischen F-Stop und T-Stop Optiken sehen. Aber es ist gut, wenn man den Unterschied kennt.

die lichtfänger Josef Sälzle
Josef Sälzle // Gründer und Filmemacher

Hi, ich bin Josef, Kameramann und Filmemacher.
Ich schreibe in meinem DIE LICHTFÄNGER Blog über Kamera– , Lichttechnik und über alles was das Filmemachen angeht.
DIE LICHTFÄNGER machen Imagefilme, Werbefilme und Produktfilme. Bei Fragen könnt ihr mir gerne eine Mail schreiben.

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